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Warum nur hat er sich zu diesem Besuch bei den Eltern überreden lassen? Vincent hat in England Karriere gemacht und führt mit Frau und zwei kleinen Töchtern ein erfülltes Leben. Jetzt zurück in seiner Heimat Frankreich fühlt er sich eingeengt und hat schnell über alle ein Urteil gefällt: Die spießigen Eltern und der ehrgeizlose Bruder nerven ihn, seine Exfreundin Fanny ist ausgerechnet mit Langweiler Olivier zusammen, sein bester Freund Étienne einfach von der Bildfläche verschwunden. Doch dann konfrontiert ihn seine Schwägerin mit einer traurigen Wahrheit und der Frage, was Freundschaft wirklich bedeutet ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Jenny Vogler
5/5
25.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verpasste Abzweigungen auf dem Lebensweg
Vincent fährt auf Drängen seiner Ehefrau nach jahrelanger Abkehr endlich wieder einmal in sein Elternhaus, um dort nicht nur ein paar Stunden vorbei zu schauen, sondern auch um alte Freunde, seinen Bruder, die Ex-Freundin und andere Bekannte zu treffen.
Doch wie erwartet wird der Besuch zur inneren Zerreißprobe, denn alle Beteiligten haben ein vollkommen anderes Leben gelebt, als Vincent. Sie sind auch nicht mehr die guten Freunde von früher mit denen man sich locker unterhalten konnte, sondern schleppen ihre eigenen Probleme und Sehnsüchte mit sich herum und möchten diese nicht unbedingt mit dem "Freund aus Jugendtagen" teilen. Vincent selbst fiebert dem Ende der Woche entgegen, bis ihm seine Schwägerin ein Geheimnis offenbart, welches sonst niemand angesprochen hätte. Und er muss sich entscheiden, ob er die traurigen Details hören möchte oder doch lieber flieht in eine Zukunft mit dunklen Flecken...
Nach dem Bestseller 6 Uhr 41 von Jean-Philippe Blondel, der mir ausgesprochen gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf seinen neuen Roman, der sich ebenso wie der genannte Vorgänger mit den wichtigen Fragen des Lebens auseinandersetzt und zwischen den Zeilen nicht nur Melancholie vermittelt, sondern auch viele philosophische Denkansätze aufgreift. In "This is not a lovesong" kämpft ein junger Mann gegen seine unschöne Vergangenheit an, indem er sich bewusst an die Orte und zu den Menschen seiner Kindheit und Jugend begibt. Nicht um dort etwas zu finden, was er vermisst hat, sondern lediglich aus Interesse heraus. Denn gerade sein eigener Lebensweg verlief ganz anders als erwartet und hat ihn grundlegend verändert.
Für mich ist dieser Roman ein weiteres Lesehighlight im Jahr 2016, weil er auf wunderschöne Art und Weise erzählt, weil er Verbindungen knüpft und Menschen authentisch wirken lässt, weil er ein sehr bewegendes Thema aufgreift, welches von Identitätsfindung, Erinnerungen, verpassten Chancen, unterlassenen Handlungen und Fehlentscheidungen berichtet. Aber andererseits auch von der Kraft der Liebe, der Möglichkeiten eines Neuanfangs und der ungeahnten Entwicklungen im Laufe der Zeit. Dem Autor ist mit diesem Buch ein sehr einprägsamer Roman gelungen, der lange nachwirkt und ihm einen Platz in der Liste meiner Lieblingsautoren einbringt.
Fazit: Ich vergebe 5 Sterne für dieses ehrliche, manchmal traurige Buch, welches ausgesprochen facettenreich vom Leben selbst erzählt und von der Rolle des Einzelnen in einem sozialen Gefüge. Ich kann es absolut weiterempfehlen, vor allem für diejenigen Leser, die gerne reflektieren, über das Geschriebene Wort nachdenken und ihre eigenen Schlüsse ziehen möchten. Vieles, was hier benannt wird, kann man nicht nur nachempfinden, sondern hat es tatsächlich so oder ganz ähnlich erlebt. Einfach nur toll!
Bewertung
5/5
03.09.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aufarbeiten statt Verdrängen !
Flott geschriebener und leicht zu lesender Roman, der trotzdem Tiefgang hat und zum Nachdenken anregt . Der Autor greift die Themen : Familie und Freundschaft, Anpassung und Rebellion , Verantwortung und Verdrängung, spielerisch auf und schafft Verständnis für die Fehler , die Menschen im Laufe ihres Lebens machen, auch wenn diese folgenschwer sein können
Bewertung
5/5
27.02.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine Reise in die Vergangenheit...
Eigentlich will Vincent nur ein paar Tage bei seinen Eltern Urlaub machen, doch schon nach kürzester Zeit brechen alte Verdrängungen auf und ein paar traurige und erschreckende Wahrheiten kommen ans Licht. Vincent bekommt den Spiegel der Tatsachen vorgehalten und um seine Seelenruhe ist es geschehen....eine interessante - Was wäre wenn ? - Geschichte , die wie eine kleine Plauderei gehalten ist und doch die ganz großen Fragen des Lebens thematisiert !
vielleser18
aus Hessen
4/5
25.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Weg zurück
Vincent lebt seit Jahren in London, ist verheiratet und hat mittlerweile zwei Töchter. Nur ein Vorschlag seiner Frau treibt ihn für Woche zurück nach Hause nach Frankreich. Zu seinen Eltern, seinem Bruder und weckt in ihm Erinnerungen..Erinnerungen an ein anderes Leben, ein Leben, dem er entfliehen wollte und zu dem er eigentlich nie mehr zurück blicken wollte.
Lange Jahre hat Vincent nur den nötigsten Kontakt zu Eltern, Bruder und Schwägerin gehabt. Den zu seinem Freundeskreis hat er vollständig gekappt. Wie ist es, sie nach vielen Jahren wieder zu sehen ? Wie ist es als Erwachsener wieder für eine Woche im alten Zimmer im Elternhaus zu schlafen ?
Vincent fühlt sich wieder zurück versetzt, fühlt sich nicht wohl. Weder in der Stadt, noch mit seinen Eltern.... zu sehr hat er alles alte bewusst von sich gestreift. Dennoch kommen nun die Erinnerungen und die Fragen. Wie geht es seinen Freunden heute ? Wir erleben den Zwiespalt zwischen dem schlechten Gewissen Vincents und seiner spürbaren Erleichterung.
Wir begleiten Vincent auf dieser Reise, tauchen ein in seine Gedanken, seine Suche, seine Erlebnisse. Seine Erkenntnisse und neuen Erfahrungen und Begegnungen.
Blondel lässt uns durch seine Sicht des Protagonisten diese Reise miterleben und lange können wir seinen Spuren folgen, auch mit ihm eintauchen in seine Erinnerungen.
Doch so langsam wie es beginnt, endet es nicht. Ab Mitte des Buches gibt es einen Bruch im Erzählton, wir bekommen mehr erzählt, genau wie Vincent und die Atmospähre beginnt sich zu verändern. Von beschaulich schwenkt es zu beklemmenden Szenen. Überall dem hängen auch die moralische Fragen, mit dem sich auch der Leser gedanklich auseinandersetzen muss.
Blondel hat eine ganz eigene Art um Atmosphären zu erschaffen. Dies ist nach "Zweiundzwanzig" mein zweites Buch von ihm. Jedesmal sind es nicht viele Seiten, die der Autor benötigt um ein ganzes Kraftfeld an Gefühlen und Gedanken auszulegen. Mit wenigen Worten schafft er es, uns einzufangen, uns einzubinden und uns mit in die Geschichten hinein zu ziehen. Das gefällt mir sehr gut, denn auch "This is not a love song" ist so eine Geschichte, bei der man mitgerissen wird und sich vor allem mit dem Gelesenen beschäftigen muss.
Fazit:
Keine Liebesgeschichte, keine einfache Geschichte, sondern eine Geschichte, die nachhallt und über die man dann, wenn man die Buchdeckel geschlossen hat, noch eine Weile nachsinnen kann.
Maunzerle
aus Köln
4/5
25.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Reise zurück in die Vergangenheit
Inhalt:
Vincent hat durch Susan einen Rettungsanker gefunden und mit ihr Frankreich verlassen.
10 Jahre sind inzwischen vergangen und er hat es in England zu einem erfolgreichen Geschäftsmann gebracht, ist verheiratet und zwei Töchter.
Eigentlich ein Grund mit seinem Leben und sich selbst im Reinen zu sein.
Ein Besuch in seiner Heimat lässt ihn schnell wieder zu dem verunsicherten jungen Mann von früher werden.
Bis er mit eine Wahrheit konfrontiert wird - und diese erfährt er ausgerechnet noch durch seine Schwägerin, die er noch nie mochte.
Meine Meinung:
Jean-Philippe Blondel ist für mich ein unbekannter Autor gewesen.
Anfangs habe ich ein wenig Probleme gehabt in den Roman zu finden.
Doch schnell habe ich mich an seinen kurzen und präzisen Schreibstil gewöhnt und bin gefesselt worden. Denn er ist kein Autor, der überschwänglich viel schreibt. Die kurzen knappen Sätze lassen viel Spielraum für das Kopfkino.
Seine Frau teilt ihm, etwas Zeit für sich zu brauchen und mit den Kindern zu ihren Eltern zu fahren. Ihm unterbreitet sie den Vorschlag doch ebenfalls seine Eltern mal wieder zu besuchen.
Kaum in Frankreich angekommen ist er der verunsicherte kleine Junge von früher.
Er verbringt Zeit mit seinen alten Freunden, seinen Eltern, seinem Bruder und seiner Schwägerin die er nicht leiden kann.
Kaum angekommen, hat er seine Meinung über das alte Leben und die alten Freunde schnell gefällt.
Doch seine Schwägerin ist diejenige, die ihm endlich die Wahrheit sagt.
Vincent muss feststellen, dass man nicht einfach so ein neues Leben anfangen kann ohne nochmal auf alles zurückzublicken.
Ein Buch was man nicht einfach weglegt nach dem Lesen sondern noch eine Weile intensiv darüber nachdenkt.
Es hat Tiefgang! Und das, was auf dem Buchdeckel in knappen Worten steht: "... ein Roman mit Ecken und Kanten, der extrem berührend ist" kann ich nur so unterschreiben.
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