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Alex Capus

1. Querfeldein

Querfeldein

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

539

Gesprochen von

Alex Capus

Spieldauer

7 Stunden und 10 Minuten

Erscheinungsdatum

29.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844557213

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

539

Gesprochen von

Alex Capus

Spieldauer

7 Stunden und 10 Minuten

Erscheinungsdatum

29.07.2026

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844557213

Herstelleradresse

Hoerverlag DHV Der
Lindwurmstraße 88
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bücherfreundin

    5/5

    23.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsame Lektüre

    In seinem aktuellen Roman "Querfeldein" erzählt der Schweizer Schriftsteller Alex Capus eine Geschichte, die vor mehr als hundert Jahren im kleinen Schweizer Bauerndorf Ramsen spielt, im Kanton Schaffhausen, nah der deutschen Grenze. Arnold ist noch keine dreißig, als er seine Schenke "Zur Moskau" eröffnet. Das Geld für den Bau hat er sich verdient, indem er seit seinem 15. Lebensjahr jahrelang als Hilfsarbeiter tätig war. So eignete er sich unterschiedliche Kenntnisse an, die für den Bau des Gasthofs nützlich waren. In einem Spielcasino gewinnt er fast 500.000 Mark und ist mit 27 Jahren ein reicher Mann. Die Eröffnung des Gasthofs wird ein Großereignis für das ganze Dorf, und fortan ist dort immer viel Betrieb, auch für Schmuggler, Hehler und Schlepper wird er zum Stammlokal. Im Januar 1902 taucht eine Frau auf einem Brabanter auf, hinter sich einige Fohlen, die sie auf dem Viehmarkt verkaufen möchte. Sie heißt Betty und kehrt bei Arnold ein. Die beiden werden ein Paar, nach 4 Monaten folgt die Hochzeit, bald schon wird die kleine Clara geboren. Es folgen sieben weitere Kinder, zwei davon sterben früh. Bis auf Clara verlassen die übrigen Kinder früh das Elternhaus. Das Leben der Familie ändert sich, als Clara sich in den Schmuggler Hermann verliebt, der sich auf der Flucht vor den Nationalsozialisten befindet. In gewohnt lebendiger Sprache und mit feinem Humor erzählt der Autor Arnolds Lebensgeschichte über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren. Die teilweise recht eigenwilligen Charaktere sind hervorragend skizziert. Meine Lieblingsfigur ist der sympathische und patente Arnold, der ein großes Herz hat und seiner Frau ihre Eskapaden verzeiht. Betty ist eine sehr selbstbewusste Frau, die ihren Weg geht und dabei ihren Sehnsüchten folgt. Ein sehr spezieller Charakter ist die beherzte Clara, die wie ihre Mutter über einen großen Freiheitsdrang verfügt. Auch Hermann ist sehr gut gezeichnet, mit seiner freundlichen und zupackenden Art gewinnt er Claras Herz, auch ihre Eltern schätzen den jungen Mann.   Der erste Teil des Buches fesselte mich, im zweiten Teil wurde es dann richtig spannend. Dieser Teil basiert auf der wahren Geschichte des 24-jährigen arbeitslosen Hermann Weber, der im Sommer 1933 Zucker, Kaffee und kommunistische Propagandaschriften über die deutsch-schweizerische Grenze schmuggelte. Seine Entführung durch die Nationalsozialisten löste heftige Proteste der Schweiz gegen das Deutsche Reich aus. Alex Capus beherrscht die Kunst des Erzählens, und wie schon in "Königskinder" und in "Susanna" ist es ihm wieder einmal hervorragend gelungen, historische Fakten und Fiktion zu einer spannenden Geschichte zu verbinden. Ich habe "Querfeldein" sehr gern gelesen und mich bestens unterhalten gefühlt. Absolute Leseempfehlung!

  • Jürg Stocker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Querfeldein oder über Stock und Stein

    Eine Geschichte, die auch verfilmt werden könnte. Zum Inhalt: Und tatsächlich beruht die Geschichte auf wahren Begebenheiten. Alles beginnt im Gasthof «zur Moskau» in Ramsen, der 1852 von Bauer Gnädinger scherzhaft so genannt wurde – in Anlehnung an das Nachbarhaus «Petersburg». Der Weiler heisst noch heute «Moskau», das Restaurant inzwischen «Hegau». In dieses Szenario packt Capus eine wahre Schmugglergeschichte. Im Zentrum steht Arnold, der bei einer Versteigerung sechs Hektaren Land erwirbt und darauf besagtes Wirtshaus unmittelbar an der schweizerisch-deutschen Grenze errichtet. Trotz seiner Behinderung hilft er den verschiedenen Handwerkern tatkräftig mit. Geldnot oder Geldgier treiben ihn nicht an. Vielmehr ist es durchaus kurios, wie ein einfacher Strassenpflästerer überhaupt zu einem solchen Vermögen kam. In seiner Jugend begleitete Arnold seinen Vater bei dessen monotoner Arbeit in der Fabrik. «Soll das mein Leben sein, nur um Geld zu verdienen?» Eine Mischung aus Ekel und Zukunftsangst beschäftigt ihn. Später heiratet er Betty, eine durchaus skurrile Person. In rascher Folge bekommen sie acht Kinder. Die erstgeborene Tochter Clara ist frühreif und intelligent, auf ihre Art aber ebenso skurril wie ihre Mutter. Sie verliebt sich in Hermann, einen Landstreicher und Schmuggler. Dieser gerät in die Hände der SS, die ihn aus seinem Versteck in Ramsen nach Deutschland verschleppt und einsperrt. Das Ende sei hier nicht verraten. Zitat: «Man nahm ja niemandem etwas weg, man gab nur jemandem etwas nicht. Dieser Jemand war der Staat…» Meine Eindrücke: Capus beschreibt seine Protagonisten charakterlich ausgezeichnet. Seine Schreibweise ist flüssig, die Geschichte ausgesprochen bildhaft erzählt. Man kann sich die Handlung geradezu als Film vorstellen. Allerdings scheint mir das Ende nicht wirklich gelungen. Mein Fazit: Es verwundert mich nicht, dass «Querfeldein» in den Charts ganz oben anzutreffen ist. Capus erzählt eine aussergewöhnliche Geschichte leicht, bildhaft und mit viel Gespür für seine Figuren. Einzig das Ende vermochte mich nicht ganz zu überzeugen. Trotzdem: ein Buch, das ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann.  

  • Bewertung

    aus Bielefeld

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tiefsinnig und leicht lesbar

    Arnold wächst in einem schweizer Dorf nahe der deutschen Grenze auf. Bereits in seiner Jugendzeit war er ein unruhiger Geist, er wollte die Welt erleben und arbeitete so in verschiedenen handwerklichen Berufen immer nur für ein halbes Jahr. Bis er als Pflasterer sich auf Knien zum Kasino in Baden-Baden vorarbeitete und seinen Lohn beim Roulette setzte. Er gewann viel Geld und beschloss, es in einen Gasthof zu investieren. Das Wirtshaus zur Moskau war stets gut besucht und als er Betty traf, sie heiratete und mit ihr 8 Kinder bekam, blieb er dort. Auch Betty hatte einen Hang nach Freiheit und besonders ihre älteste Tochter, die „verrückte“ Clara, streunte bereits als Kind tageweise umher. In der Schweiz hörte man bereits von den Veränderungen in Deutschland, die 1933 immer intensiver wurden. Hermann Weber, ein Schmuggler, hat es noch so gerade über die Grenze geschafft. Der kräftige und zupackende Hermann fand einen Platz in der Wirtschaft und in Claras Herzen bis er von Nazischergen zusammengeschlagen und über die Grenze nach Deutschland verschleppt wurde. Die politischen Verwicklungen bezüglich Hermann Weber sind historisch belegt, die Liebesgeschichte fiktiv. Neben dieser echten Geschichte gefällt mir an dem Roman die Schreibweise und Wortwahl, die liebevolle Beschreibung der Charaktere und Eigenheiten der Dorfbewohner und die Landschaft und die besonderen Herausforderungen im Grenzbereich zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein tiefsinniger Roman der leicht lesbar ist.

  • Bewertung

    aus Lauffen

    5/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alltägliche und außergewöhnliche Ereignisse an der Schweizer Grenze

    Worum geht es in dem Buch? Arnold ist in Ramsen, einem Dorf in der Schweiz, direkt an der deutschen Grenze nicht weit vom Bodensee, aufgewachsen. In den 1920er-Jahren eröffnet er dort einen Gasthof, den er „zur Moskau“ nennt. Der Gasthof entwickelt sich gut, er wird zur Stammkneipe für viele. Eines Tages lernt Arnold Betty kennen und lieben. Sie heiraten und bekommen acht Kinder, von denen zwei jung sterben. Als Erwachsene ziehen fünf der Kinder aus – nur Clara, die Älteste, bleibt. Sie liebt das Landleben und macht sich nützlich. Als sie Hermann, einen Schmuggler, kennen lernt und sich in ihn verliebt, geschehen spannende Ereignisse. Meine Meinung zu diesem Buch: Der Autor hat wahre Ereignisse zu einem Roman verarbeitet. Dieser liest sich teilweise trocken, aber auch amüsant, weil es immer wieder lustige Passagen gibt. Beispielsweise, wenn ausführlich beschrieben wird, wie ein Zollbeamter eine Figur für seinen Neffen schnitzt und welche Überlegungen er währenddessen anstellt. Die drei Hauptpersonen Arnold, Betty und Clara sind teilweise etwas schrullig, jedoch auch immer wieder liebenswert. Andere Personen sind Nebenfiguren, wie zum Beispiel auch die so genannten „Witzbolde“. Das sind wohlhabende, auch etwas eingebildete Herren, die namentlich nicht genannt werden. Sie schauen auf Arnold herab, sind aber auch Gäste in seinem Gasthof „zur Moskau“. Ich habe mich lange Zeit gefragt, worauf das Buch hinauswill. Die Lösung kommt am Schluss – und hat damit zu tun, was Leute machen, die ihre Befugnisse überschreiten. Da ich selbst schon in Ramsen war und die Gegend um den Bodensee gut kenne, hat mich das Buch interessiert. Wer einen gut geschriebenen historischen Roman, der auf Tatsachen beruht, lesen will und sich für die genannte Gegend interessiert, sollte dieses Buch lesen. Ich vergebe fünf Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsam und kurzweilig

    Mit "Querfeldein" schuf Alex Capus ein kurzweiliges und oft amüsantes Buch, dass einem zeigt, dass es oftmals nicht "den einen richtigen" Weg gibt, sondern eine Person bzw. eine Familie den für sie richtigen Weg finden muss. Von Bau seiner Gastwirtschaft bis ins hohe Alter begleiten wir Arnold auf seinem Weg vom zielstrebigen Junggesellen zum erfolgreichen Gastwirt zum alt werdenden Familienvater. Die teils kauzig-verschrobenen Charaktere wie z. B. der Schildermaler Sepp machen die Geschichte lebendig, weil sie an Menschen erinnern, wie es sie in jedem Ort gibt. Urig, anders als die anderen und doch nicht wegzudenken aus der Gemeinschaft. Interessant ist meines Erachtens die Verknüpfung zwischen Erzählung und historischem Kontext. Fazit: ein angenehm zu lesendes und unterhaltsames Buch, dass zum Nachdenken anregt.

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