„Verdammt, Henri, was hast du dir dabei gedacht? Du hast mich benutzt, du hast mich zurückgewiesen. Und jetzt liegst du da, im Koma, und ich soll über dein Leben entscheiden? Und wer ist das? Wieso weiß ich nicht, dass du einen dreizehnjährigen, hochbegabten Sohn hast? Ich hätte so gerne mit dir einen Sohn gehabt. Was für Leben hast du noch gelebt, von denen ich nichts weiß?“
Das Leben besteht aus der Summe kleinster Entscheidungen. Doch welche führen zu Glück, Liebe, Freundschaft – welche zu Verzweiflung und Einsamkeit? Mit dieser Frage ringen die Verlegerin Eddie, der Kriegsreporter Henri und sein hochbegabter Sohn Sam, als Henri nach einer Rettungsaktion ins Koma fällt. Im unbekannten Zwischenreich von Leben und Tod erfährt er, welche Leben er hätte leben können, wenn er mehr ausgesprochen und weniger gefürchtet hätte. Henri hat nun nur ein Ziel: zurückzukehren, um noch einmal das zu tun, was das Leben ausmacht. Lieben.
„Das Traumbuch“ von Nina George ist ein ungewöhnlicher, intensiver Roman, der die Frage stellt, ob es das „richtige“, das perfekte Leben überhaupt gibt – oder ob es nicht die kleinen Momente des Zögerns oder des Mutes sind, die entscheiden, wer wir sind und wer wir werden.
„Von einer beeindruckenden Klarheit und Helligkeit. Er ist nie erdenschwer, fast immer federleicht. Er überspringt die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Himmel und Erde.“ (Christine Westermann WDR Frau TV)
„Ein gewaltiger Bilder- und Gefühlsrausch“ Brigitte
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
11.12.2024
eBook (ePUB 3)
Das ist mein absolutes Highlight
Ich überlege mir dieses Buch als gedruckte Version zu besorgen und es in einen handgefertigten Spezialeinband binden zu lassen.
SO! GENIAL!
Wortküstlerin vom Feinsten für mich, ich bin absolut begeistert
Bewertung
5/5
20.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Eine berührende Geschichte
Das Buch ist sehr interessant und bildreich geschrieben. Ich fand es sehr schön, dass aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt wurde. So hat man einen sehr guten Überblick über die einzelnen Charaktere bekommen. Ich mochte jeden einzelnen Charakter in diesem Buch.
Ich wollte die ganze Zeit wissen, ob Henri aus dem Koma wieder aufwacht. Diese Zwischenwelt von Leben und Tod, in der sich Henri befand, wurde sehr gut beschrieben. Man konnte sich alles bildlich vorstellen. Außerdem fand ich es sehr schön, wie Sam sich um Maddie gekümmert hat und für sie da war. Wenn man so jemanden wie Sam in seinem Leben hat, ist das ein echter Segen.
Das Ende ist gleichzeitig schön und traurig.
Anja M.
aus Kosel
5/5
18.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Einfach nur wow
Klappentext:
Ein Unfall verändert die Leben dreier Menschen: Eddie, die Londoner Verlegerin für fantastische Literatur mit besonderem Gespür für das Wunderbare Sam, der hochbegabte 13-Jährige, der an die Macht der Träume glaubt. Und Henri, Sams Vater, der im Koma zwischen bekannten und unbekannten Welten wandert und darum ringt, zurückzukehren.
In diesem Buch geht es um alles. Um Angst und darum, wie das Gras am Morgen riecht, um die Liebe, um verlorene Zeit, atmende Sterne und das Meer zwischen Leben und Tod - und um Trost für jene, die einst jemanden verloren, der ihnen die ganze Welt war.
Ich habe das Buch vor einigen Tagen zu Ende gelesen und bin immer noch ganz ergriffen. Nina George hat mich in eine Traumwelt entführt, die mich tief berührt und einmal mehr daran erinnert hat, wie kostbar das Leben ist, und wie wertvoll die Zeit mit unseren Lieben ist. Eine Geschichte mit einer Botschaft, wunderbar bildhaft beschrieben, genauso könnte es sein, in der Zwischenwelt.
Der Synästhetiker Sam ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen, es ist sicher nicht einfach, mit so imtensiven Sinneserfahrungen zu leben und damit in unserer lauten Welt zu bestehen.
Bei den letzten 100 Seiten habe ich das Buch immer wieder zur Seite gelegt - einfach, weil ich noch nicht wollte, dass es zu Ende ist. Am Schluss habe ich geschluchzt, was mir sehr selten passiert, wenn ich gefühlvolle Romane lese.
Eine großartige Geschichte von einer großartigen Autorin, ich gebe gerne fünf Sterne.
Kristall86
aus an der Nordsee
5/5
14.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Klappentext: „Verdammt,…
Klappentext: „Verdammt, Henri, was hast du dir dabei gedacht? Du hast mich benutzt, du hast mich zurückgewiesen. Und jetzt liegst du da, im Koma, und ich soll über dein Leben entscheiden? Und wer ist das? Wieso weiß ich nicht, dass du einen dreizehnjährigen, hochbegabten Sohn hast? Ich hätte so gerne mit dir einen Sohn gehabt. Was für Leben hast du noch gelebt, von denen ich nichts weiß?“ Das Leben besteht aus der Summe kleinster Entscheidungen. Doch welche führen zu Glück, Liebe, Freundschaft – welche zu Verzweiflung und Einsamkeit? Mit dieser Frage ringen die Verlegerin Eddie, der Kriegsreporter Henri und sein hochbegabter Sohn Sam, als Henri nach einer Rettungsaktion ins Koma fällt. Im unbekannten Zwischenreich von Leben und Tod erfährt er, welche Leben er hätte leben können, wenn er mehr ausgesprochen und weniger gefürchtet hätte. Henri hat nun nur ein Ziel: zurückzukehren, um noch einmal das zu tun, was das Leben ausmacht. Lieben.“. Es ist nicht mein erstes Buch von Nina George und es wird auch nicht mein Letztes. „Das Traumbuch“ erlebt im Jahr 2020 eine Neuauflage und das auch ganz zu recht. Die Geschichte um Henri, Eddie und Sam ist wirklich gefühlvoll und emotional von George niedergeschrieben - etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Georges Schreibstil ist unheimlich feinfühlig und zart. Dabei vergisst sie aber nie Sichtweisen oder Rückblenden kraftvoll zu erzählen. Ihre Figuren haben Form und Charakter. Sie beschreibt genau und realitätsnah. Ihr Tenor der Geschichte ist schnell aufgenommen beim Leser und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Dieses Buch rührt sehr oft zu Tränen und das Taschentuch sollte immer griffbereit sein. Hier ist nichts schnulzig oder kitschig - ganz im Gegenteil. Unbedingt lesen! Von mir erhält die Geschichte 5 von 5 Sterne!
Bewertung
5/5
01.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Ganz anders, aber wieder wunderbar und weise
Nina George muss ich Ihnen sicherlich nicht mehr vorstellen. Spätestens seit 2013 ihr Buch „Das Lavendelzimmer“ erschienen ist, ist sie eine der deutschen Autorinnen par excellence. Wer kann denn schon von sich sagen, dass sein Roman in 36 Sprachen übersetzt wurde und es dann auch noch geschafft hat in den USA sowohl in die NY-Times-Bestsellerliste als auch in die Indiebound-Liste aller Independent-Buchläden zu kommen?
Der jetzt als Taschenbuch erschienene Titel „Das Traumbuch“ ist bereits 2016 als Hardcover mit einem ganz anderen Cover erschienen. Seitdem hat die Autorin noch zwei weitere Bücher geschrieben. Diese drei letzten Bücher sind schon sehr unterschiedlich zu „Die Mondspielerin“ und „Das Lavendelzimmer“. Es eint sie allerdings die poetische Sprache und die Weisheit und Empathie der Autorin.
Dieses Buch spielt zur Abwechslung einmal nicht in Frankreich, sondern in London im Wellington-Hospital. In diesem Hospital treffen die 4 Protagonisten aufeinander:
- Henri, ein ehemaliger Kriegsreporter, der nach einem Unfall im Koma liegt und darum kämpft zurück ins Leben zu kommen.
- Sam, sein dreizehnjähriger Sohn, der in einem One-Night-Stand mit der Kriegsfotografin Mariefrance gezeugt wurde.
- Edwinna, genannt Eddie, die ehemalige Geliebte von Henri
- Maddie, ein Mädchen, das seine ganze Familie bei einem Autounfall verloren hat und nun ebenfalls im Koma liegt
Eigentlich wollte Henri endlich seinen Sohn Sam kennenlernen, den er seit der Geburt nie wiedergesehen hat. Doch ein Autounfall macht dieses zunichte. Stattdessen liegt er im Wellington-Hospital im Koma. Sein Sohn Sam, ein ganz besonderer Junge, der die Welt anders als andere Menschen wahrnimmt, besucht ihn jeden Tag gegen den Willen seiner Mutter. Im Krankenhaus lernt Sam Eddie kennen, die letzte große Liebe von Henri. Doch diese Liebe durfte nicht sein, denn Henri hatte Angst vor zu viel Nähe. Trotzdem hat er ausgerechnet Eddie die Patientenverfügung über sein Leben überlassen. Und dann ist da noch Maddie, ein Mädchen, das Sam eigentlich per Zufall entdeckt. Aber dieses Mädchen, das niemanden mehr hat und schon seit einiger Zeit im Koma liegt, berührt ihn zutiefst.
Und so erzählt Nina George in ihrem aktuellen Roman von Liebe und Leid, von Nähe, von der Angst vor der Nähe, dem Leben, der Liebe und dem Tod. Es ist wieder ein großartiger Roman geworden, der uns von der Endlichkeit des Lebens erzählt. Man muss sein Leben jetzt und heute leben, denn es gibt kein zweites. Oder falls doch, ist es auf jeden Fall ein ganz anderes, in dem wir die Fehler nicht wiedergutmachen können. Es ist ein Buch, welches zwischen den Welten der Lebenden, der im Zwischenstadium Gefangenen und der Toten hin- und herwechselt. Sie beschreibt wechselnd aus den Perspektiven von Henri, der in seinen Träumen gefangen ist, wobei diese wiederkehrenden Träume jedes Mal etwas anders sind. Von Eddie, die sich an ihre Zeit mit ihrem Vater und Henri erinnert und von Sam, der einfach hofft, dass es eine Zukunft für ihn mit seinem Vater und Maddie geben kann.
Dieses Buch sollte man zweimal lesen. Beim ersten Mal wird man ganz in die Geschichte hineingezogen. Man muss immer weiterlesen, denn man will unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Man eilt durch das Buch, wohl wissend, dass man ganz viel verpasst. Und dann beim zweiten Mal kann man es genießen - diese wunderbare Sprache, diese Worte und Wortschöpfungen, die ganz genau die Gefühle beschreiben, die man selbst auch beim Lesen empfindet. Diese klugen Gedanken, diese Weisheit über die Menschen, ihre Defizite, ihr Unvermögen in Liebesdingen.
Aber dieses Buch hat mir auch Angst gemacht. Angst um die Autorin, die sich so tief in die Menschen hineindenken kann. Woher weiß sie dies alles? Ist so ein Leben nicht unglaublich schwierig, wenn man so offen für Gefühle ist? Zerbricht man daran nicht?
Trotz der tragischen Geschichte ist es wieder ein grandioses Buch geworden. Es ist zwar ganz anders als die anderen. Es ist nicht einfach. Es ist nicht kitschig. Es ist einfach wunderbar, anders und besonders! Ich liebe es und hoffe, dass ich mir irgendwann die Zeit nehmen kann, es noch einmal ganz in Ruhe zu lesen. Denn das hat dieses Buch unbedingt verdient!
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