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Der neue Tugendterror Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2014

Verlag

Dva

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,8 cm

Gewicht

577 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003601729

Beschreibung

Rezension

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 24.03.14
Thilo Sarrazin polarisiert wieder. "Der neue Tugendterror" ist eine höchst interessante Lektüre über unsere Gesellschaft, über die Weltgesellschaft, über Macht, Medien, Politik. Wer nicht mit der Masse schwimmt, der geht schnell unter. Sarrazin will mit diesem Buch klar machen, dass es so nicht gehen kann. Ein Buch, das auf der Bestsellerliste wieder einschlagen wird wie eine Bombe.

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Sehr gut

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24.02.2014

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Dva

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,8 cm

Gewicht

577 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003601729

Herstelleradresse

DVA
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: kundenservice@penguinrandomhouse.de
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Fax: +49 89 41363333

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Einsamer Rufer in der (Medien-) Wüste

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.02.2026

Bewertungsnummer: 3051827

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wenn sich die Wirklichkeit dem eigenen Denkmuster nicht fügen will, werden auch in seriösen Zeitungen notfalls die Gesetze der Statistik auf den Kopf gestellt." Thilo Sarrazin erläutert, was er damit meint. Das "eigene Denkmuster" in diesem Sinne ist die von den Medien verbreitete gesellschaftlich opportune Meinung, welche im Dienste einer höheren moralischen Wahrheit zu stehen scheint. Wer hiervon abweicht, gilt als Provokateur. Meinungsvielfalt, wie sie in der Medienlandschaft vor 30 Jahren noch üblich war, sei heute nicht mehr vorhanden. Autor Sarrazin beschäftigt sich mit diesem Phänomen. Er untersucht den Begriff Meinungsfreiheit, berichtet über eigene Erfahrungen mit Meinungsherrschaft und analysiert Meinungsbildungsprozesse. Er resümiert, dass die meisten Menschen (auch gegen besseres Wissen) Mehrheitsmeinungen von Gruppen annehmen, zu denen sie selbst gehören. Dieses Phänomen wurde hinlänglich psychologisch untersucht und ist allgemein bekannt. Offensichtlich fehlt es an kritischer Selbstreflexion bzw. an Mut, eine eigene (individuelle) Meinung zu vertreten. Sarrazin untersucht 14 Axiome des Tugendwahns im Deutschland der Gegenwart. Damit stößt er eine gesellschaftliche Debatte an, die von Politik und Medien gern ausgeblendet wird, jedoch überfällig ist. Die Axiome sollten gelesen und kritisch reflektiert werden. Es mangele heute an sachlich geführten offenen Diskussionen, ohne dass gleich die moralische Keule geschwungen oder massiver Druck ausgeübt werde. Das Buch ist ein Plädoyer für Meinungsfreiheit und gegen Gleichmacherei. "Urteilen soll dann der Leser … welche Position ihn jeweils mehr überzeugt." Der Autor verkündet nicht "die Wahrheit", denn "die Wahrheit" gibt es nicht. Menschen konstruieren ihre eigenen Wirklichkeiten. Die Medien (i.V.m. der Politik) haben die Rolle übernommen, die Meinungen in eine bestimmte Richtung zu biegen. Auffallend ist, dass diese publizierten Meinungen, so einheitlich und einvernehmlich sie auch wirken, oftmals nicht mit den Meinungen der Bürgerinnen und Bürger des Landes übereinstimmen. Notwendig für einen ausgewogenen Meinungsbildungsprozess sind vielschichtige Informationen und offene Diskussionen. Nur so funktioniert Demokratie.

Einsamer Rufer in der (Medien-) Wüste

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.02.2026
Bewertungsnummer: 3051827
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wenn sich die Wirklichkeit dem eigenen Denkmuster nicht fügen will, werden auch in seriösen Zeitungen notfalls die Gesetze der Statistik auf den Kopf gestellt." Thilo Sarrazin erläutert, was er damit meint. Das "eigene Denkmuster" in diesem Sinne ist die von den Medien verbreitete gesellschaftlich opportune Meinung, welche im Dienste einer höheren moralischen Wahrheit zu stehen scheint. Wer hiervon abweicht, gilt als Provokateur. Meinungsvielfalt, wie sie in der Medienlandschaft vor 30 Jahren noch üblich war, sei heute nicht mehr vorhanden. Autor Sarrazin beschäftigt sich mit diesem Phänomen. Er untersucht den Begriff Meinungsfreiheit, berichtet über eigene Erfahrungen mit Meinungsherrschaft und analysiert Meinungsbildungsprozesse. Er resümiert, dass die meisten Menschen (auch gegen besseres Wissen) Mehrheitsmeinungen von Gruppen annehmen, zu denen sie selbst gehören. Dieses Phänomen wurde hinlänglich psychologisch untersucht und ist allgemein bekannt. Offensichtlich fehlt es an kritischer Selbstreflexion bzw. an Mut, eine eigene (individuelle) Meinung zu vertreten. Sarrazin untersucht 14 Axiome des Tugendwahns im Deutschland der Gegenwart. Damit stößt er eine gesellschaftliche Debatte an, die von Politik und Medien gern ausgeblendet wird, jedoch überfällig ist. Die Axiome sollten gelesen und kritisch reflektiert werden. Es mangele heute an sachlich geführten offenen Diskussionen, ohne dass gleich die moralische Keule geschwungen oder massiver Druck ausgeübt werde. Das Buch ist ein Plädoyer für Meinungsfreiheit und gegen Gleichmacherei. "Urteilen soll dann der Leser … welche Position ihn jeweils mehr überzeugt." Der Autor verkündet nicht "die Wahrheit", denn "die Wahrheit" gibt es nicht. Menschen konstruieren ihre eigenen Wirklichkeiten. Die Medien (i.V.m. der Politik) haben die Rolle übernommen, die Meinungen in eine bestimmte Richtung zu biegen. Auffallend ist, dass diese publizierten Meinungen, so einheitlich und einvernehmlich sie auch wirken, oftmals nicht mit den Meinungen der Bürgerinnen und Bürger des Landes übereinstimmen. Notwendig für einen ausgewogenen Meinungsbildungsprozess sind vielschichtige Informationen und offene Diskussionen. Nur so funktioniert Demokratie.

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Der neue Tugendterror

von Thilo Sarrazin

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