Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Mila
aus Chemnitz
5/5
30.11.2023
Buch (Taschenbuch)
absolut begeistert!
Ich habe das Buch quasi verschlungen. Immer wieder empfand ich als schockierend, dass es sich damals in der DDR so zugetragen haben soll! Ich liebe die Tatsachenromane von Hera Lind und bin noch auf viele weitere gespannt!
Bewertung
5/5
14.06.2022
eBook (ePUB)
Unglaublich, aber wahr!
Ein weiterer packender Roman von Hera Lind, der unter die Haut geht. Kaum zu glauben, dass die darin verpackte unglaubliche, aber wahre Geschichte noch gar nicht so lange zurückliegt.
Bewertung
aus Wien
5/5
12.07.2020
eBook (ePUB)
Zwei wirklich unterschiedliche Welten
Dieses Buch, das zum Großteil aus Tatsachen besteht, war einerseits erschütternd und anderseits spannend.
Da ich die Autorin nur aus früheren Jahren kenne, ihre Bücher mit viel Witz und feiner Ironie aber sehr gerne gelesen habe, war ich auf dieses sehr gespannt. Aber Hera Lind schafft es, auch ein ernstes Thema wirklich gut zu Papier zu bringen. Es gibt einen Einblick in eine Welt, die man sich gar nicht vorstellen kann (und will). Absolut lesenswert.
Minangel
4/5
18.05.2019
eBook (ePUB)
zwei bewegende Geschichten: hinter der Mauer und hinter einem Pflegefall
Inhalt: Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen… (übernommen)
Meine Meinung: Dieser Roman passiert auf wahren Begebenheiten und zeigt das Schicksal einer Familie im geteilten Deutschland auf. Burschi - hochtalentiert musikalisch - möchte einfach seine Träume leben und durch eine unüberlegte Handlung flieht er. Was diese Flucht an Wellen schlägt, ist authentisch schockierend im Buch dokumentiert. Sogar die Familie seiner Schwester muss noch für seine Handlung geradestehen und sehr bewegend wird ihr Alltag in der DDR geschildert.
Der Roman erzählt in der Vergangenheit der DDR abwechselnd mit der Gegenwart, wo wir den Alltag als Pflegefall mit all seinen Hürden und Schwierigkeiten kennen lernen, aber auch der liebevollen schwesterlichen Betreuung begegnen. Durch die wechselnde Erzählperspektive der Vergangenheit und der Gegenwart wurde mir als Leser teilweise befürchtete Schrecken genommen bzw. auch bestätigt, was manchmal der entstehenden Spannung die Auflösung nahm (zB die Flucht, ob sie glückt).
Sehr berührt hat mich auch das Nachwort, wo wir über die realen Personen des Romans und ihren authentischen Erlebnissen erfahren.
Fazit: zwei emotionale Themen (Flucht aus der DDR und das Leben als Pflegefall) wurden zu einem authentischen Roman zusammengefasst. Mir persönlich hätte für die Geschichte auch ein Thema gereicht, um es vollends emotional auszuschöpfen. So war ich etwas hin und her gerissen, aber das Buch ist mir lesenswerte mauerniederreißende 4 Sterne wert.
SyloRex
aus München
1/5
02.01.2025
Buch (Taschenbuch)
„Die gute Lotte und der Traum…
„Die gute Lotte und der Traum vom besseren Leben“ Hera Linds Buch (hypothetischer Titel) erzählt die amüsante und zugleich nachdenklich stimmende Geschichte von Lotte, einer Frau, die alle Konventionen sprengt. Nachdem sie ihren ersten Mann verlässt, beginnt sie eine Beziehung mit einem wohlhabenden Bayer, der ihr ein vermeintlich sorgenfreies Leben ermöglicht – zumindest vorübergehend. Mit ihrem ausgeprägten Sinn für Eigeninteressen und fragwürdigen Mitteln schafft es Lotte, sich eine sogenannte "Toskana-Villa" finanzieren zu lassen. Dabei liegt diese nicht einmal in der Toskana, sondern scheint mehr ein Symbol für ihren Traum von Luxus und Freiheit zu sein. Doch das Schicksal schlägt zurück: Die Villa wird der Tochter überschrieben, Lotte wird auf ein 20-Quadratmeter-Fertighaus nebenan verbannt, und ihr Schwiegersohn übernimmt die Kontrolle. Lottes Stimme, einst so laut und bestimmend, verstummt unter seinem Einfluss. Hera Lind schildert diese Geschichte mit einem gelungenen Mix aus Humor, Ironie und Gesellschaftskritik. Der unkonventionelle Lebensweg der Protagonistin zeigt nicht nur ihre Raffinesse, sondern auch die Fallstricke von Gier und Selbstüberschätzung. Die Handlung hält den Leser mit ihren überraschenden Wendungen bei Laune, während der Stil leicht und mit einem Augenzwinkern bleibt. Fazit: Eine Geschichte, die gleichermaßen unterhält und nachdenklich macht. Sie eignet sich für Leser*innen, die außergewöhnliche Familiengeschichten mit einem Hauch von Skandal und Ironie schätzen.
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