Vom Einzelbild zur Serie - finden Sie einen professionellen Zugang zur eigenen Fotografie
Präsentieren Sie Ihre Arbeit in Portfolios und Bilderserien
Verbessern Sie Ihre Chancen bei Fotowettbewerben
Entwickeln Sie einen objektiveren Blick auf Ihre Fotografie
Die Erstellung eines eigenen Portfolios und die gezielte Teilnahme an Fotowettbewerben gehören zu den wirkungsvollsten Wegen, um die eigene fotografische Entwicklung voranzutreiben. Beides fordert und fördert eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Bildsprache, dem persönlichen Blick und der künstlerischen Haltung. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen. Er beginnt mit der Frage: Wer bin ich? Was sehe ich eigentlich? Und worauf richte ich meinen fotografischen Fokus?
Dieses Buch richtet sich an alle, die mehr als nur gelungene Einzelbilder wollen. Fotografinnen und Fotografen, die Klarheit über die eigene Bildsprache gewinnen und den Mut entwickeln möchten, neue gestalterische Wege zu gehen.
Aus dem Inhalt
Stilfindung und Konsistenz für das perfekte Portfolio
Einen objektiven Blick auf die eigenen Bilder finden
Gedruckte und Online-Portfolios
Interviews mit professionellen Portfolio-Reviewern
Welche Fotowettbewerbe es gibt und wie Sie funktionieren
Wie Wettbewerbsjurys arbeiten
Interviews mit Veranstaltern, Jury-Mitgliedern und Preisträgern
Erfolgreiche Vorbereitung, Wettbewerbsteilnahme und Nachbereitung
Kundinnen und Kunden meinen
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Gute Betrachtung / Anleitung, um das eigene Foto-Portfolio zu optimieren
Bewertung am 28.05.2026
Bewertungsnummer: 3151704
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Worum es in dem Buch wirklich geht
Der Titel des im dpunkt.verlag erschienenen Buches weckt zunächst andere Erwartungen: Ich rechnete eher mit einem Ratgeber zu Fototechnik oder neuen fotografischen Verfahren. Tatsächlich wählt die Autorin Friedrun Reinhold jedoch einen anderen, sehr spannenden Ansatz. Im Mittelpunkt steht nicht das Fotografieren selbst, sondern der kritische und analytische Blick auf die eigene Bilderflut.
Für wen das Buch besonders geeignet ist
Das Buch richtet sich vor allem an erfahrene Fotografen, die ihre Fotoarbeiten bei Wettbewerben einreichen oder ausstellen möchten. Reinhold zeigt dabei recht anschaulich, wie man die eigenen Fotos neu und kritisch betrachtet, einen roten Faden im eigenen Werk erkennt und diesen konsequent weiterentwickelt. Dazu gehört auch, viele Bilder bewusst auszusortieren und nur die stärksten Aufnahmen in sein Portfolio aufzunehmen.
Wichtige Themen des Buches
Besonders hilfreich ist die Betrachtung der Perspektiven, die Jurys von Foto-Wettbewerben nutzen. Die Autorin erklärt, wie Jurys Bilder betrachten und wahrnehmen, wie man sich von der Masse anderer Einreichungen abhebt und welche Wettbewerbe zum eigenen fotografischen Stil überhaupt passen. Auch praktische Fragen spielen eine wichtige Rolle:
• welches Budget man für Wettbewerbe einplanen sollte,
• wie wichtig die gezielte Weiterentwicklung des Portfolios ist,
• welche Rolle Begleittexte bei Einreichungen spielen.
Im Kern kreist das Buch immer wieder um eine zentrale Frage: Wer sieht sich die eingereichten / ausgestellten Fotos eigentlich an?
Ergänzt wird das Buch durch Interviews mit Juroren, Preisträgern und Fotografen-kollegen. Diese unterschiedlichen Stimmen bringen zusätzliche Perspektiven ein und ergeben eine abwechslungsreiche Lektüre. Auch prägnante Zitate von Fotografen - etwa von William Eggleston: „Jede Aufnahme ist ein Gespräch zwischen Jetzt und Erinnerung.“ – laden dazu ein, Fotografie auch philosophisch zu betrachten.
Die klare Gliederung in viele Kapitel macht das Buch sehr übersichtlich. Stellenweise wirkt es dadurch fast wie eine Studienarbeit: Es schafft Orientierung, kann aber mitunter auch etwas akademisch erscheinen.
Mein persönlicher Eindruck
Für mich als Semiprofessioneller Fotograf mit einer Vorliebe für Natur- / Reise- / Makrofotografie war das Buch ein wertvoller Anstoß, den eigenen fotografischen Blick auf die eigenen Bilder zu hinterfragen sowie grundsätzlicher über den Sinn des Fotografierens nachzudenken.
Insgesamt ist „Das gute Bild“ kein Technikratgeber, sondern ein reflektiertes Buch über Bildauswahl, fotografische Identität und Präsentation. Besonders interessant ist es für Fotografen, die ihre Arbeiten bewusster betrachten und vorab kritisch zu überdenen bevor sie für Wettbewerbe oder Ausstellungen eingereicht werden.
Mein Zugang zum Buch
Ich habe die Autorin bereits früher bei FotoTV kennengelernt und war daher sehr gespannt auf das Buch mit dem Untertitel „Die eigenen Fotos mit anderen Augen sehen“. Für mich ist es eine anregende Einladung zum frühzeitigen Überdenken der eigenen Fotoarbeiten. Letztlich fordert es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Fotografie auf.
Warum das Buch zum Nachdenken anregt
Zunächst war ich etwas skeptisch, und manches im Buch war mir inhaltlich auch bereits bekannt. Die Übungen sind anspruchsvoll und regen dazu an die eigene Fotografie grundlegend zu hinterfragen:
• Was, wie, warum, wann und wo fotografierst du?
• Wann präsentierst du deine Fotografie?
• Wie zeigst du dabei deine fotografische Haltung?
• Probierst du alles aus und folgst jedem Trend – oder bleibst du deinem eigenen Stil treu?
Warum es eher ein Arbeitsbuch ist
Das Buch ist weniger ein klassisches „Lesebuch“, als vielmehr ein anspruchvolles Arbeitsbuch. Es gliedert sich in die beiden großen Themen Portfolio und Fotowettbewerb. Besonders der erste Teil hat mich angesprochen: mit Definitionen, Praxisbeispielen und einer klaren Unterscheidung u.a. zwischen Portfolio und Serie.
Ich betrachte meine Fotos seitdem aus einer neuen Perspektive und werde meine Präsentationsmöglichkeiten zukünftig kritischer überdenken.
Auch das Kapitel über Wettbewerbe war für mich aufschlussreich. Es gibt Einblicke hinter die Kulissen und zeigt, was ein Fotograf bei einer Teilnahme alles zu beachten sollte. Vielleicht werden meine eingereichten Arbeiten, mit meinem angepassten Stil, dann positiver betrachtet.
Fazit
Dieses Buch eignet sich für alle Fotografen, die ihren eigenen Stil hinterfragen, ihre fotografische Haltung besser sichtbar machen und sich intensiver mit der eigenen Fotografie auseinandersetzen möchten. Ebenso ist es für alle interessant, die sich zukünftig gezielter auf Foto-Wettbewerbe vorbereiten wollen.
Arbeitsbuch zur Selbstreflexion für Fotografen für Erstellung von Portfolios und Wettbewerbsteilnahme
Manfred Klimmeck aus Schöneck am 24.04.2026
Bewertungsnummer: 3118974
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch gehört zur schwereren Kost von Büchern zur Fotografie. Es ist nicht geschrieben worden für Point-and-Shoot-Freizeit-Knipser.
Das Buch fordert und fördert (auch wenn dies extrem klischeehaft klingt).
Es richtet sich nicht an Fotografen, die etwas abbilden möchten, sondern an die mit Ausdruck, Aussage und Empathie.
Was macht dieses Buch so besonders?
Ich habe dieses Buch zweimal vollständig gelesen, bevor ich diesen Text geschrieben habe. Es ist derartig dicht an Informationen, Leitlinien, Wegweisern etc. dass es sehr schwer ist, für andere eine Zusammenfassung oder Beschreibung zu erstellen.
Den Titel „Das gute Bild“ finde ich etwas unpassend. Eigentlich geht ist im ganzen Buch immer um eine Kombination von Fotos und wie diese durch gezielte Auswahl und Reihenfolge wirken oder durch Fehler diese Wirkung zerstören. Ein Foto ist dann gut, wenn es in die gewählte Sequenz passt.
Es geht um Selbst-Reflexion und die Beurteilung durch andere. Alle Inhalte kann man einem der beiden Schwerpunkte „Präsentation eines Portfolios“ und „Teilnahme an Wettbewerben“ zuordnen. Beide Komplexe werden breit und tief, sowie sehr deutlich und schonungslos analysiert. Man wird motiviert teilzunehmen, erkennt aber auch, wenn man die Finger davonlassen sollte.
Das Buch richtet sich ganz besonders an kommerzielle Fotografen, die ihre Sichtbarkeit am Markt bewusst beeinflussen wollen. Alle hierfür vorhandenen Optionen (incl. Social media, eigene Webseite und viele mehr) werden im Detail und sehr spezialisiert beschrieben. Es gibt Vorgaben für Übungen, teilweise mit Beispielen, und die Darstellung der zu erwartenden Veränderungen. Diese Übungen sind oft nicht einfach, zeitaufwendig und teilweise kostenintensiv. Nur, wer wirklich bereit ist, zu investieren, wird auch die Ratschläge annehmen. Ich möchte dies vergleichen mit einem Trainingsplan für die Olympiateilnahme. Wer nicht weiß, wie die perfekte Vorbereitung aussieht und sich nicht darauf einlässt, muss gar nicht erst gegen die Konkurrenz antreten.
Nach meiner Auffassung ist der entscheidende Satz „Wer überzeugen will, muss Entscheidungen treffen.“
Hierbei hilft der Autor wie eine Art Coach, der durch Aufgaben, Beispiele, Interviews etc. fordert und fördert.
Es ist eigentlich ein Marketing-Ratgeber. Auf keinen Fall ist es ein Technik-Ratgeber, der hilft gute Fotos zu machen.
Viele Aspekte werden sehr praxisnah vermittelt durch ausführliche Interviews mit Künstlern angereichert, die im jeweiligen Umfeld erfolgreich gearbeitet haben.
Für die Teilnahme an Wettbewerben bekommt man einen fundierten Blick hinter die Kulissen. Man erfährt die unterschiedlichen Schwerpunkte und Beurteilungskriterien der unterschiedlichen Arten von Wettbewerben. Ein Bild ist nicht objektiv gut oder schlecht. Es kann aber passend sein oder nicht. Daher wird auch intensiv auf „Stolperfallen“ bei der Bildauswahl eingegangen, auch hier wieder mit einem ausführlichen Übungsteil zum Selbermachen. Wichtig war auch die Darstellung, wie eine Jury unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu ihren Ergebnissen kommt. Wenn jemand teilnehmen möchte, kann dies sehr hilfreich sein.
Es ist, wie schon erwähnt, ein schweres Buch und nichts für die Entspannung am Strand. Wer mit Fotografie sein Geld verdienen möchte und dafür Sichtbarkeit benötigt, findet hier einen perfekten Ratgeber und viele Übungen incl. Erfolgskontrolle.
Es wäre aber schön, wenn der Titel zum Inhalt passen würde.
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