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Neu

In die Schweiz Roman

67

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2885

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Beschreibung

Rezension

»Es ist eine gnaden- und makellose Sprache und eine hypnotische Kunst, durch die Emma Cline, und darin ist sie eine Meisterin, ihre Leser in die Psyche ihres Helden saugt.« Ronald Düker, Die Zeit, 20.08.26
»Emma Cline ist die Meisterin des personalen Erzählens.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 19.08.26

Produktdetails

Verkaufsrang

2885

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die letzte Reise

    Ein neuer Roman von Emma Cline ist spätestens seit ihrem abgründigen Sommerroman "Die Einladung" ein Ereignis. Ihr neuer Roman folgt David, einem Mann mit beginnender Demenzerkrankung, der sich auf eine letzte Reise in die Schweiz begibt, um dort zu sterben. Wen das Thema nicht abschreckt, dem begegnet ein kluges, hypnotisches, zuweilen komisch-absurdes, öfter aber trauriges und im Großen und Ganzen erschütterndes Buch, wie man es selten gelesen hat. In einem fragmentarischen Stil, der das zunehmend löchrige Bewusstsein der Hauptfigur spiegelt, entfalten sich die letzten Tage, Begegnungen, Gedanken eines Menschen am Ende seines Lebens. Und man fragt sich: Was bleibt von einem übrig, wenn man aus der Welt verschwindet? Glücklicherweise diktiert der Roman dafür keine Antwort, verfällt nicht in sentimentalen Kitsch. Viel nüchterner zeigt er, dass man auch im Sterben der bleibt, der man vorher gewesen ist. Der Wunsch nach plötzlicher Vergebung, nach einem Rollenwechsel, er ist da, aber außer Reichweite. Trost findet sich womöglich nicht mehr in diesem Leben, sondern in dem, was danach kommt. Ein existenzieller, meisterhafter, großartiger Roman. Große Literatur.

  • frauke_liest

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Davids demente Abschiedstournee

    Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Wir sitzen als Leser quasi in Protagonist Davids dementem Gehirn und folgen seinen Gedanken. Die springen munter durch seine Gegenwart und Vergangenheit, ohne sich allzu sehr um David zu scheren. Für die zukünftigen Geschehenisse hat er noch ein kleines Notizbuch. Ich fand es sehr berührend, einmal die demente Perspektive einzunehmen und musste oft an eine demente Verwandte denken. Worum geht’s genau? David möchte aufgrund seiner Demenz sein Leben durch einen assistierten Suizid in der Schweiz beenden. Seine Reise startet in seiner Heimat USA, er besucht unterwegs noch seine Tochter und seinen Enkel in England und seine Jugendliebe in der Schweiz bis schließlich seine finale Entscheidung ansteht. Ausgelöst durch diese Ereignisse präsentiert Davids Gehirn ihm auch noch einmal die einprägsamsten Ereignisse seines Lebens. Alles in allem eine großartige Geschichte, die ich nur empfehlen kann. PS: Obwohl ich die Übersetzung nicht schlecht fand, hätte ich das Buch im Nachhinein lieber auf Englisch gelesen. David hat einen sehr sprachlichen Humor (auf „Ausfahrt“-Schildern liest er „assfart“ oder er erinnert sich an englische Schreibübungssätze), die auch in der deutschen Ausgabe in Englisch übernommen wurden.

  • annatine

    5/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ab wann ist die eigene Identität verloren?

    Ich bin nach dem Lesen noch sehr beeindruckt, mit welcher Feinfühligkeit dieses Buch geschrieben wurde. Es ist ein beklemmender und eindringlicher Roman über Identität, Demenz und den Wunsch, selbstbestimmt zu sterben. David, ein wohlhabender Ex-Manager leidet an Demenz und reist mit seinem Assistenzen Cody in die Schweiz, um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Die Gegenwart durchmischt sich mit vergangenen Erinnerungen. Dieser Prozess des inneren Zerfalls stellt Emma Cline unfassbar gut dar. Man erlebt die Verwirrung, die Momente der Klarheit, die falschen Erinnerungen und Erinnerungslücken aus Davids Perspektive. Man erhält ein Gefühl für diese Erkrankung und sieht, wie es sein könnte, an dieser Erkrankung zu leiden. Da ich persönlich gerne Bücher mit psychologischen Themen lese, war ich von diesem auch begeistert. Auch wenn ich vorwiegend Sachbücher lese, gefällt mir dieses Buch ebenfalls sehr. Demenz in Verbindung mit Erinnerung und Identität wurde schön verknüpft und beschrieben. Clines Schreibstil wirkt auf mich präzise, beschreibend und fast schon nüchtern. Auch wenn dieses Buch ein beklemmendes Thema hat, ist es eine Lektüre, die ich gerne gelesen habe und ungern das Buch aus der Hand legen wollte. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen und insbesondere Menschen, die eine Figur kennenlernen, verstehen und begleiten wollen. Identität ist ein spannendes und relevantes Konstrukt und wird hier im Kontext der Demenzerkrankung toll aufgearbeitet. Ab wann ist die eigene Identität verloren? Wann ist man nicht mehr man selbst?

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Verschwinden

    Das Buchcover zeigt einen Mann, der sich langsam auflöst, der seine festen Konturen verliert. Emma Cline wählte diesmal einen Schreibstil, der bereits an die bruchstückhafte Zersetzung der Erinnerung eines zunehmend demenzkranken Menschen erinnert. Anfänglich ist dies ein lückenhaftes Lesen, parallel der Erinnerungslücken der Gegenwart des Protagonisten. David, ein wohlhabender Amerikaner, der es gewohnt war, zu bestimmen, entscheidet sich für den selbst bestimmten Freitod. Er reist mit seinem Begleiter Cody über London (Besuch bei der Tochter) in die Schweiz. Cody fungiert als eine Art Endphasencoach und sensibler Betreuer. Während für David die frühen Erinnerungen präsenter werden, verliert er das Heute und die Orientierung in der Gegenwart. Seine Reise dem eigenen Ende entgegen ist durchsetzt von bröckelnden Erinnerungen und kurzen, sehr klaren Gedanken. Die Löcher im Gedächtnis und die Gewissheit des absehbaren Verfalls der Selbständigkeit haben David veranlasst, seinen Tod selbst zu bestimmen. Es fällt in diesem Roman niemals der Begriff Sterbehilfe oder Freitod, sondern Emma Cline beschreibt wie eine Zuschauerin die letzte Reise Davids und seines Betreuers. So wird der Protagonist von außen immer er oder David genannt und nur der aller letzte Satz im Roman ist in der Ich-Form. Wer sich auf die bruchstückhaften Erinnerungen und die Mitreise einlassen kann, der erhält ein beindruckendes Leseerlebnis und Anregung zur eigenen Reflexion.

  • Nina Albert

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Wenn die Erinnerung schwindet, bleibt die Sehnsucht.“

    Mit „In die Schweiz“ erzählt Emma Cline eine stille, eindringliche Reise, die weit über Ländergrenzen hinausführt – hinein in die brüchigen Landschaften eines Menschenlebens. David, einst mächtig und selbstsicher, verliert durch seine fortschreitende Erkrankung zunehmend den Halt in der Gegenwart. Gemeinsam mit seinem Assistenten Cody reist er nach Europa, während Erinnerungen, Bilder und vergangene Begegnungen immer stärker in seine Wirklichkeit hineinweben. Das Besondere dieses Romans liegt in der außergewöhnlichen Art, wie Cline das Vergessen erfahrbar macht. Vergangenheit und Gegenwart beginnen zu verschwimmen, Gewissheiten lösen sich auf, und scheinbar kleine Augenblicke werden plötzlich kostbar. Dabei bleibt David stets mehr als seine Krankheit: ein Mensch mit Sehnsüchten, Fehlern, Beziehungen und einer langen Geschichte. Trotz des ernsten Themas besitzt die Geschichte eine leise, manchmal beinahe skurrile Heiterkeit. Cline schreibt präzise, atmosphärisch und zugleich erstaunlich zart. So wird aus einer Reise eine Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt – nach Nähe, Versöhnung und den Menschen, die uns geprägt haben. „In die Schweiz“ ist ein berührendes literarisches Kleinod über Vergänglichkeit und Würde – und über die tröstliche Ahnung, dass selbst dort, wo Erinnerungen verblassen, ein leiser Funke von uns weiterleuchtet. | 5

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