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Seit zehn Jahren meidet Kati ihre alte Heimat. Seit zehn Jahren quälen sie schmerzhafte Erinnerungen. Jetzt hat erneut eine Tragödie ihre Familie heimgesucht. Der Vater liegt im Koma, und die Großmutter kann den kleinen Gasthof nicht allein führen, den die Weidemanns seit Generationen mitten in der Lüneburger Heide betreiben. Und die Saison hat gerade erst begonnen.
Schweren Herzens beschließt Kati, ihren Hamburger Agenturjob aufzugeben und für einige Zeit auf dem «Heidehof» auszuhelfen. Überrascht stellt sie fest, wie sehr sie die Stille und Schönheit der Heidelandschaft vermisst hat: Kati blüht auf, ihre Wunden beginnen endlich zu heilen. Bis auf einmal der Mann vor ihr steht, dessen Schicksal mit ihrem für immer verbunden ist und den sie niemals wiedersehen wollte ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
aus Northeim
5/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Der Himmel über der Heide
Der Himmel über der Heide
Kati ist seid zehn Jahren nicht mehr zu Hause gewesen. Sie hat es immer tunlist vermieden. Die Erinnerungen die sie an ihre Heimat hat, sind einfach zu schmerzvoll. Doch jetzt gibt es kein zurück, keine Ausreden mehr. Sie muss zurück kehren so schmerzvoll für sie auch ist. Ihr Vater liegt im Koma und ihre Oma kann den Hof nicht alleine führen.
Also kehrt sie nach Hause zurück und steht ihrer Vergangenheit gegenüber
Der Himmel über der Heide ist kein Heimatroman, wie man auf den ersten Blick denken mag sondern ein Roman über Familie und der Kraft der Liebe.
Das Cover spiegelt den Blick vom Hof auf die Heide wieder.
zauberblume
aus Altdorf
5/5
25.08.2012
Buch (Taschenbuch)
Das herrliche Cover, das…
Das herrliche Cover, das einen Einblick in die Schönheit der Heide gibt, stimmt einen auf die Geschichte ein. Kati meidet seit 10 Jahren ihre wunderschöne Heimat und lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre Familie wurde vor 10 Jahren von einem tragischen Schicksalsschlag heimgesucht und Kati ist aus ihrer Heimat geflüchtet. Jetzt ist ihr Vater schwer krank und ihre Großmutter kann den Familiengasthof Heidehof nicht alleine weiterführen. Der Heidehof liegt wunderbar in der Lüneburger Heide. Kati beschließt ihrer Familie unter sie Arme zu greifen und auf dem Hof auszuhelfen. Hier wird sie jedoch wieder von den Schatten der Vergangenheit eingeholt. Wird Kati glücklich werden und endlich einen Neuanfang wagen? Der Schreibstil von Sofie Cramer ist toll. Man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist alles so bildlich beschrieben. Ich habe die Heide gerochen und den Heidehof mit seinen Bewohnern vor mir gesehen. Das Buch ist ein absoluter "Muß" für alle Sofie CarmerFans und für alle die gerne Geschichten über Familiengeheimnisse lesen. Ich kann es nur weiterempfehlen
Mel.E
aus L.
5/5
05.08.2012
Buch (Taschenbuch)
Der Roman lässt sich sehr…
Der Roman lässt sich sehr schnell und zügig lesen und nimmt uns mitten hinein in das Leben von Kati. Im Laufe des Buches erfahren wir immer mehr, was Kati tatsächlich belastet und es zeigt sich immer wieder, das das Zurückziehen nicht immer Vorteile bringt, denn sobald Kati loslässt eröffnen sich ihr viele neue Wege und Möglichkeiten. Im Prinzip ist ihr Leben vor dem Großreinemachen ein echter Krampf. Die Beziehung scheitert, Unzufriedenheit im Job, tiefe Trauer, Alpträume .... Die Vergangenheit holt sie immer wieder ein und lässt ihr keine Chance zu vergessen oder gar zu vergeben. Daraus entsteht eine regelrechte Bitterkeit, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Zwischendurch möchte ich Kati wirklich schütteln und sie zur Vernunft bringen, denn letztendlich läuft Kati der Wahrheit davon oder sie verschließt ihre Ohren, weil sie einfach nicht zuhören möchte. Ihr Leben wäre um einiges positiver verlaufen, wenn sie sich nicht vor der Wahrheit verschlossen hätte. Natürlich kommt irgendwann doch noch alles zum Vorschein und ist für Kati endlich ein Neubeginn und der Abschluss tiefer Verletzungen, Verbitterungen und vielleicht auch ein kleines bisschen weniger Trauer, obwohl wir die, die wir lieben sicherlich ein ganzen Leben vermissen werden. Im Vordergrund steht natürlich der Heidehof, der durch den Krankenhausaufenthalt von Katis Vater wieder in das Leben von Kati rückt. Sie hat vor 10 Jahren ihren Verdrängungsprozess begonnen, indem sie alles was sie quält verlassen hat und dabei auch ihre Familie vergessen hat. Nun gilt es den Heidehof weiter zu führen, zu sanieren und vielleicht auch ein Leben mit der Familie und dem Heidehof zu verbinden, doch wie ist dies möglich, wenn man doch in Hamburg wohnt und dort als Graphikerin arbeitet? Der Autorin ist es sehr gut gelungen die einzelnen Personen so zu umschreiben, als wäre man selbst Mitglied dieser Familie oder einfach nur gut mit ihnen befreundet. Veränderungen müssen her, auch wenn es wehtut, aber letztendlich bringt es Kati einen tiefen inneren Frieden und dem Buch ein Happy End. Ein echter Frauenroman würde ich sagen, der natürlich auch mit jeder Menge Kitsch aufwartet. Ich mochte das Buch trotzdem, denn man braucht manchmal einfach etwas fürs Herz. Hier wurden gerade Gefühle sehr ernst genommen und auch wunderbar eingefangen und damit wurde das Buch für mich um einiges menschlicher. Dadurch bekam das Buch einen gewissen hauch an Glaubwürdigkeit. Auch sehr gut gefallen hat mir die Fauna und Flora der Lüneburger Heide. Sehr bildlich beschrieben kann man fast den Duft der Heide riechen, obwohl oft fälschlicherweise alles als Heidekraut (Erica) bezeichnet wird, obwohl es kein Heidekraut ist. Wusstet ihr z.B. auch, warum die Heidschnucken Heidschnucken heißen? Also ich bin nun ein ganzes Stück schlauer als vorher. Manchmal braucht jeder von uns vielleicht die Holzhammermethode um wieder klarer zu sehen und um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Für Kati war es heilsam und richtig! Schön, das ihr die Autorin so liebenswerte Freunde und Familie an die Seite gestellt hat. Sie brauchen viel Geduld mit Kati und letztendlich lohnt es sich, das sie ihr Zeit geben und in allem unterstützen. Kati ist auf der Suche nach Heilung und der Frage nach dem "Warum!" Letztendlich kann es niemand Kati abnehmen, aber es zeigt einfach auf, das wir vielleicht auch Hilfe annehmen müssen um innerlich heil zu werden und Abschied nehmen können. Von der Optik des Covers her hätte mich "Der Himmel über der Heide" im Buchhandel nicht angesprochen, aber der Klappentext hat mich dann letztendlich überzeugt! Wir sehen ein geöffnetes Fenster, welches einen traumhaften Blick auf die Lüneburger Heide bietet, aber ganz ehrlich? Ich fand es stinklangweilig und habe lange gezögert, ob ich mir das Buch wirklich anschaffen möchte. Die Neugier siegte und das Buch entpuppte sich als ein Familiendrama, mit viel Kitsch und Herzschmerz, aber auch vielen Tiefen, die das Buch lesenswert machen.
Book-Challenges
aus Wuppertal
4/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Familientragödie in der Heide
Der Himmel über der Heide verspricht schon mit dem Cover, dem Titel und dem Klappentext eine fast himmlische Geschichte über die Heide. Doch sie geht um einiges tiefer, als ich erwartet hätte. Neben dem harten Schicksalsschlag, dass Katis Vater im Koma liegt, muss sie sich nun mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit auseinandersetzen. Praktisch von Beginn an kommen Fragen auf, die erst im Laufe der Geschichte aufgearbeitet werden. Vor allem der Prolog lässt den Leser erahnen, was 10 Jahre zuvor Schreckliches passiert sein muss. Vor allem ab dem Zeitpunkt, wenn diese Tragödie erzählt wird, wird es öfter traurig und so wuchs mir fast jeder Charakter schnell ans Herz.
Die Charaktere des Romans waren allesamt sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Gerade Katis Schmerz kommt wellenartig immer wieder hoch und nimmt ihr den Atem. Diese Szenen sind gefühlvoll und realistisch geschildert. Auch ihre wieder aufkeimende Verbindung zur Landschaft kann man als Leser gut nachvollziehen. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch immer mehr Hintergründe und es bleibt immer spannend, weil eben nicht gleich alles auf einmal aufgedeckt wird. Immer wieder kommen Erinnerungen oder Alpträume, die Kati mitnehmen und in ihrer Entwicklung innehalten lassen.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass man bei den Charakteren eine Weiterentwicklung erkennen kann. Gerade Kati, die ihre Vergangenheit bewältigt und ihr Leben von Grund auf ändert, ist diese Veränderung anzumerken. Durch den Klappentext bin ich allerdings von einem stärker hervortretenden Konflikt zu dem Mann ausgegangen, den sie nie wieder sehen wollte. Aus diesem Grund bin ich auch von dem Ende des Romans überrascht, auf das ich aus Spoiler-Gründen nicht näher eingehen möchte. Ich hatte auf jeden Fall den Eindruck, dass dieser Konflikt noch eben auf den letzten 100 Seiten ausgebaut wird, damit die Geschichte noch nicht zu Ende ist.
Am Ende des Romans finden sich insgesamt 12 verschiedene Rezepte, die die Küche der Heide näher bringen und auch im Buch selbst erwähnt werden. Die Idee finde ich sehr gelungen und man bekommt beim Lesen richtig Lust, ebenfalls mal den Kochlöffel zu schwingen.
seemann01
4/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Grün ist die Heide
Vor 10 Jahren ist Katis Zwillingsschwester Jule bei einem Brand gestorben. Seit dieser Zeit befindet sie sich auf der Flucht vor ihrer Heimat und ihrer Familie. Als ihr Vater nach einer Notoperation im Koma liegt, endet ihr Verstecken und sie eilt an sein Krankenbett. Von ihrer Oma und ihrer unterkühlten Stiefmutter erfährt sie, wie schlecht es um den familiengeführten Heidehof steht, so dass sie kurzerhand mitanpackt. Mühevoll versuchen die Frauen den Betrieb aufrechtzuerhalten; dabei kommt es zu diversen Verwicklungen mit einem Investor und anderen Personen aus Katis Vergangenheit. Die Zukunft des Hofes steht auf der Kippe und die drei Frauen versuchen jede auf ihre Art ihr Bestes zu geben. Gleichzeitig geht Katis Berufs- und Privatleben bergab, doch auch hier läuft es nach dem Motto: "Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich bekanntlich woanders ein Fenster."
"Der Himmel über der Heide" ist ein kurzweiliger Frauenroman, der keine Langeweile aufkommen lässt. Sympathische Charaktere und ausführliche Landschaftsbeschreibungen bilden hier ein schönes Paket, das für angenehme Stunden sorgt. Am besten hat mir der Charakter des Pit gefallen, der stets optimistisch und gut gelaunt war und die allgemeine Stimmung auf dem Hof oftmals aufgeheitert hat.
Schön fand ich auch, dass ich beim Lesen nicht nur viele Dinge über die örtlichen Besonderheiten der Lüneburger Heide gelernt habe, sondern auch handwerkliche und kulinarische Aspekte vermittelt bekommen habe. Am Ende des Buches befindet sich sogar eine Rezepteliste mit Köstlichkeiten des Heidehofes.
Ein unterhaltsames Buch für einen schönen Sommertag im Gartenstuhl.
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