Produktbild: So leicht kommen wir nicht davon
Neu

So leicht kommen wir nicht davon Ein Roman über das Ankommen in der BRD, traumatische Fluchterfahrungen und das Echo der Zurückgelassenen. Mit Glossar. Geeignet als Schullektüre

3

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3817

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

03.08.2026

Abbildungen

Mit Glossar

Verlag

Arena

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,5/13,9/2,6 cm

Gewicht

401 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-401-60853-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3817

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

03.08.2026

Abbildungen

Mit Glossar

Verlag

Arena

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,5/13,9/2,6 cm

Gewicht

401 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-401-60853-2

Herstelleradresse

Arena Verlag GmbH
Rottendorfer Str. 16
97074 Würzburg
DE

Email: GPSR Kontakt

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ob es in einer Diktatur Menschen geben kann, die unschuldig bleiben?

    Kurz vor dem Fall der Mauer flieht die 17jährige Hanna aus der DDR. Ihr Freund Andreas starb bei der dramatischen Flucht in der Ostsee. Das Trauma sitzt tief in Hanna, die zu ihrer Tante Brigitte nach Bremen zieht. Der dritte der Freunde, Jens, war zuvor schon mit seinen Eltern aus der DDR in den Westen ausgereist. Dass die Grenzen sich bald öffnen würden, konnte niemand ahnen.   „‘Ist es wahr?‘ Ich sah dich vor mir, direkt vor mir, klar und greifbar.  Und da war dieser eine Gedanke.  Alles umsonst.  Unsere Flucht, das ganze Theater.  Alles umsonst.  Und ja, in diesem Moment dachte ich dann auch, was vielen immer als Erstes einfällt. Wir hätten warten sollen, alle beide. Ein paar Wochen, mehr nicht.  Einfach nur warten.“   Hannah kehrt nach Rostock zurück, möchte ihre Freunde und Familie wiedersehen.   „Brigitte fuhr sich hektisch durchs Haar. Auch sie war nervös, logisch, nach all der Zeit. Über zehn Jahre hatte sie ihre Schwester, meine Mutter, nicht mehr gesehen […].  Meine Mutter wartete nicht auf dem Bahnsteig, obwohl Brigitte uns angekündigt hatte. Hatte sie uns vergessen? War etwas passiert?  […] Vor meinem alten Wohnhaus wurde mir schwindelig, ich musste mich an Brigitte abstützen, als wäre ich ein alter Mensch.  Wäre dir vielleicht auch so gegangen. ‚Zurückkommen ist manchmal schwerer als weggehen.‘ Brigitte hatte offenbar meine Gedanken gelesen.“   Doch alles ist verändert, Hanna schlägt Misstrauen und Hass entgegen, die Menschen in der ehemaligen DDR sind orientierungslos und misstrauisch. Und auch Hanna muss sich erst neu finden. Das ersehnte Studium und die ungewohnte Freiheit bleiben überschattet von ihren Schuldgefühlen wegen Andreas‘ Tod. Als es 1992 in Rostock-Lichtenhagen zu rassistischen Anschlägen kommt, wird ihr Weltbild tief erschüttert. Hanna zieht nach Berlin, gemeinsam mit Jens. Doch erst auf einer Reise nach Schottland findet sie Heilung - und Liebe.   „So leicht kommen wir nicht davon“ von Dorit Linke ist ein Jugendroman, der auch mich als Erwachsene sehr berührt und mitgenommen hat. Ich war sofort gefesselt von dieser Geschichte, konnte mich so gut in Hannas Gedanken und Gefühle hineinversetzen.   „‘Weißt du, was ich mir manchmal wünsche?‘ Susan schaut mich aufmerksam an, wartet geduldig. ‚Dass ich mir wie Jens einbilden könnte, Andreas hätte überlebt.  Ein wenig Hoffnung würde mir ganz guttun.‘ […] ‚Doch leider weiß ich es besser‘, sage ich leise. ‚Er hatte keine Kraft mehr. Ich musste es tun. Ich konnte nicht mit ihm über Wasser bleiben.‘ Susan stellt ihre Tasse, aus der sie gerade trinken wollte, wieder zurück auf den Tisch und verschränkt die Arme vor ihrem Körper. ‚Ob es in einer Diktatur Menschen geben kann, die unschuldig bleiben?‘, frage ich sie.“   Meiner Meinung nach ist dieses Buch auch sehr gut als Schullektüre (ab 12 Jahren) geeignet, aber auch Erwachsenen kann ich diesen intensiven, nachdenklich stimmenden Roman bedingungslos empfehlen!   Vielen Dank an den Arena Verlag & an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Daggy

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    01.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtiges Buch über die Zeit nach der Wende

    Im August 1989 ist die gute Schwimmerin Hanna mit ihrem Freund Andreas über die Ostsee geflohen. Leider kam nur Hanna völlig ausgelaugt auf Fehrmann an und könnte bei ihrer Tante Brigitte in Bremen einziehen. Als die Grenze unerwartet geöffnet wird, kehrt sie zusammen mit der Tante nach Rostock zurück. Dort wird ihr vorgeworfen einfach gegangen zu sein und ein wenig wird sie auch als „Westdeutsche“ für die Probleme, die die Wende mit sich bringt, verantwortlich gemacht. In Hamburg trifft sie auf den ausgebürgerten Jensi, doch das erste Treffen gestaltet sich schwierig. Weil auch er Hanna für den Tod des gemeinsamen Freundes verantwortlich macht. Beide leiden unter dem Verlust und Hanna redet im Text immer wieder mit Andreas, der so vieles mit ihr erlebt hat. Dadurch wurde mir immer klarer, wie schrecklich das Leben in der DDR besonders für den unangepassten Jugendlichen gewesen sein musste. Hanna fühlt sich in Rostock nicht mehr zu Hause und nachdem sie die Angriffe auf die Ausländer in Lichtenhagen erlebte, kann sie die ehemalige Landsleute nicht mehr verstehen. Als sie den Opa und Jensi nach Schottland begleitet, kann sie dort finden, was sie gesucht hat. Die Geschichte wird ein wenig sprunghaft erzählt, trotzdem konnte ich sehr gut verfolgen, wie Hanna die 1990er Jahre erlebt hat. Da sind die Vorwürfe und die Trauer über den Tod von Andreas, das neue Leben in Bremen und Berlin, die Ablehnung und Kälte der Mutter, das Verstehen der Tante und das Kennenlernen ihrer Freundin Susan. Ich habe das Buch mit viel Neugier gelesen und vieles erfahren, was mit vorher nicht so klar war. Dorrit Linke hat vieles, dass inzwischen verklärt gesehen wir, geradegerückt. Ich kann allen, die die Zeit nicht erlebt haben, dieses Buch ans Herz legen, aber auch für Menschen, wie mich, die alles von Weitem aus dem Weste erlebt haben, erfahren hier viel Interessantes. Unbedingt auch das Nachwort lesen und die Erklärungen zu vielen Begriffen. Sicher lohnt es sich auch die Playlist anzuhören, denn auch Musik ist Zeitgeschichte. Ein sehr ehrliches Buch mit einer klaren politischen Aussage.   nach der Wende

  • Bewertung

    aus Oranienburg

    4/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    zwischen den Welten

    Es hat einige Zeit gedauert, ehe ich im Buch richtig angekommen bin, was sicher an den sprunghaften Gedanken von Hanna gelegen hat, die hier geschildert wurden. Hanna hat es mit letzter Kraft geschafft von Kühlungsborn gen Westen zu schwimmen. Im August 89, nicht ahnend, dass es im November bereits zur Öffnung der Mauer kommt und eine legale Einreise in die BRD möglich ist. Sie ist zu dem Zeitpunkt 17 Jahre, kommt bei ihrer Tante Brigitte in Bremen unter. Immer wieder spricht Hanna gedanklich mit jemanden. Mit wem, bleibt anfangs lange offen. So richtig angekommen ist Hanna in ihrem neuen Leben nicht, hadert noch immer mit ihrer Entscheidung über die Ostsee die Flucht gewagt zu haben wie auch mit den Folgen daraus. Dieses Buch ist leise in seiner Erzählweise und hat doch gleichzeitig ganz viel zu erzählen. In meinen Augen passt der Erzählstil zu Prozent zur Handlung. Leise musste man in der DDR sein, denn ein eigener laut geäußerter Standpunkt wurde nicht geduldet. Schon gar nicht kritisch gegenüber der staatlichen Politik und Ordnung. Das konnten Hanna und ihr Schuldfreund Andreas am eigenen Leib spüren. Doch auch in Bremen kann Hanna nicht richtig Fuß fassen, fährt zwischendurch immer wieder in ihre alte Heimat Rostock. Da findet sie aber auch keine Antwort darauf, wie sie ihr Leben weiter gestalten soll. Einige Menschen dort sind voller Hoffnung, andere mutlos, haben Angst vor einer unsicheren Zukunft und auch Ausländerhass macht sich breit. Gerade hier, wo das friedliche Miteinander zum Wohle des Volkes Jahrzehnte „gepredigt“ wurde. Viele Schilderungen im Buch haben bei mir alte Erinnerungen geweckt, manchmal auch Widerspruch. Insgesamt gebe ich 4 Lese-Sterne.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: So leicht kommen wir nicht davon