Produktbild: Umkämpfte Zone
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Umkämpfte Zone Mein Bruder, der Osten und der Hass

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

105468

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2019

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

277

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,8 cm

Gewicht

426 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003626852

Beschreibung

Rezension

„Man könnte die Raumfahrtforschung als eine Heldengeschichte erzählen. Ines Geipel erzählt sie eher als eine schmutzige Sache, weil vieles vertuscht worden ist, geheim gehalten wurde.“ Durs Grünbein, Berliner Zeitung, 07. Juni 2022 ("Berliner Zeitung")
»[…] Der lange Bogen, den sie vom 2. Weltkrieg und seinen Kriegskindern bis hin zur Nachwendezeit, dem NSU und der AFD schlägt, ist mutig, abenteuerlich, riskant; ihre Schilderungen von Ostdeutschland als Umkämpfte Zone jedoch ist bestürzend aktuell. Ihr Buch schmerzt mit seiner Intensität, seiner Kompromisslosigkeit und den Fragen, die es stellt.« Mario Keipert, textwärts, 13.02.2020 ("textwärts")
»Ines Geipel ist das, was man eine unbequeme Zeitgenossin nennt.« SWR 2, 04.01.2020 ("SWR2")
»Ines Geipels fundiertes und vielschichtiges Buch ist […] unverzichtbar, denn es bietet einen Schlüssel zum Verstehen an.« Lore Kleinert, Neue Buchtipps, 08.12.2019 ("Neue Buchtipps")
»Schmerzhaft, streitbar – ein wichtiges Buch.« Anja Sabel, Kirchenzeitung Bistum Aachen, 01.12.2019 ("Kirchenzeitung Bistum Aachen")
»Ines Geipel nutzt die eigene Familiengeschichte als Schlüssel für das Unerzählte, das politisch derart mächtig geworden ist. Eine wagemutige Konstruktion, doch sie erweist sich als belastbar. Aus schwerem Gepäck wird erhellende Erzählung.« Michael Bienert, Literaturblatt, September/Oktober 2019 ("Literaturblatt")
»Das wohl berührendste Buch zur deutschen Wirklichkeit 2019 hat Ines Geipel geschrieben, einstige Top-Sprinterin, Doping-Kritikerin und große Autorin. "Umkämpfte Zone" heißt ihr persönlicher Abschied vom kleinen Bruder, mit dem sie zugleich einige Zerrbilder deutscher Geschichte beerdigen muss« Lukas Hammerstein, Bayern2 – Jazz & Politik, 28.09.2019 ("BR 2")
»Ein wichtiges, streitbares, rücksichtsloses, schmerzhaftes Buch« Jörg Magenau, rbb, 11.07.2019 ("rbb")
»Geipels [...] Bild- und Sprachkunstwerk Umkämpfte Zone ist vielschichtig, elaboriert, hochaktuell und lesenswert.« Christian Bickel, literaturkritik.de, 13.06.2019 ("Literaturkritik.de")
»Kritische Aufarbeitung ist in unserer gesellschaftlichen und politischen Landschaft wichtig, um friedlich miteinander leben und Rechtspopulismus und- extremismus entgegentreten zu können. Geipel leistet dazu mit dem bereits in vierter Auflage erschienen Sprach- und Bildwerk Umkämpfte Zone einen wichtigen Beitrag. Sie thematisiert darin vielschichtig, hochaktuell und lesenswert die Ursachen für derartig radikale Gesinnungen und reflektiert diese fundiert anhand der eigenen Familiengeschichte.« Christina Bickel, literaturkritik.de, 13.06.2019 ("Literaturkritik.de")

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Sehr gut

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105468

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2019

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Klett Cotta

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277

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,8 cm

Gewicht

426 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003626852

Herstelleradresse

Cotta'sche, J. G., Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
Deutschland
Email: info@klett-cotta.de
Telephone: +49 711 66721519
Fax: +49 711 66722031

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  • gst

    aus Pirna

    4/5

    22.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Abrechnung

    Erst 2006 vom Westen in den Osten gekommen, erlebe ich sehr häufig eine unterschiedliche Sicht auf die Sachlage des Alltags. Auch wenn die Grenze aus den Köpfen oft klein geredet wird, ist sie immer noch vorhanden. Warum das so ist, wollte ich mit diesem Buch erkunden. Ines Geipel, geboren 1960 in Dresden, beschreibt anhand ihrer Familiengeschichte, was im Osten anders lief. Sie selbst hat ihrem Heimatland 1989 den Rücken gekehrt und lebt nach den Jahren in Westdeutschland, wo sie Philosophie und Soziologie studierte, als Professorin in Berlin. Sie hat bereits mehrere Bücher zur Geschichte des Ostens publiziert. In der „umkämpften Zone“ verarbeitet sie zum einen den Verlust ihres Bruders, der ihr in der Kindheit sehr nahe stand. Gerade die Szenen aus Dresden und dem Umland haben mich sehr berührt, da ich die Gegend sehr liebe. Wer Dresden kennt, dem wird das Herz beim Blick auf das Cover, das den Luisenhof und die Standseilbahn zeigt, aufgehen. Doch eigentlich geht es in diesem Sachbuch mit den vielen persönlichen Einflechtungen um eine Abrechnung der Autorin mit der DDR-Vergangenheit. Schon vor der Gründung der Republik begann das große Schweigen. „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“, soll Walter Ulbricht gesagt haben (Seite 53). Die deutsche Nazi-Vergangenheit wurde niemals aufgearbeitet. Schon bald nach dem Krieg wurden jüdische Friedhöfe in Karl-Marx-Stadt und Zittau geschändet. „Die Öffentlichkeit durfte allerdings nicht davon erfahren.“ (Seite 135) So ging es weiter bis zur Wiedervereinigung. In den Augen der Autorin sind die über mehr als 50 Jahre durchgehende Diktaturerfahrung und die große Verunsicherung nach dem Mauerfall mit verantwortlich für die explodierenden Zeitbomben in Hoyerswerda (1991) und Rostock-Lichtenhagen (1992). In diesem Milieu fanden Reichsbürger, Pegida und AfD den idealen Nährboden. Ich habe in diesem Buch vieles erfahren, was mir bisher gar nicht bekannt war und möchte es all denen empfehlen, die mehr über die unterschiedliche Vergangenheit der Menschen in Deutschland wissen wollen. Vielleicht hilft gegenseitiges Verständnis eines Tages dazu, endlich die Grenze in den Köpfen fallen zu lassen.

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