Produktbild: Der bittere Preis der Wahrheit

Der bittere Preis der Wahrheit Ein medizinischer Roman zwischen Karriere, Täuschung und Gewissen

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Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.03.2026

Verlag

Verlag Kern

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

542 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783957164193

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

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08.03.2026

Verlag

Verlag Kern

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336 (Printausgabe)

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542 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783957164193

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Dieser Roman ist ungewöhnlich…

Bewertung am 07.06.2026

Bewertungsnummer: 3160898

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es gibt Romane über Wissenschaft, und es gibt Romane, die Wissenschaft als Lebensform begreifen. Der bittere Preis der Wahrheit gehört zur zweiten, deutlich selteneren Kategorie. Ulrich Förstermann erzählt keine klassische Thrillergeschichte und auch keinen universitären Schlüsselroman. Vielmehr entwirft er das Porträt einer Frau, die in einer Welt bestehen muss, deren Währung Erkenntnis ist und deren Versuchung Macht. Im Zentrum steht Aurélie Stein, eine junge Medizinerin, deren Weg von den Hoffnungen der akademischen Ausbildung bis in die moralischen Grauzonen moderner Forschungslandschaften führt. Der Roman folgt ihrer Entwicklung mit bemerkenswerter Geduld. Förstermann interessiert sich weniger für spektakuläre Wendungen als für die langsame Erosion von Gewissheiten. Gerade daraus bezieht die Handlung ihre eigentümliche Spannung: Nicht die Frage, wer schuldig ist, steht im Vordergrund, sondern wie Menschen dazu gelangen, sich selbst von fragwürdigen Entscheidungen zu überzeugen. Die große Stärke des Romans liegt in seiner Authentizität. Förstermann kennt die Welt, die er beschreibt, aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Diese Nähe zur Materie verführt ihn jedoch nicht zur Selbstdarstellung. Im Gegenteil: Die wissenschaftliche Forschung erscheint hier weder als heroischer Ort des Fortschritts noch als Hort der Korruption, sondern als komplexes Geflecht aus Ehrgeiz, Idealismus, Konkurrenz und menschlicher Verletzlichkeit. Gerade diese Ambivalenz verleiht dem Roman seine Glaubwürdigkeit. Auch sprachlich verfolgt der Autor einen eigenen Weg. Sein Stil ist klar, präzise und unprätentiös. Wo viele zeitgenössische Romane auf sprachliche Effekte setzen, vertraut Förstermann auf die Kraft der Beobachtung. Besonders die Schilderungen wissenschaftlicher Arbeit, von Forschungslaboren und akademischen Milieus besitzen eine seltene Anschaulichkeit. Die Fachlichkeit wirkt dabei nie dekorativ, sondern ist integraler Bestandteil der erzählten Welt. Gleichzeitig ist 'Der bittere Preis der Wahrheit' mehr als ein Roman über Forschung. Es ist ein Bildungs- und Entwicklungsroman, der die Frage stellt, welchen Preis Menschen bereit sind zu zahlen, um Erfolg, Anerkennung oder Wahrheit zu erlangen. Die Liebesgeschichte, die den Roman begleitet, erweitert dieses Thema um eine persönliche Dimension. Sie zeigt, dass die entscheidenden Konflikte nicht allein in Laboren und Fakultäten entstehen, sondern ebenso in den Beziehungen, die Menschen zueinander eingehen. So hinterlässt der Roman einen Eindruck, der über die letzte Seite hinausreicht. Er erinnert daran, dass wissenschaftliche Wahrheit kein abstraktes Konzept ist, sondern stets von Menschen gesucht, verteidigt und manchmal verraten wird. In einer Zeit, in der Vertrauen in Wissenschaft zugleich unverzichtbar und fragil geworden ist, besitzt Förstermanns Roman eine unerwartete Aktualität. Der bittere Preis der Wahrheit ist ein kluger, nachdenklicher und ungewöhnlicher Roman, der die seltene Verbindung von wissenschaftlicher Sachkenntnis und literarischem Erzählen wagt. Seine eigentliche Stärke liegt nicht in der Enthüllung eines Skandals, sondern in der Erforschung der moralischen Landschaft, aus der ein solcher Skandal entstehen kann. Genau darin liegt seine nachhaltige Wirkung. Chloé Arnault-Wagner, Berlin

Dieser Roman ist ungewöhnlich…

Bewertung am 07.06.2026
Bewertungsnummer: 3160898
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es gibt Romane über Wissenschaft, und es gibt Romane, die Wissenschaft als Lebensform begreifen. Der bittere Preis der Wahrheit gehört zur zweiten, deutlich selteneren Kategorie. Ulrich Förstermann erzählt keine klassische Thrillergeschichte und auch keinen universitären Schlüsselroman. Vielmehr entwirft er das Porträt einer Frau, die in einer Welt bestehen muss, deren Währung Erkenntnis ist und deren Versuchung Macht. Im Zentrum steht Aurélie Stein, eine junge Medizinerin, deren Weg von den Hoffnungen der akademischen Ausbildung bis in die moralischen Grauzonen moderner Forschungslandschaften führt. Der Roman folgt ihrer Entwicklung mit bemerkenswerter Geduld. Förstermann interessiert sich weniger für spektakuläre Wendungen als für die langsame Erosion von Gewissheiten. Gerade daraus bezieht die Handlung ihre eigentümliche Spannung: Nicht die Frage, wer schuldig ist, steht im Vordergrund, sondern wie Menschen dazu gelangen, sich selbst von fragwürdigen Entscheidungen zu überzeugen. Die große Stärke des Romans liegt in seiner Authentizität. Förstermann kennt die Welt, die er beschreibt, aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Diese Nähe zur Materie verführt ihn jedoch nicht zur Selbstdarstellung. Im Gegenteil: Die wissenschaftliche Forschung erscheint hier weder als heroischer Ort des Fortschritts noch als Hort der Korruption, sondern als komplexes Geflecht aus Ehrgeiz, Idealismus, Konkurrenz und menschlicher Verletzlichkeit. Gerade diese Ambivalenz verleiht dem Roman seine Glaubwürdigkeit. Auch sprachlich verfolgt der Autor einen eigenen Weg. Sein Stil ist klar, präzise und unprätentiös. Wo viele zeitgenössische Romane auf sprachliche Effekte setzen, vertraut Förstermann auf die Kraft der Beobachtung. Besonders die Schilderungen wissenschaftlicher Arbeit, von Forschungslaboren und akademischen Milieus besitzen eine seltene Anschaulichkeit. Die Fachlichkeit wirkt dabei nie dekorativ, sondern ist integraler Bestandteil der erzählten Welt. Gleichzeitig ist 'Der bittere Preis der Wahrheit' mehr als ein Roman über Forschung. Es ist ein Bildungs- und Entwicklungsroman, der die Frage stellt, welchen Preis Menschen bereit sind zu zahlen, um Erfolg, Anerkennung oder Wahrheit zu erlangen. Die Liebesgeschichte, die den Roman begleitet, erweitert dieses Thema um eine persönliche Dimension. Sie zeigt, dass die entscheidenden Konflikte nicht allein in Laboren und Fakultäten entstehen, sondern ebenso in den Beziehungen, die Menschen zueinander eingehen. So hinterlässt der Roman einen Eindruck, der über die letzte Seite hinausreicht. Er erinnert daran, dass wissenschaftliche Wahrheit kein abstraktes Konzept ist, sondern stets von Menschen gesucht, verteidigt und manchmal verraten wird. In einer Zeit, in der Vertrauen in Wissenschaft zugleich unverzichtbar und fragil geworden ist, besitzt Förstermanns Roman eine unerwartete Aktualität. Der bittere Preis der Wahrheit ist ein kluger, nachdenklicher und ungewöhnlicher Roman, der die seltene Verbindung von wissenschaftlicher Sachkenntnis und literarischem Erzählen wagt. Seine eigentliche Stärke liegt nicht in der Enthüllung eines Skandals, sondern in der Erforschung der moralischen Landschaft, aus der ein solcher Skandal entstehen kann. Genau darin liegt seine nachhaltige Wirkung. Chloé Arnault-Wagner, Berlin

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Der bittere Preis der Wahrheit

von Ulrich Förstermann

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