120 Jahre Menschheitsgeschichte durch die Augen einer klugen Katze.
Edinburgh, 1902: Grimalkin ist ein viktorianischer Hauskater, der eine außerordentliche Beobachtungsgabe besitzt. Durch einen unglücklichen Vorfall stirbt er, doch zum Glück hat er seine neun Leben nicht verbraucht. Deshalb wird er zur Geisterkatze und darf mit seinen verbliebenen Leben zum Zeitzeugen der folgenden 120 Jahre werden. Unsichtbar streift Grimalkin umher und bringt in seiner unvergleichlichen Erzählung Enthüllungen über unsere banale menschliche Existenz, den unaufhaltsamen Lauf der Zeit sowie die wahre Größe der Katzen ans Licht.Ein verzauberndes, humorvolles Buch, das zum Nachdenken anregt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
MiLi
aus G
5/5
18.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aus der Sicht des Katers Grimalkin
Edinburgh, 1902:
Der viktorianische Hauskater Grimalkin hat eine außerordentliche Beobachtungsgabe.
Ein unglücklicher Vorfall und er stirbt, allerdings hat er seine neun Leben noch nicht verbraucht. Somit darf er als Geisterkatze seine verbliebenen Leben verbrauchen. Er wird zum Zeitzeugen der folgenden 120 Jahre. Unsichtbar streift umher und erzählt seine Erlebnisse.
Als Katzenfan war dieses Buch für mich ein absolutes Muss.
Ich befand mich sofort in der Geschichte. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und fließend. Zudem wurde sehr gut recherchiert. Mir persönlich hat sehr gut gefallen wie Grimalkin die verschiedenen Jahre beschreibt und welche Entdeckungen es gab. Ich konnte Grimalkin und den Charakteren zu jeder Zeit folgen. Es ist zwar kein richtiges historisches Buch , allerdings fand ich es toll , dass der Autor hier viele geschichtliche Dinge eingebunden hat. Geschichtsunterricht auf verzaubernde humorvolle Art. Auch sieht man hier wie evtl ein Katze über uns Menschen denken würde und das brachte mich mehrmals zum schmunzeln. Grimalkin habe ich als Hauptcharakter sofort ins Herz geschlossen und habe mehrmals mit ihm mitgetrauert. Zudem fordert es manchen Leser vielleicht zum Nachdenken auf , Tiere sehen Dinge anders als Menschen. Alles in allem für mich ein gelungenes Buch. Deshalb gibt es von mir eine klare Empfehlung zum lesen und mit Grimalkin auf die Reise zu gehen.
Bewertung
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf Samtpfoten durch die Epochen
„Die Geisterkatze“ war für mich wie eine Schachtel feiner Pralinen – jedes Kapitel ein kleiner Genuss, den ich mir ganz bewusst auf der Seele habe zergehen lassen.
Nachdem der Hauskater Grimalkin 1902 in Edinburgh stirbt, erhält er acht weitere Leben als Geist: zwei weitere als Haustier, drei als Streuner, drei als Spieler. Am Ende jedes Kapitels bzw. jeder Epoche gibt es eine kurze Zusammenfassung zur Inneneinrichtung, den Menschen, denen er begegnet ist, neuen Technologien und dem jeweiligen Monarchen/der jeweiligen Monarchin – ein schönes Detail, das die Zeitreisen noch greifbarer macht.
Der geistreiche, unterhaltsame Erzählstil, die lebendige Atmosphäre der verschiedenen Epochen (1902–2022), die treffenden Schilderungen typischer Katzeneigenheiten und die herzerwärmenden Momente haben mich begeistert. Grimalkin wirkte auf mich wie ein vorwitziges, kluges Kind: gutherzig, verspielt, aber durchaus bereit, „seine Krallen zu zeigen“, wenn er etwas beobachtet, das ihm gegen den Strich geht. Die Epochen, in denen er als „Poltergeist“ Unfug treiben, helfen und für Gerechtigkeit sorgen konnte, haben mir am besten gefallen.
Als Katzenliebhaberin habe ich oft das Gefühl, dass Katzen wissende Wesen sind, die viel zu erzählen hätten, wenn sie sprechen könnten – dieses Buch kommt dem für mich sehr nahe. Grimalkins kluge, manchmal freche Gedanken über den Zeitgeist, die Menschen, denen er begegnet, und seine Interaktionen mit ihnen sowie anderen Katzen sind bewegend, lustig und immer „katzenlogisch“.
Die Kapitel funktionieren wie abgeschlossene Kurzgeschichten, gleichzeitig ziehen sich mehrere rote Fäden durch Grimalkins Geisterdasein. Das bittersüße, leicht mysteriöse Ende passt wunderbar zur vorherigen Handlung und hinterlässt ein rundes, stimmiges Gefühl.
Rain
Thalia Book Circle Community
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Kater reist durch die Zeit
Wir schreiben das Jahr 1902. Ein gesitteter und wohlsituierter Hauskater, der auf den Namen Grimalkin hört, stirbt in seinem geliebten Haus nach 15 schönen Jahren. Doch er landet bei einer Sith-Katze in einer Zwischenwelt, die ihm gewährt, seine verbliebenen Leben ihm doch noch als Spukkater zu gewähren. Grimalkin möchte nicht einfach so sang- und klanglos verschwinden und entscheidet sich, das Angebot der unheimlichen Katze anzunehmen. Und so durchwandert er 120 Jahre, immer eingefasst in kleine Kurzgeschichten, die sich miteinander verbinden. Dabei blickt der Kater teils schwermütig und doch amüsant auf die Menschheitsgeschichte, bei der ich selbst reflektierte, dass sich so viel verändert hat.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Grimalkin sorgt für einige Lacher, ist urkomisch, ohne das zu merken und spiegelt die Charaktereigenschaften einer stolzen Katze mit einer Leichtigkeit wider, die sehr unterhaltsam ist.
Als Baby wurde er von der Eilidh gerettet, die damals selbst noch ein Kind war, und die auch in dem Haus, in dem er residierte, arbeitet. Man spürt schon auf den ersten Seiten, wie sehr die beiden aneinander hängen. Die Geschichte ist somit auch eine Liebeserklärung zwischen Haustier und Mensch.
Der Autor hat die Eigenarten einer Katze perfekt eingefangen. Zudem gelingt es ihm, die Errungenschaften der Menschheit (mit kleinen Fußnoten belegt, sodass man noch das Wissen auffrischen kann), in Kürze einzufangen. Er verbindet Realität mit Fiktion, ohne zu viel aufzutragen. Und selbst mit den Anschnitten in verschiedene Epochen ist alles detailreich beschrieben und geistig vorstellbar.
Und auch Dinge, die es lieber nicht geben sollte, wie Krieg, finden Erwähnung. Zudem erinnerte mich die mächtige Sith-Katze an Animes, in denen solche Katzengötter immer wieder für weise Worte und Unruhe sorgen.
Bittersüß erzählt Alex Howard aus dem Leben und dem Herumgeistern einer Katze, die versucht, sich die Wärme zurückzuholen, die sie einst umgab, aber die am Ende zugeben muss, dass nicht alles umkehrbar ist.
Nur der Moment zählt.
Zu Herzen gehend, historisch spannend, witzig und außergewöhnlich.
5 Katzenpfoten-Sterne.
Sagota
Thalia Book Circle Community
4/5
03.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zeitreise durch 120 Jahre Geschichte - durch die Augen eines Katerss
“Die Geisterkatze” von Alex Howard erschien (HC, geb., 303 S.) im Verlag blanvalet. Die Idee zum Roman, der in Edinburgh im Zeitraum zwischen 1902 und 2022 verortet ist, gefiel mir ebenso wie das Cover, da es sich um meine absolute Lieblingsstadt handelt - und auch Katzen sehr mag (allerdings dachte ich bisher, dass sie 7 Leben haben; der Autor hat Grimalkin, Hauptprotagonist und Erzähler, den Kater, der uns durch die Geschichte führt, mit 9 Leben ausgestattet).
Edinburgh, 1902
“Grimalkin ist ein viktorianischer Hauskater, der eine außerordentliche Beobachtungsgabe besitzt. Durch einen unglücklichen Vorfall stirbt er, doch zum Glück hat er seine 9 Leben nicht verbraucht. Deshalb wird er zur Geisterkatze und darf mit seinen verbliebenen Leben zum Zeitzeugen der folgenden 120 Jahre werden. Unsichtbar streift Grimalkin umher und bringt in seiner unvergleichlichen Erzählung Enthüllungen über unsere banale menschliche Existenz, den unaufhaltsamen Lauf der Zeit sowie die wahre Größe der Katzen ans Licht.” (Quelle: Buchrückentext des Verlages)
Meine Meinung:
Der Roman ist ein interessanter, nachdenklich stimmender, aber auch humorvoller Streifzug über 120 Jahre Menschheitsgeschichte durch die Augen des klugen Grimalkin, der das Glück hatte, in einem Stall als junges Kätzchen von Eilidh, einem jungen Mädchen, das als Hausmädchen in 7/7 Marchmont Crescent, Edinburgh, arbeitet, gefunden zu werden. Nachdem er stirbt, wird ihm von Cat-Sith (wobei märchenhafte Elemente ins Spiel kommen) der Vorschlag gemacht, dass er weitere Leben haben könne und da Grimalkin abenteuerlustig ist, werden ihm diese geschenkt - 3 zum Bleiben, 3 zum Streunen und 3 zum Spielen. Letztere als Poltergeist; bei den anderen nimmt die Umwelt ihn nicht wahr (bis auf Katzen, die den “7. Sinn haben” und durchaus spüren, wenn eine Veränderung eintritt.
Grimalkin führt uns nun immer dann, wenn er ins nächste Leben “erwacht” als Geisterkatze, in ein bestimmtes Jahrzehnt, durch die viktorianische Zeit in Edinburgh und es kommt zu interessanten Begegnungen; etwa dem Erfinder von Peter Pan, der Entwicklung vom Gaslicht zur Elektrizität, der Erfindung von Penicillin, in dessen Entwicklung, die Millionen von Menschen seither das Leben rettete, eine gewisse Abigail Rockefeller nicht unbeteiligt gewesen sein soll, die im Haus der Familie einen Ring mit einem rosa Diamanten verliert, der von nicht unbeträchtlichem Wert ist und dessen Verschwinden in einer Fußbodenritze dem schlauen Kater natürlich nicht entgangen ist.
Wir begleiten Grimalkin durch die Weltkriege und die Nachkriegszeit; schmunzeln über seine Äußerungen zum jeweiligen “Mobiliar” und noch mehr im Jahr 1969, als er die Bekanntschaft eines Staubsaugers macht und diese Zeit der Beatles und anderen Beatbands ihm viel zu schrill, grell und laut ist und die auch mit der Mondlandung zusammenfällt, die die Menschheit feiert. Im Jahr 1997 erwacht Grimalkin in einer WG, die alle Wände bunt anstrich und in der Amelia und Rupert, Sprosse aus reichen Familien mit Hannah aus Dorset wohnen, die sehr unglücklich, neu in der Stadt ist und mit dem Reichtum vieler anderer Studenten nicht mithalten kann: Wäre da nicht Grimalkin gewesen…
Im letzten “Spuk” (2022) sind wir mitten in der Pandemiezeit und der Kater registriert, dass eine junge sympathische Familie eingezogen ist, die die alten Wohnverhältnisse und Schönheiten wiederherstellt (die Edi Press und die alten Türklinken aus Messing, die der ‘Messingmann’, der bald Vater wird, mit dem Mittel poliert, dessen Geruch Grimalkin aus alter Zeit wohlbekannt ist. Hier lebt auch eine kleine Schildpattkatze, vielleicht eine UrUrUrUr-Enkelin Grimalkins? In dieser Zeit stirbt Elizabeth II. und Grimalkin spürt, dass er müde wurde über all’ den neuen Eindrücken und den vielen Leben als Geisterkatze. Er wünscht sich, seinem oft einsamen Dasein entfliehen zu können und nur noch zu schlafen, was ihm wenig später gewährt wird..
Der Stil des schottischen Autors ist atmosphärisch und bildhaft; durchsetzt mit Humor, bei dem Schmunzelfaktor garantiert ist, aber auch manchem, das nachdenklich macht. Wenn es etwa um den “Hunger des Menschen nach Geld” geht, das unsere Zeit sehr prägt, wie ich meine. Besonders gefielen mir das Insider-Wissen zu Wohnungen in Edinburgh (EdiPress, Box Rooms, Polizeizellen, Briefkasten-Krieg in den 50er Jahren bis hin zu “Ingin Johnny” - den saisonalen Zwiebelverkäufern aus der Bretagne z.B.). Dies hat mein eigenes Wissen über diese wunderschöne Stadt mit jeder Menge (teils schauriger) schottischer Geschichte sehr bereichert! Aus der schönen Danksagung des Autors geht hervor, dass er so einiges mit dem ‘Messingmann’ gemeinsam zu haben scheint und hoffe auf weitere Romane von ihm.
Fazit:
Interessante Streifzüge durch 120 Jahre Menschheitsgeschichte durch die Augen eines klugen Katers, der sich zuweilen (nicht unberechtigt) über die Spezies Mensch wundert. Eine unterhaltsame, fantasie- und humorvolle, aber auch durchaus nachdenklich stimmende Zeitreise. Von mir gibt es eine Leseempfehlung an alle LeserInnen, die die schottische Hauptstadt (ebenfalls) sehr mögen und auch ein Faible für Katzen haben - oder sich beides durch diesen kulturell und historisch interessanten Roman erschließen wollen! 4*
Vanessa
4/5
01.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zeitreise durch 120 Jahre - miau
Meine Meinung
„Die Geisterkatze“ von Alex Howard ist ein ungewöhnlicher Roman, weil die Geschichte aus der Sicht der Katze Grimalkin erzählt wird - und ich liebe Katzen und musste natürlich das Buch demnach unbedingt lesen. Nachdem Grimalkin 1902 in Edinburgh stirbt, kehrt er als Geisterkatze zurück und erlebt mit seinen weiteren Leben, wie sich ein Haus, seine Bewohner und die Welt über rund 120 Jahre verändern- und das ist ganz schön abenteurlich.
Besonders gefallen hat mir eben vor allem diese ungewöhnliche Perspektive. Durch Grimalkins Augen werden historische Ereignisse und gesellschaftliche Veränderungen auf eine super humorvolle, manchmal aber auch melancholische Weise betrachtet. Diese Mischung schafft der Autor wirklich hervorragend. Gleichzeitig ist Edinburgh ein wichtiger Teil der Geschichte und sorgt für eine besondere Atmosphäre.Ich war selbst schon mal in Edingburgh (sehr empfehlenswert) und fand es toll, darüber zu lesen.
Allerdings hat das Buch für mich auch einige Schwächen. Die einzelnen Leben von Grimalkin wirken teilweise eher wie kurze Episoden. Dadurch bleiben manche Figuren und Situationen etwas oberflächlich. Dafür gibts einen Stern Abzug.
Trotzdem fand ich die Grundidee interessant und außergewöhnlich. Die Mischung aus Geschichte, Humor, Fantasy und der besonderen Beziehung zwischen Mensch und Tier macht „Die Geisterkatze“ zu einem Buch, das etwas anders ist als viele andere Romane.
Klappentext
Edinburgh, 1902: Grimalkin ist ein viktorianischer Hauskater, der eine außerordentliche Beobachtungsgabe besitzt. Durch einen unglücklichen Vorfall stirbt er, doch zum Glück hat er seine neun Leben nicht verbraucht. Deshalb wird er zur Geisterkatze und darf mit seinen verbliebenen Leben zum Zeitzeugen der folgenden 120 Jahre werden. Unsichtbar streift Grimalkin umher und bringt in seiner unvergleichlichen Erzählung Enthüllungen über unsere banale menschliche Existenz, den unaufhaltsamen Lauf der Zeit sowie die wahre Größe der Katzen ans Licht.
Über den Autor
Alex Howard ist als Autor, Redakteur und beim Theater tätig. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau Ellie, seinem Sohn Sasha und seiner Katze Tabitha in Edinburgh, wo er neben dem Schreiben bei Capital Theatres arbeitet und seine Wohnung renoviert. Über dieses Thema sowie über seine Bücher berichtet er auf TikTok, wo ihm fast 300.000 begeisterte Follower*innen zusehen.
Quelle: Verlag / vlb
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