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Haltet euch fest Um zu schreiben wie Mareike Fallwickl, braucht es Mut.

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24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

160

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/3,6 cm

Gewicht

471 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00712-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

160

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/3,6 cm

Gewicht

471 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00712-6

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Nicole

    5/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ja einfach nur JA

    Mareike Fallwickl ist so eine unglaublich gute Autorin. Ich habe so viel gefühlt beim Lesen, ich war total versunken darin. Ich habe es so geliebt. Generell dieses aufbrechen von Stereotypen, dieses Neudenken von Familie. Es ist so wichtig, gerade in der aktuellen Zeit. Danke Mareike, danke für dieses Buch.

  • seitenmusik

    3/5

    10.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahlfamilie, Freund*innenschaft und die Grenzen einer literarischen Utopie

    Wie wollen wir miteinander leben, wenn wir uns von patriarchalen Vorstellungen von Liebe, Familie und Zusammenhalt lösen? In "Haltet euch fest" entwirft Mareike Fallwickl eine Gemeinschaft, in der queere und platonische Liebe, Wahlfamilien und geteilte Elternschaft selbstverständlich sind. Luzia kämpft als Theaterregisseurin gegen patriarchale Strukturen, während ihre Jugendfreundin Marle ihren Kinderwunsch unabhängig von einer romantischen Beziehung mit einem Mann verwirklichen möchte. Die Grundidee hat mich diiiiirekt angesprochen. Vor allem die Vorstellung, dass Freund*innenschaften einen zentralen Platz einnehmen und Liebe nicht automatisch romantisch sein muss, finde ich super wichtig. Auch das Thema Wahlmutterschaft hat mir neue Perspektiven eröffnet. Dazu kommen spannende Einblicke in die Theaterwelt und wunderschöne sprachliche Passagen wie: „In der Verweigerung liegt eine große Kraft.“ (S. 134) Nachdem mich "Und alle so still", "Die Wut, die bleibt" und "Das Pen!smuseum sehr (!) begeistert haben, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Leider konnte mich der Roman diesmal nicht so überzeugen wie erhofft. Einer meiner Kritikpunkte betrifft den Umgang mit Vielfalt. Bei Somi mit koreanischem Vater und Marle mit kolumbianischer Mutter hat sich mir nicht erschlossen, welche Bedeutung diese Hintergründe für die Handlung oder die Figurenentwicklung haben. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass Vielfalt sichtbar gemacht wird, ohne wirklich relevant für die Erzählung zu werden (Tokenism). Auch die Aussage „Wer anders ist, muss vorsichtig sein. Aber wer anders ist, hat jene an der Seite, die auch anders sind.“ (S. 180) empfinde ich als zu pauschal. Menschen, die Diskriminierung erfahren, sind nicht automatisch solidarisch miteinander. Eine intersektionale Utopie sollte zeigen, wie Solidarität aktiv gelebt und immer wieder ausgehandelt werden muss. Zudem hatte ich stellenweise das Gefühl, ein Sachbuch in Romanform zu lesen: Viele wichtige gesellschaftliche Themen stehen nebeneinander, ohne sich für mich immer organisch aus den Figuren und ihren Konflikten zu entwickeln. Die zahlreichen Personen, Perspektiven und Zeitsprünge haben es mir außerdem schwer gemacht, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Besonders von Sigrid und Frieda hätte ich gern noch mehr erfahren. Über zwei weitere Aspekte habe ich noch länger nachgedacht: 1. Reicht es, patriarchale Märchen umzudrehen, oder sollten wir lieber ganz neue Geschichten erfinden, die andere Lebensentwürfe selbstverständlich machen? Und 2. die Verwendung des Begriffs „Missbrauch“. Darin schwingt für mich die Vorstellung eines vermeintlich legitimen „Gebrauchs“ (Gegenteil von Missbrauch) von Menschen mit, was durchaus problematisch ist (= Objektivierung). Trotzdem möchte ich die Stärken nicht kleinreden. Fallwickl stellt wichtige Fragen zu Freund*innenschaften, Selbstbestimmung, Familie und alternativen Formen des Zusammenlebens. Die wunderschöne Gestaltung des Covers, viele sprachlich wunderschöne Passagen und vor allem die Idee einer Wahlfamilie, in der Menschen ihre Beziehungen freier gestalten dürfen, bleiben mir in Erinnerung. Vielleicht bin ich in manchen feministischen Themen schon einfach sehr tief drin und hätte mir deshalb mehr erzählerische Tiefe statt thematischer Breite gewünscht. Für andere Leser*innen können gerade diese Perspektiven aber genau das Richtige sein. Nach den Büchern von Mareike Fallwickl, die ich weiterhin sehr gerne empfehle, bin ich einerseits froh, "Haltet euch fest" gelesen zu haben. Ob ich es wegen der Umsetzung noch einmal lesen würde? Eher nicht. Die Vision dahinter finde ich aber umso wichtiger: „Familie ist kein Zustand. Familie ist eine Entscheidung.“ (S. 351)

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