Produktbild: Walküre

Walküre Roman

5

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.02.2026

Verlag

Leykam Buchverlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1437 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701184248

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

03.02.2026

Verlag

Leykam Buchverlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1437 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701184248

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  • beavielleser

    aus Bayreuth

    5/5

    08.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr empfehlenswert

    Benjamin arbeitet 2015 in einer Beratungsstelle für Flüchtling. Er kämpft täglich gegen die Empathielosigkeit im Alltag der Behörden an. Als er den Fall eines Syrers von seinem Kollegen übernimmt, setzt er sich sehr für diesen ein, doch dann gibt es Hinweise auf Kriegsverbrechen, die er begangen haben soll. Nun ist Benjamin gezwungen sein Tun und Denken zu hinterfragen. Zeitgleich findet er bei seiner Großmutter einen Karton mit alten Dokumenten. Was er da über seine Großeltern erfährt, macht ihm zusätzlich schwer zu schaffen. Benjamin's Zwiespalt wird vom Autor glaubwürdig dargestellt, wem soll er glauben? Ein Buch mit Tiefgang, das kritisch mit dem Thema Asylrecht umgeht und auch die Überforderung der Behörden aufzeigt. Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, waren nicht immer einfach zu lesen, da sie die Gräueltaten der Nazis sehr deutlich schildern.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    11.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verzweiflung zwischen Aktendeckeln: Berührender, hochaktueller Roman

    „Walküre“ von Daniel Zipfel ist ein anspruchsvoller Gegenwartsroman, der mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Geschichte spielt 2015, inmitten der chaotischen Fluchtbewegung. Der Protagonist Benjamin, beruflich Jurist in einer Asylrechtsberatung, holt gerade seine energische, aber leicht demente Oma aus Deutschland nach Wien; sie ist die titelgebende „Walküre“ mit einer fragwürdigen politischen Vergangenheit. Ben ist geschieden, hatte kürzlich eine Auszeit wegen psychischer Überlastung. Auch aktuell kann er sich schwer abgrenzen von den Schicksalen seiner Klienten.   „Die Schlaflosigkeit war furchtbar. Müde zu sein, todmüde, trotzdem nur dazuliegen, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen und keinen Schlaf zu finden, an die Decke zu starren und auf die Wand, auf die Dunkelheit vor und hinter den Augen. Und gleichzeitig die Angst davor, einzuschlafen. Im Schlaf, im Traum kam nämlich alles zurück, aber unkontrolliert, ungefiltert, und man hatte nicht einmal die Mauern der Vernunft zwischen sich und all den Dämonen, die ungehindert losstürzten. Während des Krankenstands war es besser geworden mit dem Schlafen, da waren die Geschichten der Klienten weit weg, all die toten Verwandten, die detaillierten Schilderungen und die Foltergutachten. ‚Abgrenzungsproblematik‘ hatte es die Teamleiterin genannt. Ich müsse an der professionellen Distanz arbeiten, alles andere beeinträchtige, verunmögliche meine Tätigkeit als Berater. ‚Wir tanzen alle am Abgrund“, hatte Milena gesagt.“   Dem ehemaligen Dolmetscher seines Vereins, einem Syrer, werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, was seinen Aufenthaltsstatus gefährdet. Ben möchte ihm helfen, gerät aber in ein moralisches Dilemma. Sein Klient versteht sich bestens mit seiner immer pflegebedürftiger werdenden Oma, für die es keinen Platz im Heim gibt. Kann Ben belastende Wahrheiten verschweigen?   Gleichzeitig muss Ben sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen. Es wurde nie geredet über das Leben seiner Großeltern damals im Nationalsozialismus, und das Schweigen setzt sich bis in die Gegenwart fort: „‘Es wundert mich nicht, dass in deiner Familie über so etwas nicht geredet wird.“ […] „Das ganze Schweigen. Hinter Schweigen gibt es immer noch mehr, immer etwas, was dahintersteckt. Wie bei den Antragstellern.“   Man merkt, dass der Autor selbst einen juristischen Hintergrund im Bereich Asylrecht hat; einerseits kam das dem Roman zugute, andererseits sind manche rechtliche Passagen für Leser*innen ohne Vorwissen schwer zu erschließen. Dennoch sie die bürokratischen Vorgänge sowie die (leider immer noch aktuellen) Missstände und Überlastungen im Asylsystem schmerzhaft authentisch dargestellt. „All ihre Verzweiflung, die Angst und die Emotionen wurden hier zwischen Kartondeckel gefügt.“   „Walküre“ ist ein berührender, kluger Roman über Verantwortung, Schuld und familiäre Altlasten, der sicher noch lange in mir nachhallen wird. Daniel Zipfel schafft es, bei diesen ernsten Themen Tiefgang mit Leichtigkeit zu kombinieren, auch wenn das Lesen stellenweise wirklich weh tut, gerade auch bei den Passagen aus der Vergangenheit.   Von mir bekommt „Walküre“ eine ganz klare Leseempfehlung!   Vielen Dank an den Leykam Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • xxholidayxx

    4/5

    06.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Akten, Schuld und Schweigen

    Mit Walküre legt Daniel Zipfel einen Roman vor, der hochaktuelle Fragen mit historischer Verantwortung verschränkt. Erschienen ist das Buch im Leykam Verlag, Zipfel selbst arbeitet als Jurist in der Asylrechtsberatung, ein Hintergrund, der den Text spürbar prägt. Erzählt wird von Benjamin Weiß, der 2015 in Wien im Asylbereich arbeitet und den Fall eines syrischen Mannes übernimmt, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Parallel dazu kehrt mit dem Einzug seiner Großmutter die verdrängte NS-Vergangenheit seiner eigenen Familie zurück. Meine Meinung Das Buch hat es fast von Seite eins weg geschafft, mich zu fesseln und das obwohl die Sprache klar, direkt, beinahe nüchtern daherkommt. Aber gerade das in Kombination mit dem Thema macht es aus meiner Sicht so wirkungsvoll. Zipfel verzichtet auf große Bilder und lässt stattdessen Strukturen sprechen: Akten, Verfahren, Bescheide. Menschen werden zu Papier. „All ihre Verzweiflung, die Angst und die Emotionen wurden hier zwischen Kartondeckel gefügt.“ (S. 22) Besonders gut gelungen fand ich die Darstellung des Arbeitsalltags im Asylrecht: die Überforderung, die Bürokratie, das ständige Abwägen zwischen professioneller Distanz und menschlicher Nähe. Viele (wenn nicht sogar alle) der beschriebenen Missstände sind real und mir selbst leider aus eigener Erfahrung bestens bekannt. Und genau das macht das Lesen stellenweise schwer auszuhalten. „Wie die Haut mit der Zeit taub werden konnte, so schien es auch eine Taubheit des Mitgefühls zu geben.“ (S. 127) Parallel zur Arbeit im Asylbereich entfaltet sich die familiäre Spurensuche des Protagonisten: die Rolle der Großeltern im Nationalsozialismus, das Schweigen, die Schuld, die bis in die Gegenwart wirkt. Zipfel zeigt wunderbar auf, dass Verdrängung keine Vergangenheit kennt und viele Glaubenssätze bis in die Gegenwart wirken: „Ein deutscher Mann weint nicht.“ (S. 10), ein Satz, der sich wie ein Leitmotiv durch Generationen zieht. Was Walküre bewusst nicht liefert, sind einfache Antworten. Weder moralisch noch politisch. Das kann fordernd sein, ist aber konsequent. Für Leser:innen ohne Vorkenntnisse im Asylrecht könnten manche juristischen Passagen (bspw. alles rund um Dublin) schwer zugänglich sein; an ein, zwei Stellen hätte ich mir daher mehr Einordnung gewünscht. Für mich persönlich war das weniger ein Problem, weil mich das Thema auch außerhalb des Lesens begleitet und ich das Wissen hatte. Fazit Walküre ist ein scharfsinniger gleichzeitig aber auch berührender Roman über Schuld, Verantwortung und Ambiguität. Ein Buch, das fordert, belastet, keine Antworten liefert sondern im Gegenteil noch mehr Fragen aufwirft. Für alle, die literarische Gegenwartsliteratur mögen, die sich nicht wegduckt, die Fragen stellt und zum Nachdenken anregt. Nichts für Leser:innen, die klare Antworten oder einfache Urteile suchen und auf eine leicht verdauliche Geschichte hoffen. Danke an netgalleyde und den Leykam Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    03.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Oma und der Syrer

    Und wieder ein Buch aus dem traditionsreichen Leykam-Verlag, das sehr empfehlenswert ist. Ein Roman mit interessante, relevanten Themen. Unser zögerlicher Protagonist Benjamin ist Rechtsberater für Flüchtlinge, kein leichter Job, vor allen psychisch sind die vielen Schicksale belastend. Er ist gerade dabei, seine leicht demente, aber willensstarke Oma aus Deutschland nach Wien zu holen. Die alte Dame hat eine fragwürdige politische Vergangenheit. Sie ist die titelgebende Walküre. Auch beruflich hat er einen schwierigen Fall. Einem Syrer, der für den Verein auch dolmetscht, werden Kriegsverbrechen in Syrien vorgeworfen. Für Benjamin ist das nicht einfach. Die Vorwürfe könnten haltlos sein, aber den Aufenthaltsstatus gefährden. Außerdem versteht sich der Syrier, ein älterer Herr, sehr gut mit seiner Oma. Man ist dicht am Icherzähler und kann seine Gefühlslage gut verstehen. Benjamin Zipfel schafft es, die harten Themen mit Leichtigkeit gut zu transportieren, ohne etwas zu verharmlosen.

  • Jürg K.

    4/5

    02.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichte

    Diese Geschichte hat mich beim Lesen tief berührt. Im Mittelpunkt steht der Jurist Benjamin Weiss. Er betreut das Asylverfahren eines Syrers, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Sein Alltag ist geprägt von Überforderung, Bürokratie und der ständigen Frage, wie man Menschen gerecht werden kann, deren Leben von Krieg und Verlust gezeichnet ist. Nun gerät er in einen inneren Konflikt, der weit über juristische Fragen hinausgeht. Mit dem Umzug seiner Grossmutter nach Wien kehrt ein dunkles Kapitel seiner eigenen Familiengeschichte zurück. Benjamin wird gezwungen, sich nicht nur mit der Schuld anderer auseinanderzusetzen, sondern auch mit der seiner eigenen Vorfahren. Daniel Zipfel zeigt, wie politische Systeme und historische Lasten das Innerste menschlicher Beziehungen berühren, Vertrauen, Loyalität, Scham, Verantwortung. Die Kälte der Bürokratie steht im starken Kontrast zu den emotionalen Verwerfungen, die Benjamin erlebt. Für mich ist dieser Roman eine dichte, nachhallende Erzählung über moralische Verantwortung, familiäre Schatten und die Schwierigkeit, im Spannungsfeld zwischen Recht und Menschlichkeit einen klaren Weg zu finden. Sehr zu empfehlen.

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