»In dieser eleganten, düster-komischen und tief berührenden Geschichte über Gruppendynamik und unser Bedürfnis nach Zusammenhalt beweist die Autorin einmal mehr, dass sie eine warmherzige Chronistin des menschlichen Lebens ist. Dies ist ein Roman, den man ins Herz schließen und sich daran wärmen kann.«
- Svenska Dagbladet
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Bamberg
5/5
29.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
»Wir sind alles Menschen, denen es schwerfällt, es woanders okay zu finden. Hier haben wir uns ein Leben nach unseren eigenen Regeln aufgebaut.«
Emelie ist wegen ihres Jobs komplett fertig und weiß, ihr Leben muss sich komplett ändern. Sie zieht sich zurück, mitten in die Natur, in einen Wald. Dort merkt sie schnell, dass sie nicht alleine ist, sondern stößt bald auf eine Gruppe Menschen, die am Rand des Waldes in einer Kommune zu wohnen scheinen und stets darauf bedacht sind, im Einklang mit der Natur zu leben.
Mehrere Tage beobachtet sie die sieben, bis sie auf Låke, den jüngsten von ihnen trifft.
Was sie nicht weiß – wir Leser*innen dagegen im Laufe des Buchs erzählt bekommen – jede*r von ihnen hat ihre/ seine eigene bewegende Geschichte, weswegen sie so geworden sind und sich für ein Leben abseits jeglichen gesellschaftlichen Lebens entschieden haben.
Der Klappentext verriet nicht allzu viel und ließ Raum für Spekulationen. Umso neugieriger war ich und zudem voller Hoffnung auf eine packende Umsetzung, die mich von Anfang an sogartig mit sich riss.
Die vielen wichtigen Themen – z.B. die Ausbeutung von Tieren, die Zerstörung unserer Natur oder sexualisierte Gewalt – wurden weder gezwungen noch beiläufig erwähnt, sondern von der schwedischen Autorin Annika Norlin hinsichtlich der Handlung stimmig, mal feinfühlig und mal drastisch, verwoben.
Ich liebe dicke Bücher, wenn sie toll geschrieben sind und man regelrecht in der Geschichte versinken kann, weil sie einen mit jeder Seite packt. Genauso ging es mir mit diesem Buch.
Ich habe mich darin oft wiedererkannt, habe mitgelitten, mich gefreut und nach dem Buch fühlt es so an, als wäre ich selbst Teil des „Haufens“ gewesen, der sich eskapistisch gegen jegliche Zivilisation ausgerichtet hat.
Jürg K.
4/5
04.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gemeinschaft von sieben Menschen
Die Geschichte beginnt mit Emelies Entscheidung, dem urbanen Stress zu entfliehen und sich eine Auszeit im Wald zu gönnen. Was sie dort findet, ist keine Idylle, sondern eine fragile Gemeinschaft von sieben Menschen, die sich um ein Feuer versammelt haben und auf stille, fast mystische Weise miteinander verbunden sind. Es sind keine Helden, sondern Suchende, Aussteiger, Verletzte Menschen, die sich der Welt entzogen haben, aber nicht ihren inneren Konflikten. Annika Norlin erzählt in wechselnden Perspektiven, was dem Roman eine kaleidoskopartige Tiefe verleiht. Jede Figur bekommt Raum, ihre Sicht zu entfalten und damit auch ihre Verletzlichkeit. Thematisch kreist die Geschichte um Fragen der Zugehörigkeit, des Rückzugs und der Selbstbestimmung. Wie will man leben und mit wem? Was bedeutet Gemeinschaft, wenn jeder seine eigene Wahrheit lebt? Der Wald ist ein Ort der Einkehr, aber auch der Konfrontation. Beim Lesen dieses Romans war ich fasziniert von den unterschiedlichen Figuren in abwechselnden Erzählsträngen auf ihrer Suche nach der für sie passenden Lebensform geschildert wird. Auch als Leser und muss man irgendwann einsehen, dass die Frage, wie und wo man mit wem leben möchte, gar nicht so leicht zu beantworten ist. Ein Buch das nach dem Ende noch eine Weile nachhallt. Sehr empfehlenswert.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.