Im Satz „Das Individuum entsteht innerhalb der Gemeinschaft“ sind mehrfache Erkenntnisse inhäriert: Dass die Gemeinschaft der Individualität vorausgeht, dass das Individuum selbstische Wirkbarkeit erbringt und dass Gemeinschaft und Individualität ein unzertrennliches Verhältnis bilden. Der Mensch aber ist nicht beides zugleich, denn das dualistische Verhältnis offenbart sich durch die Wirkbarkeit eines Standes, nämlich in der gleichzeitigen Negation des Gegenstücks: Entweder ist man alleine oder gemeinschaftlich, entweder selbstbestimmt oder fremdbestimmt – die Disjunktion setzt sich in Handlungsbezügen, konkreter, in gattungstypischen Belangen als Gemeinwesen und in subsummierten Spezifikationen als Individualität durch. Noch nie in der Geschichte hat die Individualität an Wirkbarkeit gewonnen, wie ihr in meiner Gegenwart geschieht, denn in vergangenen Zeiten waren die Menschen ohne jegliche Selbstbestimmungsrechte Gebilden, Traditionen, Idealen oder schlichtweg der Herrscherwillkür untergeordnet, doch es ist unschwer zu erkennen, dass die willkürliche Freiheit der Gegenwart zugleich Lasterhaftigkeit, Naturwidrigkeit, Unbeholfenheit oder Verzweiflung hervorruft, eben dadurch, dass das Gemeinwesen nicht mehr als Unterbau der Individualität verstanden wird. Im zweiten Buch behandeln wir das Gesellschaftsbewusstsein, denn dieses billigt die Handlungsmotive der Menschen.
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Bewertung am 25.05.2026
Bewertungsnummer: 3148047
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Meiner Meinung nach absolut keine Expertise in diesem Buch enthalten. Der Autor bezeichnet sich als Antifeminist. Sein wirken löst das Gefül von Fremdscham in mir aus. Es ist nicht empfehlenswert.
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