Produktbild: Jesus von Texas
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Jesus von Texas Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.05.2005

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2,4 cm

Gewicht

312 g

Auflage

5. Auflage

Originaltitel

Vernon God Little

Übersetzt von

Karsten Kredel

Sprache

Deutsch

EAN

2710004102508

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Die perfekte Mischung aus Tarantinos Trash und Eminems Wut. « ("NEON")
»Eine furiose Mediensatire.« ("Sonntagszeitung (CH)")
»Ein Roman wie von Eminem dahingerappt: hart, pulsierend, poetisch und unglaublich melancholisch.« ("Berliner Morgenpost")
»... die Sprache zieht einen in ihren Bann: vulgär und bildhaft, lakonisch und pointiert, dazu jungenhaft naiv, aber auch weltweise und illusionslos.« ("Sächsische Zeitung")
»... die böseste und beste Satire auf Amerika...« ("Die WELT")
»DER literarische Charakter des Jahres - phänomenal...« ("Münchner Merkur")
»... ein Trommelfeuer bizarrer Einfälle, geschrieben in einer Sprache, die mit ihrem Tempo, ihrem Witz, ihrer Härte die besten Gangsta-Rapper erblassen ließe.« ("STERN")
»...unwiderstehlich...« ("Kieler Nachrichten")
»Eine literarische Sensation - unbedingt lesen!« ("Freundin")
»Eine brillante Satire auf das selbstgerechte, fernseh-deformierte Trash-Amerika. DBC Pierre ist ein wahrer Sprachkünstler: Er bringt feinfühligste Bilder in grobem Jugendslang unter, man liest, staunt und freut sich über all diese richtigen Worte.« ("Brigitte")

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Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.05.2005

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Aufbau

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2,4 cm

Gewicht

312 g

Auflage

5. Auflage

Originaltitel

Vernon God Little

Übersetzt von

Karsten Kredel

Sprache

Deutsch

EAN

2710004102508

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Dietmar Behneke

    aus Wildau

    5/5

    20.09.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Ein unspektakulär geschriebenes Buch zu einem spektakulären Ereignis

    Ein Schulmassaker, durchgeführt von dem Freund des Erzählers, welcher sich gleich noch mit erschoss. Aus diesem Grund gab es keinen mehr zu richten, was den Einwohnern dieses Ortes gar nicht passte und auch dem Medien nicht. Also wurde gleich noch Schuldiger gesucht und in der Person des Erzählers gefunden, dem die Todesstrafe in Texas erwartet. Aus diesem Grund flieht er, obwohl unschuldig. Und so nimmt alles seinen lauf. Erschreckend realistisch.

  • MonaMayfair

    aus karlsruhe

    5/5

    11.10.2005

    Buch (Taschenbuch)

    ein MUSS

    nachdem ich nun soooo lange auf das buch warten musste (aufgrund eines mir selbst auferlegten buch-kauf-stops), habe ich es - direkt nachdem mann es mir gnädigerweise geschenkt hatte - sofort verschlungen.. sehr ironisch.. teilweise komisch bis witzig.. auf jeden fall ein MUSS - auch wenn manchmal alles ein bisschen zu sehr im nebel blieb..

  • Polar

    aus Aachen

    4/5

    01.08.2007

    Buch (Taschenbuch)

    Mitten in Texas und überall sowieso

    Nachrichten von Gewalt, die in unsere Schulen gespült wird, Videos, die die jugendlichen Mörder als Rächer überhöhen, in denen sie die Helden ihrer Videogames nachäffen, gehören mittlerweile zum Alltag. Vernon Little hat ein Problem, sein Freund Jesus hat 16 Klassenkameraden erschossen, und er sitzt im Gefängnis und dient als Sündenbock, dem unterstellt wird, von der Tat zumindest gewußt zu haben. Die Naivität, mit der er durch die Welt wandelt, ist von dbc Pierre gut getroffen worden. Nur wer so unschuldig erscheint und sich gleichzeitig so angewidert umschaut, wird das Opfer eigener Machtphantasien, auch wenn sie nicht immer bis zum Letzten reichen müssen. Das Lachen über manche Stellen bleibt einem angesichts des Massakers im Halse stecken. dbc Pierre schafft es, unsere Welt wie eine Kulisse aussehen zu lassen, in der wir selbst schauspielern, uns zum Kaufen wie zum Verkaufen andienen, nur damit es um uns herum glitzert. Ein Junge wie Vernon ist darin verloren. Ein bitterböser Roman, ihn als Satire aufzufassen, beraubt ihn seines harten, realistischen Kerns. Dafür sind die Charaktere, die zwischen den Kulissen auftauchen allzu gegenwärtig.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    09.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Bissige Medien-Satire Der…

    Bissige Medien-Satire Der unter dem Pseudonym DBC Pierre veröffentlichende, australische Schriftsteller Peter Warren Finlay hat mit seinem Roman-Erstling «Jesus von Texas» 2003 den britischen Booker Prize gewonnen. Also die begehrteste Auszeichnung im englisch-sprachigen Raum, die dort im Ansehen zuweilen sogar noch vor dem weniger publikums-wirksamen Nobelpreis steht. Der ehrt ja bekanntlich den Autor selbst, nicht das einzelne Buch, - die Buddenbrooks waren eine berühmte Ausnahme. Aber davon trennen diesen Roman wirklich Welten! Das Pseudonym steht für «Dirty But Clean Peter» und soll den Lebenswandel des Autors andeuten. Der hat es nämlich, folgt man dem Klappentext, fertig gebracht, «von seinem Nachbarn in Mexico Stadt angeschossen zu werden, Schulden in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar anzuhäufen, drogen- und spielsüchtig zu werden und eine Reihe von Frauen zu hintergehen». Sein Roman ist denn auch eine bissige Satire auf die Sensationsgier der amerikanischen Medien-Gesellschaft, deren Auswüchse hier genüsslich auf die Spitze getrieben werden. Ort der Handlung ist eine fiktive Kleinstadt, die den Ruf der Barbecue-Saucen-Hauptstadt von Texas hat. Der fünfzehnjährige Schüler Vernon wird der Mittäterschaft an einem Massaker in seiner Schule verdächtigt. Diesen Amoklauf hat sein bester Freund Jesus während des Physik-Unterrichts begangen, sechzehn Mitschüler sind ihm zum Opfer gefallen, der Täter hat sich anschließend selbst erschossen. Nachdem Vernon ungeschickt ein Gewehr zu verstecken sucht und ihm die Polizei auch rein gar nichts glaubt, flüchtet er nach Mexico, wird dort aber verhaftet und ausgeliefert. Durch unprofessionelle Verteidigung, widrige Umstände und die unheilvolle Mitwirkung eines Klatschreporters bereits massiv von der Bevölkerung vorverurteilt, wird Vernon in einem absurden, schauprozess-artigen Verfahren unschuldig zum Tode verurteilt. Im Todestrakt veranstaltet ein Medien-Konzern die wöchentliche Wahl des jeweils nächsten Delinquenten in Form einer live übertragenen, publikums-wirksamen Reality-Show. Als schließlich Vernon gewählt wird, gelingt es ihm scheinbar durch einige Telefonate, sich doch noch aus der Schlinge zu ziehen. «Irgendjemand hat mal gesagt, es sei heute unmöglich, Amerika satirisch darzustellen, die Wahrheit wäre immer viel lächerlicher als alles, was man sich ausdenken könnte. Ich glaube, dass stimmt weitgehend», hat sich der Autor geäußert. Und als Beispiel nennt er den letzten Wunsch eines Todeskandidaten in Texas, der vor der Hinrichtung noch eine Zigarette rauchen wollte, was ihm «mit dem Hinweis, dass Rauchen schlecht für seine Gesundheit sei», aber verweigert wurde. In diesem Lichte besehen erscheinen die satirischen Überspitzungen des Romans literarisch ebenso angemessen wie der vulgäre, auf Dauer abstoßende Jugend-Slang, in dem der pubertierende Romanheld erzählt. In der Übersetzung ist es weitgehend gelungen, die vielen Wortspiele in ihrem Aberwitz zu erhalten, was nicht wenig beiträgt zum Amüsement des Lesers, wenn er denn eine Antenne dafür hat. Oft versteckt sich in dem unflätigen Primitiv-Jargon des jugendlichen Ich-Erzählers aber auch eine tiefe Ratlosigkeit: «Ich hab wirklich versucht, das Leben zu kapieren, manchmal kam es mir sogar großartig vor. Doch damit hat sich’s jetzt erstmal, nach allem was passiert ist. Ich meine, was soll das denn für ein Scheißleben sein?» Grenzenlose Medienmacht, ausufernder Konsumterror und schreiende Ungerechtigkeit sind die Reiz-Themen, die der Autor in seiner temporeich erzählten Geschichte vehement anprangert, ein offensichtlich in die Irre führender American Way of Life. Und Satire ist sicherlich auch die wirksamste Form, sich mit seiner flammenden Anklage einer breiteren Leserschaft verständlich zu machen, Vernunft im Sinne von Kant ist dafür nun mal nicht geeignet. Auch wenn hier auf amüsante Weise der Finger in die Wunde gelegt wird, ist dieser Roman eine von der Sprache her verstörende, auf Dauer nervige Lektüre.

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