Produktbild: Bienensterben
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Bienensterben Roman. Ausgezeichnet mit dem Commonwealth Book Prize 2013

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

08.10.2013

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/2,5 cm

Gewicht

392 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Death of Bees

Übersetzt von

Stefanie Jacobs

Sprache

Deutsch

EAN

2710003456695

Beschreibung

Rezension

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 03.02.14
Eigenwillig, anziehend, charmant und mit schrägem Humor. Der Debütroman der Amerikanerin Lisa O?Donnell überzeugt auf ganzer Linie. Marnie und Nelly haben ein freches und liebreizendes Mundwerk, und die Geschwister haben einiges erleben müssen. In "Bienensterben" kommt zudem die Spannung auch nicht zu kurz.

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Zustand

Akzeptabel

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

08.10.2013

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/2,5 cm

Gewicht

392 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Death of Bees

Übersetzt von

Stefanie Jacobs

Sprache

Deutsch

EAN

2710003456695

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  • Bewertung

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Tragikkomisches Buch - fantastisch!

    „Heute ist Weihnachten. Heute hab ich Geburtstag. Heute werde ich fünfzehn. Heute hab ich meine Eltern im Garten begraben. Geliebt wurden sie beide nicht.“ So beginnt das Buch. Am heiligen Abend in einer Reihenhaussiedlung in Glasgow, nicht die beste Gegend, begraben Marnie und ihre jüngere Schwester Nelly die Eltern im Garten. Marnie „feiert“ ihren 15. Geburtstag. Mutter Izzy hatte Vater Gene mit einem Kissen erstickt, sich selbst in der Nacht im Schuppen erhängt. Die Kinder haben Angst in ein Heim gesteckt zu werden, erzählen, die Eltern seien nach Indien gereist. Die Rückblende zeigt die Eltern als Althippies, ständig bekifft und besoffen, kümmerten sich nicht um die Kinder, gaben ihnen keine Beachtung. Marnie erklärt wie dies aussah: „Da hast du ein Pfund, Schätzchen, nimm die Flaschen unter der Spüle mit und hol dir Pommes.“ - „Ich geh mit vier klirrenden leeren Flaschen und einem Pfund in der Hosentasche die Straße runter und hab das Gefühl, jemand kümmert sich um mich.“ Trotz allem sind die beiden Mädchen mit verschiedenem Charakter intelligent und zielstrebig. Der homosexuelle Nachbar Lennie, der im Viertel geächtet wird, nimmt sich der Mädchen an und die sie erleben nach anfänglichem Misstrauen eine fast glückliche Zeit. Drogentypen fragen immer wieder nach dem Geld, das sie angeblich vom Vater zu bekommen haben, ein verschollen gemeinter, penetranter Großvater taucht auf, es fällt immer schwerer anderen Leuten glaubhaft zu machen, die Eltern wären in Indien. Ein Buch, das heftig beginnt und immer wieder nahe geht. O’Donnell schreibt jedes Kapitel aus der Sicht einer der Hauptprotagonisten. Das gibt Einblick in die Gedanken und Gefühle der Personen, sie stellt die Kamera in verschiedenen Perspektiven auf die Handlung. Trotz der ganzen Tragik steckt beißender schwarzer Humor in der ganzen Geschichte, die niemals völlig düster wird. Skurrile Typen in einer Welt, in der man um das Überleben kämpft, getragen durch Empathie und Hoffnung. Dies ist für mich eins der besten Bücher der letzten 12 Monate.

  • Andrea

    aus Baden

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Lesehighlight

    Stellenweise makaber, durchwegs traurig und dennoch .... sehr-sehr warmherzig. Eine wunderbar sonderbare Geschichte, die man nicht so leicht vergisst!

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Makaber und Fabelhaft

    Dieses Buch ist kurzweilig und unterhaltend geschrieben, trotzdem bringt es einen noch viele Stunden später zum Nachdenken. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin, tiefgründige Charaktere zu erschaffen. Trotz der düsteren Welt in der die beiden Mädchen leben, scheinen sie ihr Schicksal zu akzeptieren. Sie analysieren sich selbst und ihre Mitmenschen scharfsinnig und kommen trotzdem nicht aus ihrer Haut. Am Ende wird die Geschichte etwas schwach aber nicht 100%ig vorhersehbar.

  • Pink Anemone

    aus Wien

    5/5

    27.09.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Hier erwartet einen ein Wechselbad an Gefühlen - verstörend, traurig, herzzerreißend, aber auch so unglaublich witzig - ein Lesehighlight

    "..., um sie richtig zu begraben, und weil Gene am meisten stank, haben wir beschlossen, ihn zuerst zu beerdigen und Izzy in den Kohlekasten zu quetschen; klar würde sie verwesen, aber so kamen wir an sie ran und konnten zur Not Desinfektionsmittel drüberschütten." (S. 21) Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman nicht ohne Trigger-Warnung auskommt und dieses Buch daher nicht für jeden geeignet sein könnte. Trigger: Pädophilie, sexueller und psychischer Mißbrauch von Minderjährigen Man liest aus drei Perspektiven. Allen voran Marnie - 15 Jahre, Drogendealerin mit einem äußerst derben Wortschatz, nach außen hin stark und kühl, im Inneren jedoch immer noch ein bisschen Kind. Nelly - 12 Jahre und die Schwester von Marnie; ein geigespielendes Genie und redet als wäre sie aus dem frühen 19. Jahrhundert entsprungen. Sie zerbricht sich über manche Dinge wochenlang den Kopf. Beide hatten bisher alles andere als eine leichte Kindheit - aufgewachsen im Glasgower Ghetto, Eltern alkohol- und drogenabhängig, liebevoller Umgang Fehlanzeige. Innerhalb von zwei Tagen sterben ihre Eltern, aber nachtrauern tun die beiden Mädchen den beiden nicht wirklich. Sie beschließen die Leichen im Garten zu verbuddeln, denn in ein Heim wollen sie beide nicht. Doch rasch wächst ihnen alles über den Kopf und da tritt Lennie auf den Plan. Lennie - ein alter Nachbar, schwul und fälschlich wegen Pädophilie im Strafregister von Sexualstraftätern aufgeführt. Dadurch wird er von allen in der Nachbarschaft geächtet. Jedoch betrauert er den Tod seines Lebensgefährten und hätte einfach nur gerne jemanden zu reden. Die Mädchen tun ihm leid und so hat er ein Auge auf sie und nimmt sich ihrer schließlich an. "Klar haben wir Angst, weil, irgendwann wird er ja wissen wollen, wo sie ist. Jetzt glaubt er, sie sind irgendwo im Grünen. Sind sie ja auch, nur nicht so, wie er denkt." (S. 187) Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist einfach nur unglaublich und niemals hätte ich gedacht, dass dies ein Debüt ist. Je nach Perspektive ändern sich Ton und Jargon. Es wird hauptsächlich aus Marnies Sicht erzählt - hier ist die Sprache eher derb und manchmal erschreckend kühl und emotionslos. Wenn man bedenkt, was die Mädchen schon alles durchmachen mussten, in gewisser Weise verständlich. Nelly kommt meist nur kurz zu Wort, aber diese wenigen Zeilen haben es oft mächtig in sich. Beide Perspektiven ermöglichen somit auf sehr eindringliche Weise einen Blick in zwei kaputte Kinderseelen. Lennies Perspektive zeigt hingegen Besonnenheit, Reife und viel Trauer. Daher ist dieser Roman auch vom psychologischen Standpunkt aus betrachtet interessant und packend, denn zwischen all den coolen und derben Sprüchen, zwischen all den verschiedenen Gedankengängen, verbirgt sich so einiges. Wenn man die Augen beim Lesen öffnet, kann man nämlich ganz tief in die Herzen und Seelen der Protagonisten sehen. Obwohl die Story bedrückend,morbide und auch zeitweise verstörend ist, wird diese durch herrlich schwarzen Humor und abstrus witzige Ereignisse und/oder Handlungen aufgelockert. In einem Moment war ich schockiert, im nächsten musste ich schmunzeln. Vor allem Marnie hat einen herrlich schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Es ist aber auch traurig und herzzerreißend zu lesen, was die Mädchen und auch Lennie schon alles durchmachen mussten und sie dadurch zu dem wurden was sie sind - kaputte Kinderseelen und ein trauernder, einsamer alter Mann. Und doch enthält dieser Roman so viel mehr als gut gezeichnete Charaktere, tollen Schreib- und Erzählstil und packende Story. Denn trotz dieses schwarzen Humors, der oft derben Ausdrucksweise und bedrückenden Thematik, liest man immer wieder wunderschöne Passagen voller Tiefe und Weisheit, welche einen kurz inne halten lassen. "Ich bin froh, dass die Mädchen einander haben, denn sonst ist es eine einsame Reise, und deshalb lasse ich ihnen ihre Geheimnisse und das, was sie miteinander teilen. Es verbindet sie, so bleiben sie stark. Und darauf kommt es an, stark zu bleiben, es bindet einen an das Leben und zwingt einen zum Weitergehen, selbst wenn es nur mit einem Hund ist." (S. 71) Fazit: Für mich persönlich war dieser Roman DAS Lesehighlight im Genre Roman. Obwohl es nicht unbedingt leichte Kost war, übte die Story einen unvergleichbaren Sog auf mich aus und schickte mich durch ein Wechselbad der Gefühle. Die Geschichte ist nämlich bedrückend, traurig, verstörend, aber auch herzzerreißend und witzig. Ein Buch über Mut, Zusammenhalt und Loyalität und eine Story die einem lange im Gedächtnis bleibt.

  • Anja Matthies

    aus Bielefeld

    5/5

    10.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein spannender Roman mit zwei...

    Ein spannender Roman mit zwei komplett unterschiedlichen Protagonistinnen und einem tragischen Familiengeheimnis

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