Produktbild: Demokratie braucht Religion - gerade jetzt!

Demokratie braucht Religion - gerade jetzt! Mit einem Vorwort von Gregor Gysi und Charles Taylor - Der erfolgreiche SPIEGEL-Bestseller in überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe

Aus der Reihe Politik & Gesellschaft
5

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

41948

Erscheinungsdatum

18.03.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

599 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641350895

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

41948

Erscheinungsdatum

18.03.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

599 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641350895

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    25.10.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitanalyse mit Perspektive

    Der Soziologe Rosa analysiert nüchtern und schonungslos den Zeitgeist, den Wahn von unendlichem Wachstum - und spielt alle Varianten des Möglichen durch - und stösst doch immer wieder an Grenzen, die zu überschreiten entweder nicht möglich, nicht sinnvoll oder auch nicht gut ist. Dabei zeigt er auf, wie gerade dieses Getriebensein eine negative Resonanz erzeugt, ein unerhörtes Agressionspotential weckt - und die Menschen immer mehr ins Burnout treibt… Was hat demgegenüber ‘Religion’ allgemein - oder die Kirche/n im Besonderen ‘zu bieten’ - entgegen zu setzen? Rosas Gedanken sind spannend und überraschend - und in ihrer Klarheit immer wieder beklemmend - aber gerade seine Perspektive zeigt einen Hoffnungsschimmer - der das Potential zur Wende hat. Ein empfehlenswerter Text!

  • Juti

    aus HD

    5/5

    08.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Gute Rede, gutes Buch Da in…

    Gute Rede, gutes Buch Da in diesem Büchlein nur die Rede von Rosa aus Würzburg veröffentlicht wird, ist es selbst mit dem kurzen Vorwort von Gregor Gysi in einer Stunde gelesen. Allein schon, dass Gysi zu diesem Thema das Vorwort liefert, ist erstaunlich. Dem nicht an Gott glaubenden ist es wichtig, dass der befreiende Charakter religiöser Ideen nicht verloren geht. (15) Und so spricht er von der Entfremdung zur Religion durch die Philosophen Hegel, Feuerbach, Marx und Benjamin. Religionen hätten den Vorteil, Moral- und Wertvorstellungen allgemein prägen zu können. Genug des Vorworts – jetzt kommt Rosa mit der Jahreslosung: „Gib mir ein hörendes Herz.“ (20) Dies ist die Kernaussage seines Vortags, denn eigentlich passt die Kirche nicht mehr in „unser Zeitalter der Bastelreligion, wo jeder irgendwie sein eigenes Weltbild konstruiert“ (23) in einem religiösen Pluralismus mit sehr vielen unterschiedlichen Deutungsangeboten. Und bei der Corona-Pandemie zeigte sich, dass die Stimme der Kirche gar nicht mehr gehört wurde. Einige stellen schon die Gesellschaft als solche in Frage, weil nur noch Prozesse und Institutionen nebeneinander existieren. Der Autor glaubt aber, dass eine Gesamtheit verschiedener Institutionen noch besteht. Er kritisiert das Reden vom ständigen Wachstum, das gar nicht präzisiert werden kann. So spricht er vom „rasenden Stillstand“, weil der Sinn für die Vorwärtsbewegung verloren gegangen ist. „Genau genommen glaubt keiner mehr [...], dass es besser wird. Der globale Konkurrenzkampf wird in Zeiten der Klimakrise noch viel schärfer werden“ (48) oder „Wir müssen alles tun, […] damit es der nachfolgenden Generation nicht viel schlechter gehen wird als uns.“ (52) Am meisten beunruhigt ihn der Wandel der politischen Kultur: „Der politisch Andersdenkende wird nicht mehr einfach nur als Dialogpartner [...] gesehen, sondern als ekelerregenden Feind, den man zum Schweigen bringen muss.“ (43) Früher glaubte Rosa, dass Demokratie funktioniere, wenn „jeder eine Stimme hat, die hörbar gemacht wird.“ (53) Heute fügt er noch Ohren hinzu, die diese Stimmen auch hören. Er vertritt die These, dass die Kirchen über „ein kognitives Reservoir verfügen, über Riten und Praktiken, über Räume, in denen ein hörendes Herz eingeübt und vielleicht auch erfahren werden kann.“ (55f) Selbst spricht der Soziologe von Selbstwirksamkeit, von Resonanz. „Resonanz heißt für mich Hören und Antworten; etwas erreicht mich und ruft mich an, und ich stelle plötzlich fest, es entsteht eine Verbindung dadurch, dass ich in der Lage bin, auf das Empfangene zu reagieren.“ (59f) Burnout sei das Gegenteil von Resonanz, die zur Optimierung schlecht geeignet sei. Religion erinnere uns, dass es eine andere Weltbeziehung als das Leistungsprinzip gibt. Sie vergegenwärtigt Resonanzbeziehungen, vor allem in der katholischen Kirche. Abschließend schreibt Rosa: „Religion hat die Kraft, sie hat ein Ideenreservoir und ein rituelles Angebot voller entsprechender Lieder, entsprechender Gesten, entsprechender Räume, entsprechender Traditionen und entsprechender Praktiken, die einen Sinn dafür öffnen, was es heißt, sich anrufen zu lassen, sich transformieren zu lassen, in Resonanz zu stehen.“ (74) In der Kürze liegt die Würze. 5 Sterne

  • Bewertung

    5/5

    21.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Über Wachstum, Selbstwirksamkeit und Resonanz

    Wenn einer die zwei Wörter Demokratie und Religion auf ein Cover schreibt, ist das wohl wenig cool und passt nicht in unsere moderne Welt. Doch wohl eher zu unrecht, Hartmut Rosa analysiert zeitgeistig und argumentiert scharfsinnig. Denn wir, so die Analyse von Hartmut Rosa, sind ob dem steten “mehr”, alle so stark gefordert, dass Burn-Out längst ein Massenphänomen geworden ist. Wir haben nicht nur das “Zu hören” und das “Hin Hören” verlernt, sondern auch das “Auf-hören” . Es fehlen uns diese Räume, die erlauben, Resonanz zu erfahren. Und mit dem Thema “Resonanz” ist Rosa ja zum publikumswirksamen Star seiner Zunft geworden. Er ordnet der Kirche diese befreiende Fähigkeit dafür Räume zu schaffen zu. Mehr noch wagt er die These, dass Demokratie diese Fähigkeit nur dank solchen Räumen erhalten bleibt. Okay, ich konnte mich seiner entwaffnenden Argumentation nicht entziehen, und wenn das Vorwort bei diesem Plädoyer noch vom Sozialisten Gregor Gysi geschrieben worden ist, wird schon klar, da schreiben keine Frömmler, da schreiben keine Nostalgiker, sondern zwei, die eine wachsende Entfremdung zwischen den Lagern, den gesellschaftlichen Schichten innerhalb uns Getriebenen ausmachen und sich sorgenvoll Gedanken darüber machen. Und sie sagen, das was da fehlt, das gibts schon noch. Die Leute suchen Räume für Ruhe, Begegnung ohne Wettbewerb, Raum für Resonanz und trauen den Kirchen diese Funktion zu. Man kann sich auf dieses Gedankengebäude gut einlassen, und es passiert etwas mit uns!

  • Bewertung

    4/5

    09.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Über die Aufgabe der Religion in einer Zeit der schwindenden Resonanz und des rasenden Stillstandes

    Stephen King beschreibt die Welt in seiner Reihe "Der Dunkle Turm" als eine Welt, die "sich weitergedreht" hat, als eine Welt ohne Sinn, ohne Gesellschaft und voller Hass. Unsere Welt ist da anders: wir haben eine funktionierende Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie - noch. Denn auch in unserer Welt und unserem Land geht es bergab - zumindest wird dies so von den meisten Menschen so wahrgenommen. In einer Zeit, in der sich die Gesellschaft spaltet, in der es kein Miteinander, sonder nur noch Gegeneinander gibt - wo hat Religion, dieser Anachronismus, da noch Platz? Sehr spannend erklärt der Soziologe Hartmut Rosa, warum wir uns so fühlen und erläutert sowohl die historische als auch die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Der Fokus liegt auf der sogennanten Resonanz,ein offenes aufeinander Zukommen, in den gesuchten Dialog treten und bereit sein, seine Meinung zu ändern oder zumindest die seines Gegenübers zu verstehen, und dem rasenden Stillstand in unserer Gesellschaft, dem zwanghaften, endlosen und zerstörerischen Wachstum ohne Sinngebung für das Individuum, dem Wachstum um den erhalten des Status Quo. Kann die Kirche hier als zeitloser, am Wachstum nicht interessierten Raumgeber dienen? Sowohl als als Institution, die das Zuhören mehr in den Vordergrund rückt und ein Gegengewicht zum Reden bildet, also ein hörendes Ohr und ein hörendes Herz? Denn ohne hörende Herzen gibt es keine Resonanz, keinen Dialog und keine Demokratie.

  • Bewertung

    4/5

    05.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Teil der Gesellschaft

    In "Demokratie braucht Religion" ist ein Vortrag des Soziologen Hartmut Rosa abgedruckt, den er Anfang des Jahres 2022 gehalten hat. Rosa bringt seine Meinung zum Stellenwert von Kirche und Religion in der Gesellschaft zum Ausdruck. Der Leser / die Leserin darf sich durch Hartmut Rosa aufgefordert fühlen, Antworten und Lösungen auf die Fragen und Probleme unserer Zeit zu finden: Dazu gibt der Vortrag einige Denkanstöße.

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