Zwei Frauen, ein Roadtrip und die Frage: Worin liegt der Sinn im Leben? Lisa Roy fängt das Lebensgefühl der Millennials ein und erzählt ebenso lakonisch wie warmherzig von der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, nach Glauben, Familie, Liebe und Freundschaft in einer unübersichtlich gewordenen Welt.Jana Doktor ist fast dreißig, frisch getrennt und vorübergehend wieder bei ihren Eltern eingezogen. Die Promotion dümpelt vor sich hin, nach einem One-Night-Stand ist sie schwanger, alles also gerade nicht so Gold. Ihren Bruder, den einzigen ihr nahestehenden Menschen, mag sie diesmal nicht ins Vertrauen ziehen, er ist gerade Vater geworden.In einem Kölner Imbiss begegnet Jana einer Frau, die ganz anders ist als sie: selbstbewusst und klar. Aber auch Miral steht an einem Wendepunkt. Spontan begeben sich die beiden Frauen auf einen Roadtrip nach Italien, der für Jana nach einem heimlichen Schluck Weihwasser ein unerwartetes Erlebnis bereithält: eine Epiphanie? Oder verliert sie allmählich den Verstand?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
4/5
12.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Witzig, humorvoll und voller emotionaler Wucht
„Glaubst du, das Ende der Welt wird ein großer Knall oder eher so, dass alles sich einfach Stück für Stück ein bisschen verschlechtert, bis es dann irgendwann vorbei ist, so wie beim römischen Reich?“ Seite 71
INHALT
Eine junge Frau, fast 30ig, frisch getrennt und schwanger. Super Voraussetzungen, oder? Die Geschichte kann ungünstiger nicht sein. Jana steht am Tiefpunkt, und trifft dann auf Miral. Diese bringt ein wenig Schwung und neue Motivation in Janas Leben. Beide fahren spontan gemeinsam weg und beginnen über sich und das Leben nachzudenken. Eine Geschichte über Freundschaft und Verlust. Über eigene Ängste und Entscheidungen.
„Jana nickt wieder, fühlt sich – wieso so oft im Leben –, als wäre sie aus Versehen in ein Erwachsenen Gespräch gestolpert, indem sie im Grunde nichts verloren hat.“ Seite 133
EINDRUCK UND FAZIT
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Vor allem, weil ich mich so gut in Jana hineinversetzen konnte. All ihre Unsicherheiten und Entscheidungen konnte ich so fühlen. Ich finde, Lisa Roy schreibt ganz zart und dennoch mit einer eindringlichen Wucht, dass man dieses Buch nur mögen kann! Ich kann mich noch gut an diese Zeit erinnern, und die Gefühle aus der Zeit: man denkt, man sei richtig erwachsen und habe alles im Griff - und eigentlich schwimmt man von einer in die andere Katastrophe. Einige Stellen fand ich richtig witzig, andere auch super interessant (ich habe noch lange darüber nachgedacht). Strange fand ich allerdings die religiösen Einschübe in die Geschichte; aber das ist jammern auf hohem Niveau.
„Ach, Männer wollen Kinder, wie Kinder Meerschweinchen wollen. Und in beiden fällen kümmert sich am Ende die Mutter.“ Seite 133
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