Fremde, die zu Schwestern werden: Warmherzig, charmant und witzig!
Ein Neuanfang ist nie einfach, und ans andere Ende des Landes zu ziehen und alles zurückzulassen, was man kennt, erst recht nicht. Mattie Gomez ist nicht gerade begeistert darüber, ab jetzt zusammen mit ihrer neuen Patchworkfamilie in Kalifornien zu wohnen. Doch dann lernt sie Mercedes Miller kennen, die ihre Welt ganz schön auf den Kopf stellt. Dieses fremde Mädchen sieht ihr unglaublich ähnlich! Charakterlich könnten die beiden zwar nicht unterschiedlicher sein, doch schon bald stellen Mattie und Mercedes fest, dass sie zumindest eines gemeinsam haben: einen Vater aus Kolumbien, den keine von ihnen je kennengelernt hat. Um ihn zu finden, müssen sie sich zusammenschließen, Übernachtungen vortäuschen, ihren Freunden aus dem Weg gehen und waghalsige Fluchten von Schulausflügen planen.
Wenn sie nur lange genug aufhören könnten, sich zu zanken...
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Charmant, berührend, unterhaltsam.
CorniHolmes am 02.10.2024
Bewertungsnummer: 2306956
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
4,5 Sterne
Als ihre Mutter wieder heiratet, zieht Mattie Gomez mit ihrer neuen Patchworkfamilie nach Kalifornien, weit weg von ihrem alten Zuhause und ihren Freunden. Mattie ist wenig begeistert über den Umzug und dass sie auf einmal zwei Stiefbrüder hat, ist eine große Umstellung für sie. Als sie jedoch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule ihrer Klassenkameradin Mercedes Miller begegnet, wird ihre Welt erst recht auf den Kopf gestellt. Mattie und Mercedes sehen sich verblüffend, fast wie eineiige Zwillinge! Charakterlich sind sie aber wie Tag und Nacht und auch ihre Familienverhältnisse sind ziemlich verschieden. Doch dann finden die zwei heraus, dass sie eine Sache gemeinsam haben: Einen Vater aus Kolumbien, den beide nie kennengelernt haben. Auch wenn sich die beiden Mädchen anfangs nicht wirklich leiden können, beschließen sie, zusammen nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Eine turbulente Reise beginnt...
„Mattie & Mercedes“ war mal wieder so ein Buch, bei dem sofort klar war, dass ich es lesen möchte. Schon allein das wunderhübsche Cover, das uns die Simona Ceccarelli mal wieder gezaubert hat, ließ mein Herz höherschlagen. Und der Klappentext tat dann sein Übriges. Es war mein erstes Werk von Anika Fajardo und sicherlich nicht mein letztes.
Mit einem angenehm lockeren Schreibstil – der wunderbar von Maria Schmidt ins Deutsche übertragen wurde – entführt uns Anika Fajardo in den US-Staat Kalifornien, wo sich die beiden titelgebenden Heldinnen dieses Romans zum ersten Mal begegnen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Mattie und Mercedes erzählt, was uns Leser*innen einen umfassenden Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Mädchen ermöglicht. Dabei wird direkt deutlich, dass man es mit zwei grundverschiedenen Protagonistinnen zu tun hat.
Mattie ist liebenswert, sensibel und bescheiden und bleibt lieber im Hintergrund. Mercedes wiederum steht gerne im Mittelpunkt, sie legt viel Wert auf Äußerlichkeiten und ist es gewohnt zu bekommen, was sie will. Während man Mattie sofort ins Herz schließt, macht Mercedes zunächst keinen wirklich sympathischen Eindruck. Erst im weiteren Verlauf, nachdem man mehr über die Hintergrundgeschichten der beiden erfahren hat und ihr Verhalten besser nachvollziehen kann, sammelt auch Mercedes allmählich Sympathiepunkte.
Die Handlung konzentriert sich sehr auf die Gegensätzlichkeiten der zwei Halbschwestern und ihre äußeren wie inneren Konflikte und verläuft bisweilen etwas langsam und vorhersehbar. Dies tut dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch. Anika Fajardo gelingt es dennoch, einen durchweg zu fesseln und zu unterhalten. Es bereitet viel Freude, die beiden Mädels auf ihrer abenteuerlichen Suche nach ihrem Vater und ihrer Herkunft zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich immer näherkommen und lernen, einander zu akzeptieren und zu vertrauen. Mattie und Mercedes zeigen uns, dass es sich lohnt, zusammenzuhalten und an seinen Zielen festzuhalten und dass auch zwei Gegenpole zueinander finden können. Nebenbei lernt man auch noch einiges über die kolumbianische Kultur, was gekonnt in das Geschehen eingebettet wurde. Das Ende schließt die Geschichte stimmig ab und lässt einen mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück.
Fazit: „Mattie & Mercedes“ ist eine charmante, unterhaltsame und berührende Geschichte über unerwartete Freundschaft und Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein wundervoller Middle Grade-Roman mit viel Herz und „Das doppelte Lottchen“ – Vibes, der nicht nur junge Leser*innen ab 10 Jahren in den Bann zieht. Ich bin begeistert von diesem Buch und freue mich schon sehr darauf, mehr von der Autorin zu lesen. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!
Zwei Minidetektive auf der Suche nach ihrem Vater
Bewertung aus Beucha am 29.09.2024
Bewertungsnummer: 2304259
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mattie zieht mit ihrer neuen Familie nach Kalifornien und lernt auf der neuen Schule Mercedes kennen. Sie sieht fast genauso aus wie sie selbst. Auf einem Foto entdecken sie, dass sie einen gemeinsamen Vater haben müssen. Beide recherchieren wie Detektive nach einem Frank. Ein Plan wird geschmiedet ihn zu treffen und kennen zu lernen. Durch einige Umwege und dem gutmütigen Hausmeister finden Sie das Büro. Spannend erzählt und geheimnisvoll zugleich, gelingt das geheime Treffen. Doch das weglaufen wird bestraft. Obwohl Hausarrest meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß scheint, wurde es als Erziehungsmassnahme gewählt. Aber es spielt ja auch in Amerika. Da gibt es das vielleicht noch. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und Patchworkfamilien werden immer mehr. Es bietet neue Perspektiven und es fördert mehr Zusammenhalt mit allen Höhen und Tiefen. Matties Mom scheint die Arbeit wichtiger zu sein, als die Familie, da sie oft beruflich verreisen muss. Ob das Bob auf Dauer gefällt mit der Nanny, lässt mich zweifeln. Auch das ist freie Interpretation. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Vielleicht besuchen die beiden später einmal ihren Vater in Kolumbien.
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