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Bestseller
Artikelbild von Broder
Dörte Hansen

1. Broder

Broder Roman - Der Nummer 1 Bestseller

Gesprochen von
23

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5

Gesprochen von

Dörte Hansen

Spieldauer

5 Stunden und 41 Minuten

Erscheinungsdatum

09.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783759903532

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5

Gesprochen von

Dörte Hansen

Spieldauer

5 Stunden und 41 Minuten

Erscheinungsdatum

09.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783759903532

Herstelleradresse

Random House Audio
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Gela

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.09.2026

    Hörbuch (Audio)

    Vater, Sohn und heiliger Hof – Bis der Tod sie scheidet

    Es ist eine Geschichte, die man beendet, aber nicht einfach hinter sich lässt. Zugeklappt bedeutet hier nicht vergessen. Die Familie Bahnsen wird mich noch etwas länger begleiteten. Es fühlte sich an, als wäre ich auf dem Bahnsenhof zu Besuch gewesen und müsste mich nur wieder ins Auto setzen, um zu ihnen zurückzukehren. Die Zwillingsbrüder Broder und Henning sind immer sehr gut miteinander ausgekommen, bis der elterliche Hof an einen von ihnen übergeben wird. Es ist nicht Broder, der den „Kuhverstand“ vom Vater geerbt hat, sondern Henning, der technischen Fortschritt auf den Hof bringen will. „Zu zweit sind sie am besten, und das wissen sie. Nur geht es manchmal nicht zusammen.“ Broder geht nach Frankreich, wird Tierarzt und kommt zurück, denn er kann seiner Familie nicht einfach den Rücken kehren, wenn sie ihn am dringendsten braucht. Als Bruder merkt er auch, dass Henning langsam den Bogen überspannt und vor lauter Gewinnoptimierung die Kontrolle über sich und den Hof verliert. Dörte Hansen erzählt mit großer Klarheit von Tradition und Fortschritt, von familiärer Nähe und verletzender Rivalität, von wirtschaftlichem Druck, Verlusten und der Frage, wie wir mit Tieren umgehen. Der Bahnsenhof wird dabei zu einem Mikrokosmos, in dem sich die großen Probleme unserer Zeit spiegeln: Was ist ein Tier wert? Wo endet Verantwortung? Und wie lange kann ein System funktionieren, wenn nicht mehr das Lebewesen, sondern ausschließlich die Leistung zählt? Verständnisvoll blickt die Autorin auf die Menschen und verurteilt nicht vorschnell, sondern zeigt die Zwänge, unter denen Landwirte leben: Wetter, Preise, Schulden, Krankheiten und persönliche Schicksalsschläge. Ertrag kommt vom Ertragen – mit diesem Satz wachsen die Brüder auf. Und tatsächlich besitzen alle Figuren eine spürbare Resilienz. Sie werden getroffen, verlieren Menschen, Tiere und Sicherheit, aber sie machen weiter. Aufgeben scheint keine Option zu sein. Dörte Hansen gibt besonders den Frauen im Dorf eine eigene Stimme. Denen, die die Regeln kennen und ertragen. Frauen halten Familien zusammen und tragen oft mehr, als nach außen sichtbar wird, denn sie sind das Gerüst, das viele Familien und das ganze Dorf zusammenhält. „Man brauchte nur den Schweiß zu sehen, das feine Rinnsal, das aus den tadellos frisierten Haaren in die Blusenkragen lief, die Flecken unter ihren Armen, um zu wissen, dass es Knochenarbeit war, kein Spiel.“ Die Beschreibungen der Ställe, der Tiere und des Tierarztalltags sind so präzise, dass man den Stallgeruch selbst wahrnimmt. Bei einer Textpassage im Reitstall, in der Broder ein 18-jähriges Schulpferd behandelt, musste ich mit den Tränen kämpfen. Es ist nur schwer zu ertragen, wenn ein Tier von Menschen, die es eigentlich lieben, falsch behandelt und förmlich „kaputtgeliebt“ wird. Diese Szene hat mich tief getroffen und mir erneut vor Augen geführt, wie leicht sich vermeintlich fürsorgliche Liebe in Misshandlung verwandeln kann. Ich bin sehr froh, mich für das Hörbuch entschieden zu haben. Dörte Hansen erzeugt mit ihrer eigenen Sprache eine ganz besondere Nähe zu ihren Figuren. Einige Abschnitte habe ich auf dem Fahrrad zwischen Getreidefeldern gehört und dadurch noch unmittelbarer gespürt, worum es in diesem Roman geht: um Natur, Veränderung, Verantwortung und die Frage, wie wir leben wollen. Die stillen Betrachtungen über die Jahreszeiten und der Flug der Reiher bilden einen wunderschönen Gegenpol zu den menschlichen Konflikten. Während wir leiden, kämpfen und Entscheidungen treffen, ziehen die Jahreszeiten weiter. Die Reiher kehren zurück. Nicht ohne Grund ziert einer von ihnen das Cover. Für mich ist dieser Roman ein kleines Juwel. Ein kluger, aufwühlender und unglaublich bildstarker Roman über Familie, Landwirtschaft, Tierwohl, Verantwortung und die Grenzen unseres Optimierungswahnsinns.

  • musicartsandbooks

    5/5

    09.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende norddeutsche Familiengeschichte

    Was wäre gewesen, hätte Broder einige Sekunden früher das Licht der Welt erblickt? Er ist der zweitgeborene Zwilling und so erbt sein Bruder Henning den Hof. Henning, der ursprünglich ganz andere Träume hatte, führt nun einen Hochleistungsmilchbetrieb und Broder, der Jüngere mit dem richtigen Kuhverstand, verbringt mehrere Jahre weitab der Heimat und kehrt erst nach einem Schicksalsschlag in der Familie ins alte Dorf zurück. Als Tierarzt versorgt er fortan auch die Herde seines Bruders. Wie Dörte Hansen die Geschichte der beiden Brüder und ihrer Familien erzählt, ist schlichtweg grandios. Eher ruhig im Ton, doch mit Worten, die treffender nicht sein könnten, beschreibt sie die Familien, das Leben und Arbeiten auf dem Hof und die Strukturen und Stimmungen des Dorflebens. Die bestehenden Konflikte zwischen den Brüdern aber auch zwischen den Generationen werden verhandelt vor dem Hintergrund der immer schwieriger werdenden wirtschaftlichen Situation, mit denen der Milchwirtschaftsbetrieb umgehen muss. Eine kritische Perspektive mit Blick auf das Tierwohl ergibt sich durch die Figur Claires als Tochter Broders und selbst angehende Tierärztin. Trotz der überschaubaren Seitenzahl haben wir es bei "Broder" mit einer Menge an Personal zu tun. So lernen wir die Familien der beiden Brüder kennen, ebenso wie die Eltern und Großelterngeneration und wichtige Bezugspersonen aus der Dorfgemeinschaft kennen. Diesen Figuren allen gerecht zu werden, schafft die Autorin mit ihrer absolut präzisen Art des Erzählens auf beeindruckende Weise. Die Themen, die dieser Roman aufgreift, sind schwierige und doch ist die Autorin voller Empathie für die Menschen, über die sie schreibt. Mich hat Broder sehr beeindruckt und ich empfehle den Roman allen, die sich gern weit in den Norden Deutschlands entführen lassen möchten, um in diese berührende und vielschichtige Familiengeschichte einzutauchen.

  • Bewertung

    5/5

    08.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend-Verstörend-Gelungen

    Schön, dass man Dörte Hansen persönlich hört und mit jedem Satz, den sie liest, besser versteht. Stammt man aus einem alten Bauerngeschlecht, das es vor vier Generationen noch gab, wird man annähernd in die Tiefe gerissen und bekommt hier und da eine Idee davon, warum man hier und da so denkt, fühlt, handelt und eben nicht anders. Sehnsucht kommt auf nach bäuerlichen Leben und Dankbarkeit, dass man diese Schinderei, die es immer war und auch heute noch weitgehend ist, nicht selber er-leben musste. Viel Respekt gegenüber allen, die es wollen und auch heute noch leidenschaftlich tun! Ich liebe ihre Bücher, Dörte Hansen, weil sie darin die Wahrheit sagen mit fast allen Facetten, die menschenmöglich sind! Herzlich lieben Dank dafür!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wunderbarer feinfühliger, berührender Roman

    Broder- Dörte Hansen „Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt.“ Broder, in die Jahre gekommener Großtierarzt auf dem Land, hadert mit sich und seinem Leben. „Die alten Großtierärzte sterben aus.“ Er sucht einen Nachfolger für seine Praxis, seine Tochter studiert Tiermedizin, hat jedoch andere Vorstellungen, was den Umgang mit den Tieren angeht. Eigentlich hätte Broder gern den elterlichen Hof übernommen, aber Zwillingsbruder Henning, nur wenige Minuten älter, hat ihn bekommen. In Broder tobt eine starke Wut, die er kaum kontrollieren kann, auf den Bruder, auf den Vater, die ihn zwar als unbezahlten Tierarzt auf dem Hof einbinden, seine Kritik an der „modernen Milchtierhaltung“ und seine Sorge um die Tiere nicht ernst nehmen. Der ewige Kampf der Brüder führt zum Streit und die Probleme auf dem Hof enden tragisch. Die Familie muss sich neu orientieren. Dörte Hansen schreibt über die raue, teilweise rohe Welt des Landlebens in Nordfriesland, den Kampf ums Überleben, aber auch das Leben nach strengen Regeln und Ritualen, so z.B. den Wettbewerb der Landfrauen. „Die Frauen von den Höfen maßen sich mit ihren Gartenblumen, ihren Torten, ihrem Eingemachten, ihren Handarbeiten.“ Die präzise Sprache wird authentisch durch nordfriesische Vokabeln („Gejachter“, „Geschluse“) und treffsichere sprachliche Bilder („Pferdemütter“, „Winterbader“, „Strandkorbdauermieter“). Aber besonders das Spiel der Natur, die Trostlosigkeit der trüben Winterzeit, die neue Hoffnung im Frühjahr, Mensch und Tier, die sich dem Rhythmus anpassen, machen dieses Buch zu einem poetischen Highlight. Jeder Monat ist besonders. „Aschgraue Federn segeln jetzt im Kiefernwald zu Boden, fallen aus den Bäumen, weil die Reiher in der Mauser sind. Wie arme Sünder hocken sie in ihren liederlich gebauten Nestern. Kraftlos und zerrupft, man hört sie hadern, und der Wechsel des Gefieders nimmt sie mit.“ Es geht um das Älterwerden, die Bedeutung der Familie, lange Ehen, den Umbruch in der Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und die Poesie der Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Ein wunderbarer feinfühliger, berührender Roman. Unbedingte Leseempfehlung. Penguin 2026

  • MarieOn

    5/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einzigartige Erzählstimme

    Der Februar ist der grausamste Monat im Jahr. Zu früh zum Säen und Pflügen, zu spät für Winterruh. Wer aufgibt, entscheidet sich im Februar. Legt sich ins Bett, zieht die Decke bis zur Stirn, Finger in die Ohren, damit das Gebrüll der Tiere aufhört. Man sucht einen Strick, einen stabilen Balken oder Ast. Dann kommt der letzte Tag im Februar. Der Himmel bricht auf, die Sonne strahlt und vertreibt Nebel und Sorgen. Wer es bis hierhin geschafft hat, atmet auf. Zwanzig Kilometer weg vom Hof musste er ziehen, damit Marie-Claude mitkam. Ihre Vorgabe, kein Reetdach, keine Klinker, keine Sprossenscheiben. Nun wohnen sie in einem verglasten Bauhaus-Bunker, mitten unter den altehrwürdigen Häusern aus der Gründerzeit. Marie-Claude ist ganz zufrieden in dieser rauen Landschaft mit dem manisch-depressiven Himmel und malt Bilder von einem abgefackelten Hotel in allen Variationen. Henning hat ihn angerufen, er müsse kommen. Jetzt. Broder Bahnsen regt sich auf, immer dieses Jetzt. Da fummeln und pulen Henning und der Alte die halbe Nacht an der Kuh rum und bekommen die Kälber doch nicht raus und dann soll er schnell kommen, der Tierarzt, der dafür nicht einmal bezahlt wird. Dem Broder hängt die Nacht noch im Kreuz. Er hat den Fahrdienst gemimt, wie er das seit Jahren schon macht für seine Freunde. Der Andi hat wieder des Nachbarn Frau angetanzt, bis der vehement sein Veto eingelegt hat. Holger hat zu vorgerückter Stunde geheult, weil er sich so alleine fühlt. Daneben der schicke Johan, der wie immer eingenickt ist. Die Thermoskanne ist so gut wie leer, weil er sie nicht aufgefüllt hat. Schöner Tagesanfang. Fazit: Dörte Hansen hat abgeliefert. In ihrem heiß ersehnten neuen Roman zeigt sie eine Familie, die sich der Viehwirtschaft verschrieben hat. Die Zwillingsbrüder Henning und Broder Bahnsen wurden in die Milchwirtschaft hineingeboren. Henning, drei Minuten älter als Broder, tritt in Vaters Fußstapfen, weil er sich mit Maschinen besser auskennt. Broder meidet fortan den Hof und wird Tierarzt. Als er mit seiner Frau zurückzieht, wird er unentgeltlich in den Betrieb eingespannt, was zu regelmäßigen Wutausbrüchen führt. Henning hat alles so gut durchdacht. Auf Effizienz und Optimierung gesetzt, die Kühe hochgezüchtet und Milch im Überfluss. Die Besamung möglichst früh und genmanipuliert, denn Bullen kann der Betrieb nicht brauchen. Gummimatten gegen Klauenseuche, Melkroboter und doch rutscht der Betrieb in die roten Zahlen und Henning rutscht mit. Die Autorin erzählt von Landwirtschaft, die sich den Umständen anpasst oder verliert oder trotzdem verliert. Von einem höher, schneller, weiter, bei dem nicht nur die Tiere auf der Strecke bleiben. Sie erzählt von alten Traditionen und Rivalität zwischen den Brüdern, aber auch im Dorf. Man beäugt sich kritisch, wer hat den best geführten Hof, wer backt den besten Kuchen? Der schöne Schein ist wichtig. Dörte Hansen hat mich mit ihrer einzigartigen Erzählstimme wieder voll abgeholt, mich an die Hand genommen und staunen lassen. Ich habe dieses Buch ebenso gerne gelesen wie ihr drittes Buch „Zur See“.

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