Intensiv, bisweilen richtig böse, emotional, ein bisschen brutal, schräg und noch persönlicher:
Ein magischer Mix aus cozy Happyplace und düster-bösem Psychochaos - Academy-Fantasy zum Wohlfühlen, mit Tiefgang, Casual Queerness und Subtext. Viel Subtext (für Erwachsene)
Nach seinem unerwarteten und schmerzhaften Rauswurf aus Suketos Haus steht der schräge Jungmagier Mânil vor der Frage, ob er sich in der Akademie von Katurath'ka einleben kann, oder ob er doch alles daransetzen will, um wieder zurück nach Hause zu gelangen.
Er ahnt nicht, wie viel seine Abwesenheit dort zerstört hat - wie soll das je wieder repariert werden?
Zudem muss Suketo dort noch einen überfälligen Termin durchstehen. Dank seiner grandios fiesen Einfälle verläuft dieser gänzlich anders, als erwartet, und zieht jede Menge explosiver Konflikte nach sich...
Also: Wie "elastisch" sind Suketos Moralvorstellungen nun wirklich und wie lange dauert es noch, bis ihn seine üble Vergangenheit endgültig einholt?
Zwischendrin gerät ein Liebeszauber total außer Kontrolle, es gibt Kobold-Chaos und harmlose Marshmallows gipfeln in diesem langersehnten Ritual.
"Ein Wohlfühlort für Queers und Neurodivergente" (Leser-Kommentar)
Der dritte Teil der Contemporary-Fantasy Reihe von
Desiderius M. Rainbow
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
04.05.2026
eBook (ePUB)
Fesselnde Wohlfühl-Fantasy mit viel Subtext
Wie seine beiden Vorgänger ist auch "Mânil 3 - Irgendwas mit neuen Jacken" ein Buch, in das sich wunderbar eintauchen lässt. Mânil, der etwas eigensinnige Zauberlehrling, sein mehr als verschrobener Lehrer Suketo und seine Mitstudierenden, die alle ihre Eigenarten haben, machen die Welt Mehrleben, auf der die Reihe spielt, und natürlich besonders Suketos Haus zu einem Ort, an dem ich mich von Anfang an wohlgefühlt habe, und wo ich sofort hinziehen würde.
Themen wie Neurodivergenz, Queerness, Veganismus, Akzeptanz und viele mehr werden ganz beiläufig und selbstverständlich eingeflochten, sodass die Reihe nicht mit einem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern die Lesenden einfach mitnimmt und vermittelt: Es ist okay, wer oder was Du bist, DU bist in Ordnung, wie Du bist. Ob queer oder nicht, ob vegetarisch, vegan oder omnivor,... - niemand muss sich rechtfertigen, es wird einfach kein großes Tam-Tam drum gemacht. Keiner der Charaktere ist perfekt, jeder hat so seine Baustellen.
Ganz "nebenbei" ist der Roman auch spannend, unterhaltsam, streckenweise auch düster und furchteinflößend - aber so wie Mânil von seinen Freunden immer wieder aufgefangen wird, versteht es der Autor auch, die Lesenden, z.B. durch eine wohldosierte Prise Humor an der richtigen Stelle wieder aufzufangen aufzufangen.
Schön finde ich die Metaphern und Subtexte, die es dem Leser selbst überlassen, den Roman einfach als Fantasygeschichte zu lesen oder als Angebot verstehen, gesellschaftliche Themen aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. (z.B. die Sache mit dem Zauberstab, der eine wunderbare Metapher für eine Thematik ist, die auch mich in jungen Jahren beschäftigt hat)
Sehr interessant fand ich das letzte Kapitel, das einen kleinen Vorgeschmack darauf zu bieten scheint, wohin die Reise führen wird - insbesondere die Auswahl des Ich-Erzählers dieses Kapitels (Die Erzählenden wechseln sich ab, was natürlich Geschmackssache ist, mir aber sehr gut gefiel) und der damit verbundene, für mich unerwartete Einblick in dessen Inneres machen sehr viel Lust auf mehr.
Band 3 beantwortet außerdem einige Fragen, die aus den vorherigen Bänden offen geblieben waren, wirft aber (natürlich) auch neue Fragen auf, und andere Themen blieben gänzlich unerwähnt. Es bleibt nun also nichts anderes übrig, als sehnsüchtig auf Band 4 zu warten.
Von mir für Liebhaber zeitgenössischer Fantasy, die keine Berührungsängste zu "woken" Themen haben, eine klare Empfehlung. Und wer auf fesselnde Geschichten steht, kommt ebenfalls voll auf seine Kosten! ;)
Sarek62
5/5
04.05.2026
eBook (ePUB)
Endlich! - Es geht weiter mit Manil
Manil- der verpeilte Jungzauberer steht vor der Tür. Dabei weiß er gar nicht so genau weshalb. Soll er nun zu seinen Eltern in die Nichtmagische Welt zurückkehren? Oder auf die Zaubererschule in Katurath'ka? Aber kann ihn da jemand auffangen?
Suketo: Aus einem Reflex heraus hat er Manil verbannt. Doch dabei gerät auch das Gefüge seiner Schule aus dem Rahmen. Und zu allem Überfluß wird genau jetzt Suketos Schule inspiziert. So ein Pech, oder?
Über ein Jahr mussten die Leser nun auf die Fortsetzung der Manil- Reihe warten. Da der Autor Desiderius M. Rainbow als Selbstpublizer unterwegs ist und außer der Geschichte auch noch die Bilder, Länder- und Charakterkarten selbst entwirft, ist diese Zeit nicht ungewöhnlich.
Trotz der langen Enthaltsamkeit hat sich Katurath'ka sofort wieder vertraut angefühlt.
Ich liebe den verpeilten Magier, die kriminell- geheimnisvolle Eule, James, das Skelett und natürlich den ständig mies gelaunten Suketo.
Da es eine Reihe ist, werden auch hier wieder einige Geheimnisse aufgedeckt und neue angedeutet. Gerade das macht den Reiz dieser Fantasy - Serie aus.
Deshalb von mir wieder 5 Sterne und ich hibbele schon auf die Fortsetzung!
Bewertung
5/5
03.05.2026
eBook (ePUB)
Klare Empfehlung!
Nach langem Warten geht es endlich mit Teil 3 weiter! Das Buch setzt direkt ans Ende des zweiten Teils an und die Leser*innen können wieder in die Welt von Mehrleben abtauchen. Der Autor schafft es in „Mânil- irgendwas mit neuen Jacken“ einige Fragen und Hintergründe von Charakteren näher zu beleuchten und zu beantworten und trotzdem werden weitere Fragen aufgeworfen, die absolut neugierig auf mehr machen! Ein sehr gelungenes Werk und für alle ein Muss, die nicht nur Fantasy „mal anders“ suchen, sondern auch Einblicke in viele weitere Themen wie Queerness, Freundschaft, Liebe, Neurodivergenz und gespaltene Persönlichkeiten bekommen möchten!
Bewertung
5/5
03.05.2026
eBook (ePUB)
Must-Read für Fantasy Fans mit Humor und heiße Empfehlung für Neurodivergente
Ein Buch voller spannend gestalteter Charaktere - klar, die beiden Hauptpersonen, Mânil (der liebenswerte, begabte, aber chaotische Jungmagier) und Suketo - (sein fieser, unnahbarer und sadistischer Magielehrer) sind schon ultra speziell. Und sie kommen ohne einander nicht klar, weshalb Mânils Aufenthalt in der Akademie zum Glück nur ein kurzes Gastspiel bleibt. Bald können sie es wieder genüsslich zelebrieren, einander auf die Nerven zu gehen.
Aber auch die Nebencharaktere sind individuell und vielschichtig angelegt - am liebsten würde ich sie alle noch viel besser kennen lernen. Besonders hat mich die stachelige Xochil gepackt, zwischen der und Mânil eine ganz unerwartete Beziehung zu sprießen beginnt (nö, keine romantische).
In diesem Band geht es um Konkurrenz, das Wesen von Freundschaft - und auch um Rache. Ehrlich gesagt, habe ich noch nie eine so detaillierte und genüsslich durchdachte Racheszene gelesen - und so widerstreitende Gefühle dazu empfunden. Der Autor ist ein wahrer Wortkünstler und schafft es, mit seiner ganz eigenen Magie, mir neue Seiten an mir selbst zu zeigen.
Den Kampfsaal in Suketos Haus würde ich zu gerne selbst erleben - vielleicht sogar mit Tyrone, mit dem ich gerne einmal kämpfen würde… es wird feurig und explosiv und zuweilen richtig böse.
Als Vater zweier betroffener Kinder möchte ich noch sagen: Fantastischer Umgang mit Neurodivergenzen!! Der Autor erschafft eine Welt, die ein wirklicher Safe Space ist - vielen, vielen Dank! Ich werde die Mânil-Bücher an die nächste Generation weitergeben, wenn sie alt genug sind. Bitte schreiben Sie weiter!
Bewertung
5/5
02.05.2026
eBook (ePUB)
Grandiose und vielschichtige Academy-Fantasy mit Subtext
Es wird düsterer und die Erzählstruktur dichter…
Wie üblich gibt es zu Beginn auch im dritten Band einen mysteriösen Prolog, der weiterhin Fragen aufwirft und reichlich Raum für Spekulationen lässt.
Die Geschichte knüpft diesmal nicht nahtlos an das Ende des zweiten Teils an, sodass wir uns am Anfang ein paar Wochen in der Zukunft befinden und Mânil durch seinen neuen Alltag an der Atkaronpah-Akademie begleiten. Hier lernen wir viele neue, als auch bereits alte bekannte Kommilitonen sowie Lehrkräfte der Akademie kennen. Und wäre Mânil nicht wegen des Rauswurfs bei Suketo am Boden zerstört, hätte es fast heimelig werden können. Hier entsteht bereits der erste Zwiespalt beim Lesen: In der Akademie wird zum Teil eine solche Wohlfühlatmosphäre geschaffen, dass man fast schon traurig ist, wenn der Zeitpunkt kommt, an dem wir wieder zu Suketo zurückkehren. Es sollte niemanden überraschen, dass dieser relativ schnell kommt, und seien wir ehrlich, wir wünschen es uns doch genauso sehr wie Mânil
Die Szene, in der Mânil und Suketo zum ersten Mal aufeinandertreffen hat mir fast das Herz aus der Brust springen lassen, so dicht und spannend werden die Atmosphäre und Mânils Innensicht dort beschrieben. So fassungslos bleibt man am Ende zurück, als Suketo, wie er nunmal ist, Mânil einfach stehenlässt und die Tür vor der Nase zuknallt - das war wirklich unverschämt
Wie Suketo Mânil dann doch noch zurückholt, ist gleichermaßen amüsant, wie rührend . Auch hier erwartet den Leser ein Wechselbad der Gefühle. Von Angst über ernstgemeintem Lachanfall, zu Heulkrampf, weil es so rührend ist, bis zu absoluter Erleichterung ist hier alles vertreten.
Zurück in Suketos Haus, hängt der Haussegen anfangs noch mächtig schief, was aber recht schnell vom üblichen Chaosdurchzogen wird. Es gibt neue Mitbewohner, von denen eine für ziemlich viel Chaos sorgt und mit Mânil ein Gespann bildet, dass für noch mehr Unsinn und Unfälle sorgt, als ohnehin schon.Ein Liebeszauber gerät mächtig außer Kontrolle, was anfangs sehr amüsant ist, jedoch ziemlich verstörende Ausmaße annimmt. Suketo setzt seinen lange gehegten und ziemlich fiesen Racheplan am Inspektionstag um und die Feindseligkeiten zwischen Tyrone und Mânil spitzen sich extrem zu. Wir werden mehrfach Zeuge davon, wie Amadeus und Lilian immer noch nicht zusammenkommen und Mânil langsam mit der etwas düstereren Seite der Magie bekannt gemacht wird. Ach ja, und in Mânils Kleiderschrank finden sich auch ein paar neue Jacken ein
Insgesamt ist dieser Band durchweg ein Chaos der Gefühle. Die Szenen wechseln zwischen dem üblichen Wohlfühlchaos zu düsteren und sehr emotionalen Momenten, wobei auf die eine, wie die andere Art kein Auge trocken bleibt. Die Erzählstruktur wird zunehmend dichter. Der Band deckt im Gegensatz zu den vorangegangenen einen relativ kurzen Zeitraum ab, in dem wirklich sehr viel passiert, was mich manchmal ein klein wenig erstaunt hat, wie viel Aktion doch in einen Tag passt. Ein klein wenig rückt hierdurch stellenweise der Alltag in den Hintergrund, da einzelne Szenen wirklich sehr ausführlich geschrieben sind. Das tut dem Lesegenuss aber keinen Abbruch und sorgt sogar eher dafür, dass man noch tiefer in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten eintauchen kann und die Charakterentwicklung hautnah miterlebt. Man erfährt nach und nach mehr über die Hintergründe. Wir tauchen tiefer in die düstere Vergangenheit Suketos ein, welcher in diesem Teil sehr viel mehr Erzählteile bekommen hat, und erhalten ein paar Puzzelstücke zu Mânils Träumen und der Stimme, die ihn immer wieder heimsucht, und wir lernen in diesem Teil Eules dunkle Seite so richtig kennen. Tyrone taucht als Erzähler auf und wir erfahren, warum er Suketos Schüler ist und was es mit seinem Verhalten gegenüber Mânil auf sich hat. Es tun sich wirklich an allen Ecken Handlungsstränge auf, die man gerne direkt weiterverfolgen würde. Aber ganz in Desiderius‘ Manier werden wir uns hier gedulden müssen und erstmal mit dem ein oder anderen Cliffhanger (aber bei weitem nicht so fies, wie die letzten beiden) leben müssen. Ebenso wird der aufmerksame Leser auch in diesem Teil nicht vor den üblichen Andeutungen, die maximal neugierig machen, aber nichts verraten – und die ich, wenn ich ehrlich bin, sehr liebe – verschont bleiben. Ich empfehle übringens, nach diesem Band, die ersten beiden nochmal zu lesen, da man mit dem neugewonnenen Wissen einige Szenen der vorangegangenen Teile viel besser einordnen kann.
Was mir allem voran im dritten Teil am meisten gefallen hat, ist, wie sich die Beziehung zwischen Mânil und Suketo entwickelt. Diesbezüglich machen wir einen großen Sprung. Durch den Rauswurf von Mânil ergibt sich nach dessen Rückkehr eine neue Dynamik zwischen den beiden, die einfach extrem Spaß macht zu lesen. Mânil geht aus sich heraus und bietet Suketo mehr die Stirn als je zuvor. Die Machtkämpfe und Sticheleien, die sich daraus ergeben, sind köstlich, aber es gibt auch mehr und mehr sehr emotionale Momente. Momente tiefer emotionaler Zuneigung, Verständnis und allen voran Vertrauen. Aber natürlich auch weiterhin das übliche Gezanke. Mânil treibt Suketo in bester Absicht weiterhin ordentlich in den Wahnsinn und Suketo wird immer kreativer, Mânil dafür büßen zu lassen. An Situationskomik, Subtext, absurden Dialogen und düsterem Humor wird, wie gewohnt, nicht gespart. Den ernsteren Themen wird aber nach und nach mehr Raum gegeben, wodurch im Gegensatz bisweilen eine tiefe Emotionalität entsteht ...
Ich habe die Zeit in Suketos Haus wieder ausnehmend genossen. Mittlerweile hab ich dort schon mein eigenes Zimmer besetzt. Für mich sind die Mânil-Bücher ein absoluter queerer und neurodivergenter Safespace , der auf dem Buchmarkt meines Erachtens bisher konkurrenzlos ist . Wenn ich könnte, würde ich komplett nach Mehrleben auswandern.
Von mir gibt es eine mehr als klare Leseempfehlung
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