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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2020

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/3,8 cm

Gewicht

475 g

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

2710004102263

Beschreibung

Rezension

Eine junge Französin erkundet das Begehren - mit der Neugier einer Tiefseeforscherin, die keine Abgründe fürchtet. ("Brigitte")
So zwingt Emma Becker ihr Publikum - manchmal frech, manchmal lüstern, immer nachdenklich und literarisch eindrucksvoll - letztlich mit über die Grenze und eröffnet eine Welt jenseits der bekannten Klischees. ("Stern")
Ein erstaunlich gutes Buch mit einfühlsamen Porträts der Huren und ihrer Kunden ("Spiegel Online")
Becker schreibt wie ein Mann, wenn er denn die Frauen begreifen würde: drastisch, schamlos, mitunter sehr komisch. Ein Buch, das eine Welt neu erschließt. ("Brigitte Woman")
Selten hat eine Autorin alle Erwartungen so unterlaufen wie die fabelhafte Emma Becker. Schon nach wenigen Seiten weiß die Leserin (und der Leser weiß es auch): Dies ist ein besonderes Buch, und es zu lesen ist ein seltenes Glück. ("NDR Kultur")
Einfühlsam, poetisch und berührend ("Gala")
Mal zärtlich, mal sarkastisch, aber immer liebevoll erzählt sie von der kitschigen Wanddekoration,den Hygieneritualen, den Zigarettengesprächen im Hinterzimmer und natürlich von den Männern. ("WELTplus")
Im besten Sinn delikat. ("Annabelle")
Ein Buch, das eine Welt neu erschließt. ("Brigitte Woman")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2020

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/3,8 cm

Gewicht

475 g

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

2710004102263

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
Deutschland
Email: info@rowohlt.de
Url: www.rowohlt-theater.de
Telephone: +49 40 72720
Fax: +49 40 7272319

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1 Sterne

3-Sterne für La Maison von Emma Becker

Bewertung aus Stuttgart am 28.04.2021

Bewertungsnummer: 1404771

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch weckt die Aufmerksamkeit mit dem Haut Gout des Verruchten. Es wird behauptet, die Autorin habe einen Erlebnisbericht aus dem Bordell verfasst. Die männliche Hälfte der Menschheit interessiert sich für das Erleben einer Prostituierten, die andere Hälfte ist wohl neugierig, ob und wie die erwartete Opferrolle beschrieben wird. Formal gliedert sich der Roman in kurze Kapitel, die meist einem der Mädchen aus dem Bordell gewidmet sind und deren Titel einen Pop Song benennt. Längere Kapitel, die Ansichten der Autorin über Welt und Sex oder Verhältnisse im Bordell beschreiben, bleiben ohne Titel. Die Sprache ist angenehm sachlich und unterhält mit kurzen und überaus langen Sätzen. Sprachbilder verunglücken manchmal, das mag aber der Übersetzung und der Übertragung aus einem anderen Kulturkreis geschuldet sein. Glücklicherweise gibt es keine künstliche Verrätselung der Sprache. Die Kapitelfolge ist nicht chronologisch, aber trotzdem leicht einsehbar. Mit Anfang zwanzig schaut die Verfasserin auf ein reiches Sexleben zurück. Eine Hauptbeziehung zu Stephane, einem älteren, verheirateten Familienvater pflegt sie in ihrem Privatleben mit Leidenschaft. Im Bordell benötigt sie daher keine Lernphase. Als Französin mit langen blonden Haaren gilt sie als Sexkünstlerin. Ihr fliegen die deutschen und internationalen Kunden nur so zu, die sie von Anfang an gekonnt und mit überbordender Freundlichkeit bedient. Die Autorin kontrastiert ihr Lieblingsbordell – dort herrschen paradiesische, familiäre Zustände - mit einem strengen, reglementierten, schlecht besuchten, kurz, unangenehmen Bordell. Die meisten Kunden sind im Lieblingsbordell gern gesehen, die Mädchen umwerben sie. Wenige, verabscheute Besucher fallen nicht durch üble Sexpraktiken auf, sondern etwa durch Schwatzhaftigkeit beim Koksen oder stümperhaften Cunnilingus. Eine Kollegin scheint zu berichten, wie sie trotz des Berufs im Bordell im Leben draußen überwältigenden, ekstatischen Sex mit fast Fremden erlebt. Doch sieht die Autorin für sich selbst auch die Gefahr des Abstumpfens. Sie vergleicht die Situation mit der eines Klempners, der seinen Beruf gerne ausübt, aber zu Hause, nach Feierabend, trotzdem nicht unbedingt Wasserhähne reparieren möchte! Der Leser erfährt auch, dass es gegen die Berufsehre einer gehobenen Hure verstoße, wenn sie einen Kunden nicht durch zärtlichen Hautkontakt, sondern durch Handanlegen zur Erektion bringen müsse. Befriedigt das Buch die Lüsternheit des Lesers? Eher nicht. Es liest sich unterhaltsam, manchmal witzig, der anrüchige Gegenstand bleibt im Hintergrund. Das Bordell, jedenfalls das beschriebene, zerstört die Seelen der Mädchen nicht oder tötet sie gar ab. Es bietet Schutz und Heimat. Der Charakter aber wird verdorben. Das leicht, ja wollüstig verdiente Geld macht faul und träge und die meisten anderen Jobs unattraktiv. Aufschlussreich bleibt, dass junge Frauen außer dem Feminismus auch noch Sex für existenziell wichtig halten können. Aber Literaturpreise für Emma Becker? Das bleibt ein Geheimnis der französischen Kultur.

3-Sterne für La Maison von Emma Becker

Bewertung aus Stuttgart am 28.04.2021
Bewertungsnummer: 1404771
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch weckt die Aufmerksamkeit mit dem Haut Gout des Verruchten. Es wird behauptet, die Autorin habe einen Erlebnisbericht aus dem Bordell verfasst. Die männliche Hälfte der Menschheit interessiert sich für das Erleben einer Prostituierten, die andere Hälfte ist wohl neugierig, ob und wie die erwartete Opferrolle beschrieben wird. Formal gliedert sich der Roman in kurze Kapitel, die meist einem der Mädchen aus dem Bordell gewidmet sind und deren Titel einen Pop Song benennt. Längere Kapitel, die Ansichten der Autorin über Welt und Sex oder Verhältnisse im Bordell beschreiben, bleiben ohne Titel. Die Sprache ist angenehm sachlich und unterhält mit kurzen und überaus langen Sätzen. Sprachbilder verunglücken manchmal, das mag aber der Übersetzung und der Übertragung aus einem anderen Kulturkreis geschuldet sein. Glücklicherweise gibt es keine künstliche Verrätselung der Sprache. Die Kapitelfolge ist nicht chronologisch, aber trotzdem leicht einsehbar. Mit Anfang zwanzig schaut die Verfasserin auf ein reiches Sexleben zurück. Eine Hauptbeziehung zu Stephane, einem älteren, verheirateten Familienvater pflegt sie in ihrem Privatleben mit Leidenschaft. Im Bordell benötigt sie daher keine Lernphase. Als Französin mit langen blonden Haaren gilt sie als Sexkünstlerin. Ihr fliegen die deutschen und internationalen Kunden nur so zu, die sie von Anfang an gekonnt und mit überbordender Freundlichkeit bedient. Die Autorin kontrastiert ihr Lieblingsbordell – dort herrschen paradiesische, familiäre Zustände - mit einem strengen, reglementierten, schlecht besuchten, kurz, unangenehmen Bordell. Die meisten Kunden sind im Lieblingsbordell gern gesehen, die Mädchen umwerben sie. Wenige, verabscheute Besucher fallen nicht durch üble Sexpraktiken auf, sondern etwa durch Schwatzhaftigkeit beim Koksen oder stümperhaften Cunnilingus. Eine Kollegin scheint zu berichten, wie sie trotz des Berufs im Bordell im Leben draußen überwältigenden, ekstatischen Sex mit fast Fremden erlebt. Doch sieht die Autorin für sich selbst auch die Gefahr des Abstumpfens. Sie vergleicht die Situation mit der eines Klempners, der seinen Beruf gerne ausübt, aber zu Hause, nach Feierabend, trotzdem nicht unbedingt Wasserhähne reparieren möchte! Der Leser erfährt auch, dass es gegen die Berufsehre einer gehobenen Hure verstoße, wenn sie einen Kunden nicht durch zärtlichen Hautkontakt, sondern durch Handanlegen zur Erektion bringen müsse. Befriedigt das Buch die Lüsternheit des Lesers? Eher nicht. Es liest sich unterhaltsam, manchmal witzig, der anrüchige Gegenstand bleibt im Hintergrund. Das Bordell, jedenfalls das beschriebene, zerstört die Seelen der Mädchen nicht oder tötet sie gar ab. Es bietet Schutz und Heimat. Der Charakter aber wird verdorben. Das leicht, ja wollüstig verdiente Geld macht faul und träge und die meisten anderen Jobs unattraktiv. Aufschlussreich bleibt, dass junge Frauen außer dem Feminismus auch noch Sex für existenziell wichtig halten können. Aber Literaturpreise für Emma Becker? Das bleibt ein Geheimnis der französischen Kultur.

Emma Becker beschließt, ein…

sonjaliest aus Hannover am 02.01.2021

Bewertungsnummer: 2736451

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Emma Becker beschließt, ein Buch über das älteste Gewerbe der Welt zu schreiben. Um die Erfahrungen aus erster Hand beschreiben zu können, nennt sie sich Justine und fängt u.a. im „La Maison“ an, als Prostituierte zu arbeiten. Dort trifft sie auf eine Vielzahl an Frauen und Männern. Das Buch hat mich aus verschiedenen Gründen interessiert. Wer schon einmal mit Prostituierten in Kontakt gekommen ist, der weiß, dieser Beruf ist ein schwerer Beruf und das ist genau der Grund, warum ich mich beim Einstieg in dieses Buch so schwer getan habe und es trotz bestehenden Interesses beiseitegelegt habe: Enthusiastisch, fast beschönigend und wehmütig berichtet Emma Becker anfänglich von ihre gerade beendeten Zeit im „la Maison“. Man kann fast sagen, sie glorifiziert ihre Zeit dort. Mit einer netten Plauderei wie bei einem Kaffee mit Zigarette wird nebenbei berichtet, wie sie Einrichtungsgegenstände in ihr privates Zuhause schleppt, um diese zu erhalten. Obwohl man den Gegenständen aufgrund der prunkvollen Art ansieht, dass diese nur aus einem Bordell stammen können, erkennt ihr Umfeld dies nicht. Dieses extrem Positive hat mich gestört, da ich durchaus andere Berichte aus meinem beruflichen Kontext kenne. Vor kurzem gab ich dem Buch nochmals eine Chance und siehe da, nach einigen Seiten kamen auch die negativen Seiten zum Vorschein: Der Einstieg im zwielichtigen „Coco’s“, unangenehme Freier, Selbstzweifel, Erfahrungen mit Drogen, Angst….unter dem Aspekt macht dann das fast Familiäre „La Maison“ als positive Erfahrung Sinn. In einem lockeren Gespräch berichtet die Autorin von verschiedenen Frauen und ihren Gründen, diesen Beruf auszuüben. Geprägt von Selbstdarstellung, Geldsorgen, berufliche Sackgassen, Zweifel und Spaß am Sex üben diese Frauen den Beruf aus. Dabei begegnen sie Männern, die die volle Bandbreite des menschlichen Verhaltens bieten und sowohl wertschätzend als auch gefährlich sein können. Wer hier jetzt an ein Buch mit erotischen Szenen denkt, der liegt hier falsch. Im Vordergrund stehen die Schicksale der Frauen und ihre Emotionen. Es sind Anekdoten dabei, die einen regelrecht ans Buch fesseln. Dennoch muss ich sagen, dass mir diese Plauderei zum Ende hin durch Ausschweifungen zu lang geraten ist. Es schien fast so, als ob sich die Autorin kaum vom „La Maison“ und auch von ihrem Buch trennen konnte. Ich vergebe daher 3,5 von 5 Punkten.

Emma Becker beschließt, ein…

sonjaliest aus Hannover am 02.01.2021
Bewertungsnummer: 2736451
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Emma Becker beschließt, ein Buch über das älteste Gewerbe der Welt zu schreiben. Um die Erfahrungen aus erster Hand beschreiben zu können, nennt sie sich Justine und fängt u.a. im „La Maison“ an, als Prostituierte zu arbeiten. Dort trifft sie auf eine Vielzahl an Frauen und Männern. Das Buch hat mich aus verschiedenen Gründen interessiert. Wer schon einmal mit Prostituierten in Kontakt gekommen ist, der weiß, dieser Beruf ist ein schwerer Beruf und das ist genau der Grund, warum ich mich beim Einstieg in dieses Buch so schwer getan habe und es trotz bestehenden Interesses beiseitegelegt habe: Enthusiastisch, fast beschönigend und wehmütig berichtet Emma Becker anfänglich von ihre gerade beendeten Zeit im „la Maison“. Man kann fast sagen, sie glorifiziert ihre Zeit dort. Mit einer netten Plauderei wie bei einem Kaffee mit Zigarette wird nebenbei berichtet, wie sie Einrichtungsgegenstände in ihr privates Zuhause schleppt, um diese zu erhalten. Obwohl man den Gegenständen aufgrund der prunkvollen Art ansieht, dass diese nur aus einem Bordell stammen können, erkennt ihr Umfeld dies nicht. Dieses extrem Positive hat mich gestört, da ich durchaus andere Berichte aus meinem beruflichen Kontext kenne. Vor kurzem gab ich dem Buch nochmals eine Chance und siehe da, nach einigen Seiten kamen auch die negativen Seiten zum Vorschein: Der Einstieg im zwielichtigen „Coco’s“, unangenehme Freier, Selbstzweifel, Erfahrungen mit Drogen, Angst….unter dem Aspekt macht dann das fast Familiäre „La Maison“ als positive Erfahrung Sinn. In einem lockeren Gespräch berichtet die Autorin von verschiedenen Frauen und ihren Gründen, diesen Beruf auszuüben. Geprägt von Selbstdarstellung, Geldsorgen, berufliche Sackgassen, Zweifel und Spaß am Sex üben diese Frauen den Beruf aus. Dabei begegnen sie Männern, die die volle Bandbreite des menschlichen Verhaltens bieten und sowohl wertschätzend als auch gefährlich sein können. Wer hier jetzt an ein Buch mit erotischen Szenen denkt, der liegt hier falsch. Im Vordergrund stehen die Schicksale der Frauen und ihre Emotionen. Es sind Anekdoten dabei, die einen regelrecht ans Buch fesseln. Dennoch muss ich sagen, dass mir diese Plauderei zum Ende hin durch Ausschweifungen zu lang geraten ist. Es schien fast so, als ob sich die Autorin kaum vom „La Maison“ und auch von ihrem Buch trennen konnte. Ich vergebe daher 3,5 von 5 Punkten.

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