Der fromme Tanz Die Suche nach dem eigenen Weg
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.02.2026
Herausgeber
Karl-Maria GuthVerlag
Henricus - Edition Deutsche KlassikSeitenzahl
160
Maße (L/B/H)
22/15,5/1,2 cm
Gewicht
265 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7437-5494-2
Klaus Mann: Der fromme Tanz. Die Suche nach dem eigenen Weg Erstdruck: Gebrüder Enoch Verlag, Hamburg, 1926 mit der Widmung: 'Anna Pamela Wedekind gewidmet'. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Nach dem Ersten Weltkrieg tastet sich eine neue Generation durch die Ruinen bürgerlicher Gewissheiten. Andreas Magnus, sensibler Jüngling und Künstler im Werden, schwankt zwischen religiöser Sehnsucht, erotischer Verwirrung und dem Drang, das Eigene zu gestalten. Zwischen Vaterhaus, Atelier und flüchtigen Begegnungen entfaltet sich eine innere Reise voller Zweifel, Entgrenzung und Hoffen. 'Der fromme Tanz' ist ein Zeitzeugnis der Zwischenkriegsjahre - zart, radikal und erschütternd klar. Über den Autor: 1906 in München als zweites Kind von Katia und Thomas Mann in die großbürgerliche Weltberühmtheit seines Vaters hineingeboren, sieht Klaus Heinrich Thomas Mann seine Abstammung als 'die bitterste Problematik meines Lebens'. Zeit dessen und weit darüber hinaus, so auch in diesem Klappentext, steht seine Existenz und sein Werk nie allein für sich, sondern stets in Bezug zu seinem übermächtigen Vater, der in der Familie der 'Zauberer' genannt wird. Klaus gilt als sensibler und schlechter Schüler, trotz vielfachen Bemühens an mehreren Schulen und durch privaten Hausunterricht legt er nie ein Abitur ab. Er liest früh viel und anspruchsvoll, spielt Theater, inszeniert, und schreibt. 'Ich muss, muss, muss berühmt werden', schreibt er in sein Tagebuch, in einem Brief aber auch: 'Überall werde ich - Fremdling sein. Ein Mensch meiner Art ist stets und allüberall durchaus einsam.' Mit 19 bekennt er sich öffentlich zu seiner Homosexualität. Er bereist mit seiner Schwester Erika die Welt, hält Vorträge, warnt vor dem Nationalsozialismus, flieht zunächst nach Frankreich, dann seiner Familie nach in die USA. Im Krieg tritt er als Unteroffizier in die amerikanischen Streitkräfte ein und wird 1943 US-Staatsbürger. Nach dem Krieg ist Deutschland ihm fremd, Amerika nicht Heimat. Er fasst nicht mehr Fuß und lebt 42-jährig im Hause des Vaters, von dem er finanziell abhängt, in Pacific Palisades. Am 21. Mai 1949 nimmt sich Klaus Mann in Cannes das Leben. Sein Vater Thomas, der sich in Stockholm aufhält, bricht seine Vortragsreise nicht ab, als einziges Mitglied der Familie nimmt der jüngste Bruder Michael an der Beisetzung teil.
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