Produktbild: Portrait meiner Mutter mit Geistern

Portrait meiner Mutter mit Geistern Roman

51

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Abbildungen

mit 1 Stammbaum

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

396

Maße (L/B/H)

19,1/12,5/2,8 cm

Gewicht

387 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85133-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Abbildungen

mit 1 Stammbaum

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

396

Maße (L/B/H)

19,1/12,5/2,8 cm

Gewicht

387 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85133-9

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotionaler Generationsroman!

    . „Portrait meiner Mutter mit Geistern“ ist ein eindringlicher Generationsroman für alle, die dieses Genre lieben. Eine kraftvolle und zugleich berührende Erzählung, die zum Nachdenken einlädt und emotional tief bewegt… Uns auf eine Reise durch die Jahrzehnte schickt, in der Vergangenheit und Gegenwart, wo Erinnerungen und Geheimnisse miteinander verwoben sind. 4,5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Raisa wächst allein mit ihrer Mutter Martha auf. An ihren Vater hat sie keine Erinnerungen… nur seinen Namen. „Besser so“, sagt Martha. Doch als der Nachbarsjunge Mat verschwindet, beginnt Raisa Fragen zu stellen. Martha erzählt von ihrer Mutter Dina, von Lügen, die schützen – und solchen, die gefährlich werden. Von der großen Liebe ihres Lebens. Und von ihrem größten Verlust. . In „Porträt meiner Mutter mit Geistern“ begleiten wir Raisas Familie durch die Zeit… über Generationen hinweg, durch Jahrzehnte voller Umbrüche, Verluste und Erinnerungen. Unsere Reise führt uns zurück bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts und schließlich ins Jahr 2018. Es entfaltet sich eine große, vielschichtige Familiengeschichte, in der Erinnerungen, Emotionen, Geheimnisse, Traumata und der Glaube miteinander verwoben sind. . Besonders eindrücklich gelingt es der Autorin, das Schweigen der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen einzufangen. Jenes Schweigen, das so vieles unausgesprochen lässt und doch ganze Leben prägt. Ohne große Erklärungen wird spürbar, was sich hinter den Leerstellen verbirgt. Gerade dadurch wirkt die Geschichte so authentisch und entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. . Dieses Buch lässt sich nicht einfach schnell lesen. Es verlangt Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und immer wieder Momente des Innehaltens. Es lädt dazu ein, zwischen den Zeilen zu lesen und vielleicht auch die eigene Familiengeschichte mit neuen Augen zu betrachten. Was wurde verschwiegen? Was wurde weitergegeben, ohne jemals ausgesprochen zu werden? Und welche Spuren hinterlassen die Erfahrungen einer Generation in der nächsten? . Edels Erzählweise trägt dazu bei, dass die Vielzahl der Familienmitglieder nie überladen wirkt. Jede Figur besitzt ihre eigene Stimme, ihre eigene Geschichte und ihre ganz persönliche Atmosphäre. Der Sprachstil ist klar und zugleich feinfühlig, an manchen Stellen beinahe poetisch und passt dadurch wunderbar zu dieser Erinnerungsreise. Jeder Zeitabschnitt, jeder Ort und jeder Augenblick scheint seine ganz eigene Stimmung zu tragen. . Bewusst möchte ich an dieser Stelle wenig über den eigentlichen Verlauf der Geschichte erzählen, denn vieles würde an Wirkung verlieren, wenn man es vorweggenommen kennt. Dieses Buch sollte man meiner Meinung nach möglichst unvorbereitet aufschlagen und sich hineinziehen lassen in diese komplexe, manchmal schmerzhafte und zugleich zutiefst menschliche Familiengeschichte. . Eine kleine Einschränkung bleibt für mich dennoch… Im Verlauf der Geschichte wurden nicht alle Fragen beantwortet, die sich bei mir während des Lesens angesammelt haben. Trotzdem kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Vor allem all jenen, die sich für europäische Geschichte und intergenerationale Familiendynamiken interessieren, die sich auf Geschichten über Erinnerung und Vergangenheitsbewältigung einlassen möchten und tiefgründige, atmosphärische Literatur zu schätzen wissen.

  • Eva

    5/5

    18.08.2026

    Gebrauchtbuch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schweigen auflösen

    Die ersten Lebensjahre von Raisa sind die Wanderjahre, in denen ihre Mutter und sie ständig umziehen. Im Haus lauern einfach zu viele Erinnerungen, ein Koffer hingegen ist leicht. Jede Frau der Familie hatte einen gepackten Koffer unter dem Bett. Die Männer hingegen verschwinden seit den Zeiten der Urgroßmutter Dina. Sie sterben, bleiben zurück, oder es heißt, es gäbe keinen Vater. Wie bei Raisa. Mit Fotos, die im Keller auftauchen, werden die Fragen nach der Familie immer lauter, aber Raisa erhält keine Antwort. Als ihr bester Freund Mat verschwindet, beginnt ihre Mutter Martha, ihr Briefe zu schreiben. Es ist der einzige Weg, dem Unbenennbaren Worte zu geben. Portrait meiner Mutter mit Geistern verknüpft jahrzehntelange Zeitgeschichte mit persönlicher Familiengeschichte. Unter den Beziehungen der Mütter und Töchter liegt der Schmerz, das Schweigen, der Schrecken, die Angst. Im Schweigen der Nachkriegszeit lauern die Traumata, springen auf den Rücken des Angsttiers, das von Generation zu Generation weitergereicht wird. Scheinbar mühelos verwebt Rabea Edel Zeiten, Figuren, Erinnerungen, Erzählung, Briefe, Orte. Sie sammelt die Fragmente, die Skizzen, manchmal in schmerzhaft greifbaren Szenen, manchmal flüchtig, schemenhaft, und schreibt selbst die schönsten, bildreichsten, dichtesten Sätze. Die Bilder für das Schweigen werden groß und mächtig, fordern die Resilienz. Für Raisa wird die Sprache ein Zuhause, zeigt die Verbindungen, benennt die Traumata. Die Frage nach Heimat schwingt mit, Verlust, Wut, Angst und Rastlosigkeit. Immer wieder erklingt ein jüdischer Subtext, ohne die Hoheit über die Geschichte einzufordern. Rabea Edel erkundet eindrucksvoll, wie wir werden, wer wir sind, zeigt, wie das Große im Kleinen wirkt und findet Worte, die so schön sind, dass ihnen ein Denkmal gebührt. Die Leichtigkeit, mit der sie über das Schwere schreibt, nimmt dem Kummer den Schrecken, ermöglicht die Auflösung. Die Geister kommen mit, dürfen bleiben, dürfen sich verdichten. Portrait meiner Mutter mit Geistern ist anspruchsvoll, demütig, mutig und herausragend. Es setzt dem Schweigen eines Zeitalters die Resilienz, die Liebe und den festen Glauben daran entgegen, dass der Mensch alles leisten kann. Rabea Edel transferiert durchgehend den Inhalt in die Form. Mit klugen Worten und großen Bildern setzt sie den Frauen ein Denkmal, schafft eine Annäherung an das Unsagbare durch Sprache. Nur den ganz Großen gelingt es, das Hochkomplexe mühelos aussehen zu lassen, und Rabea Edel vollendet diese Kunst.

  • Bewertung

    5/5

    18.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Familienroman geprägt von Schweigen

    Kommunikation ist besonders in der Familie ein oft schwieriges Thema, wie erklärt man einem Kind etwas ? Was kann eine Mutter ihrem Kind erzählen? Was wird in der Familie verschwiegen? Worüber muss eine Familie sprechen? Die Kommunikation ist das Hauptthema in Rabea Edels Roman „Portrait meiner Mutter mit Geistern“. Noch bevor der Roman beginnt ist ein Stammbaum aufgezeichnet, der zunächst etwas verwirrend wirkt, im Roman allerdings doch eine Stütze gibt. Wer erzählt wem was über wen und viel wichtiger, wer weiß was über wen? Allerdings bleiben selbst im Stammbaum Fragen offen. Raisa lebt bei ihrer Mutter Martha und hat keine Erinnerung an ihren Vater. In Raisas Familie sind fast nur Frauen übrig, doch was ist mit den Männern? Die Männer bleiben das Mysterium, dass den Kern des Themas um die Kommunikation ausmacht. Die Geschichte beginnt 1989, allerdings wird im Roman häufig nach hinten gesprungen um Erklärungen zu liefen. Dieses Buch ist beeindruckend strukturiert und ein komplex geschriebener Familienroman über mehrere Generationen. Eine Empfehlung für Leser*Innen von anspruchsvollen Texten.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    20.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsichtbare Väter und schwarze Löcher

    Wie erkennt man wiederkehrende Muster in der eigenen Familiengeschichte? Nach unruhigen Wanderjahren zieht Raisa mit ihrer Mutter Martha in ein kleines Häuschen bei Bremerhaven, ihre Mutter ist dort in der Nähe aufgewachsen, Kontakt zu anderen Familienmitgliedern gibt es allerdings nicht. Auch ihren Vater kennt Raisa nicht. „Ich hatte nie die leiseste Erinnerung an meinen Vater. Nichts. Gar nichts. Da war nur ein dumpfes Gefühl, wenn ich an ihn dachte, (…).“ Das Mädchen beginnt, Fragen zu stellen, doch ihre Mutter hüllt sich in Schweigen, blockt alles ab und will nichts von ihrer Vergangenheit preisgeben. Im Laufe des Romans lernen wir mehrere Generationen von Frauen dieser Familie kennen, und es gibt einiges, das sich durch die Zeit zieht und wiederholt. Rabea Edel verknüpft die verschiedenen Erzählstränge nicht chronologisch miteinander, vielmehr hüpft sie durch die Zeiten und stellt die verschiedenen Frauen der Familie abwechselnd in den Mittelpunkt. Die dazugehörigen Männer und Väter sind selten da, meist verschwinden sie schnell und hinterlassen Leerstellen, die ähnlich wie schwarze Löcher Energien binden. Der einzige Mann, der einen den Frauen ebenbürtigen Platz in dieser Familienchronik innehat, heißt Jakob und lebt inzwischen als über Neunzigjähriger in New York. Die Autorin zeigt anhand von fünf Generationen die Brüche und schmerzhaften Umwälzungen, die das 20. Jahrhundert ausmachten, es geht um Flucht, Ausgrenzung, verlorene Träume und den Wunsch nach Selbstbestimmung. Die Sprache ist poetisch und leicht, man folgt Rabea Edel gern auf ihrer Reise durch Raum und Zeit und ist während der Lektüre immer wieder froh, dass es einen Stammbaum gibt – ich zumindest musste den häufiger konsultieren, um nicht im Geschehen verloren zu gehen, Schwindelgefühl inklusive. Laut Nachwort basiert der Roman auf einigen wahren Begebenheiten, doch für das Lesevergnügen ist es ganz und gar unwichtig, was von diesen familiären Puzzlestücken, die durch ein großes Schweigen zusammengehalten werden, wahr ist, denn der Roman ist in all seiner Komplexität und Poesie absolut empfehlenswert!

  • bookloving

    5/5

    16.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gespenster der Vergangenheit - eine eindringliche Familiengeschichte

    In ihrem neuen Roman „Portrait meiner Mutter mit Geistern“ erzählt Rabea Edel eine hochkomplexe und sehr bewegende Familiengeschichte, die sich über vier Generationen von Frauen erstreckt und in einem Zeitraum von vor dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart spielt. Edel erkundet eindringlich, wie die Schicksale der Frauen durch die vielschichtigen psychologischen Auswirkungen von Verlusten, Flucht, Kriegserfahrungen, gesellschaftlicher Zwänge und weiblichem Überlebenswillen sowie kollektiver Traumata geprägt wurden. Eindrucksvoll zeigt sie auf, wie ein fatales Geflecht aus Schweigen, verdrängten Erinnerungen und unsichtbaren Narben die labilen Familiendynamiken beeinflusst und unausgesprochene Traumata über mehrere Generationen weitergereicht werden. Jede dieser verschiedenen Frauenfiguren steht mit all ihren Verletzlichkeiten, belastenden Erlebnissen aber auch Stärken zugleich für eine bestimmte historische Epoche und die damalige Gesellschaft. Die Handlung ist nicht linear erzählt, sondern wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen und Erzählperspektiven. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Protagonistin Raisa, die versucht das hartnäckige Schweigen ihrer Mutter Martha über ihre unerzählte Vergangenheit zu durchbrechen und die vielen Familiengeheimnisse zu ergründen. Vor allem sucht Raisa nach Antworten über ihren Vater, der eine unerklärliche Leerstelle in ihrem Leben bleibt, und ihre eigene Herkunft. Neben den Perspektiven von Raisa, ihrer Mutter Martha, ihrer Großmutter Selma und der Urgroßmutter Dina gibt es auch einen weiteren Handlungsstrang mit Jakob, einem Jugendfreund von Selma, der im Jahr 2014 in New York versucht seine Lebenserinnerungen endlich aufzuschreiben, um so das quälende, lebenslange Schweigen zu brechen. Die hochkomplexe, fragmentarische Erzählweise führt oftmals zu Verwirrung und erfordert beim Lesen höchste Aufmerksamkeit. Statt ausführlicher Beschreibungen konfrontiert die Autorin uns neben zahlreichen Zeitsprüngen mit schlaglichtartigen Episoden und vielen Leerstellen, so dass wir stets herausgefordert werden, selbst Verbindungen herzustellen und zwischen den Zeilen zu lesen. Auch Emotionen werden eher angedeutet als explizit beschrieben, wodurch eine gewisse Distanz zu den Figuren entsteht und Raum für eigene Interpretationen lässt. Als äußerst hilfreiches Orientierungsmittel findet sich auf den Vorsatzseiten ein Familienstammbaum, so dass man das kaleidoskopische Figurenensemble besser zuordnen kann. Geschickt wechselt Edels Schreibstil zwischen gelungener poetischer Verdichtung, nüchternen Passagen und beklemmender Sprachlosigkeit. Edel macht in ihrem Roman auf beeindruckende Weise deutlich, wie sehr persönliche Biografien mit dem zeitgeschichtlichen Kontext – insbesondere dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit - verwoben sind, aber auch wie sich intergenerationale Muster durch die gesamte Familiengeschichte ziehen und schließlich durchbrochen werden können. Sie zeigt eindrucksvoll auf, wie die Sprachlosigkeit als Überlebensstrategie und Schutz innerhalb Raisas Familie nicht nur persönliche Beziehungen belastet, sondern auch die eigene Gesundung und Selbstfindung behindert. Die verwobenen Schicksale von Dina, Selma, Martha und Raisa bilden ein faszinierendes Puzzle, bei dem sich wiederholende Muster wie verstorbene Babies oder abwesende Väter als traumatisches Erbe durch die Generationen ziehen. Sie vermittelt eindrücklich, wie schwer es ist, Wahrheiten zu tragen, die nie ausgesprochen wurden und generationenübergreifende Ängste endlich zu artikulieren. Nach und nach entblättert sie geschickt die Ambivalenz der familiären Narrative, so dass wir die vielen Fragmente der erschütternden Familiengeschichte schließlich rekonstruieren können. Zum Ende hin verdichtet Edel ihre Handlungsstränge zunehmend und führt diese stimmig zusammen. Dennoch bleiben etliche Handlungsfäden – ganz wie im wirklichen Leben - offen zurück und regen zu eigenen Deutungen an. So endet der Roman mit einem versöhnlichen Ausblick. Das Erbe belastender Erinnerungen sollte nicht nur als Last gesehen werden, sondern auch als Chance für einen Neuanfang. Indem wir die Geister der Vergangenheit bewältigen, eröffnen wir uns die Möglichkeit, diese Erfahrungen für persönliches Wachstum und eine hoffnungsvolle Zukunft zu nutzen. FAZIT Ein beeindruckender Familienroman voller poetischer Tiefe und ein eindringliches Porträt einer Familie, die über Generationen hinweg von Schweigen und Traumata geprägt wird. Eine anspruchsvolle und faszinierende Lektüre, die berührt und nachhallt!

Kundinnen und Kunden meinen

5

26

4

21

3

2

2

2

1

0

Bewertungen (51)

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Portrait meiner Mutter mit Geistern