»Am Anfang war das Wort, und das Wort war eine Geschichte. Niemand weiß mehr, wer sie zuerst erzählte.« Mila erwacht im Land der ewigen Geschichten, ohne Herz und ohne Hoffnung auf eine Rückkehr in die Welt der Lebenden[BS1.1]. Zuflucht findet sie in einer geheimnisvollen Bibliothek. Fenric, der Bibliothekar, scheint mehr über Mila zu wissen, als er preisgibt. Langsam beginnt sie zu begreifen, was sie verloren hat. Doch gerade, als sich die Hoffnung auf ein neues Leben mit Crispin vor ihr auftut, erreicht sie ein Hilferuf aus Ragnamar. Mila muss sich entscheiden: Soll sie alles riskieren oder Ragnamar dem sicheren Untergang überlassen? Denn jedes Märchen endet. Und jedes beginnt. Mit einem Wort.
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Ein Finale wie ein Donnerhall
Buchträumerin aus Schwalbach am 01.04.2026
Bewertungsnummer: 3096233
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mila steht am Abgrund: Ohne Herz und gefangen im Land der ewigen Geschichten scheint jede Rückkehr ausgeschlossen. Vor ihr liegt eine Bibliothek und ihr mysteriöser Bibliothekar stellt Milas Geduld auf die Zerreißprobe. Ihre Sehnsucht nach Crispin ist ungebrochen, doch darf sie überhaupt auf ein Wiedersehen hoffen? Ein Hilferuf aus Ragnamar zwingt Mila zu einer folgenschweren Entscheidung. Was sonst als ein Märchen verbirgt sich hinter dem Tor in die Welt, wo ein Wort der Anfang allen Seins ist …
Ich spüre Milas Verzweiflung und die drückende Last ihrer Schuld in jedem Satz. Trotz ihrer Trauer gibt sie nicht auf; sie ballt die Fäuste und trotzt ihrem Schicksal mit bewundernswerter Tapferkeit. Besonders die Dynamik der Charaktere hat es mir angetan: Fenrics Spott hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, während Agnolas unerbittliche Härte mein Mitgefühl für Mila nur noch verstärkte.
Die Reise durch die Welt der Märchen ist ein echtes Highlight – mal skurril, mal finster und oft bedrohlich verzerrt. Eine fantasievolle Wendung jagt die nächste, bis die Grenzen zwischen Traum, Wirklichkeit und Wahrheit vollends verschwimmen.
Fazit: Ein melancholisches, facettenreiches Abenteuer voller Fantasie, das mich mit einem Finale wie einem Donnerhall atemlos zurückgelassen hat.
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