Franz Xaver, spanischer Jesuit und Vertrauter des Ordensgründers Ignatius von Loyola, starb im Jahr 1552 vor den Toren Chinas. In seinen 46 Lebensjahren wurde er zum Begründer einer neuen Form der christlichen Ostasienmission: Bei seinen Einsätzen in Indien, Polynesien und Japan förderte er eine religiöse „Inkulturation“, bei der sich die christliche Glaubensverkündigung intensiv auf die jeweilige Kultur einlässt und im Dialog zu neuen Verständnis- und Ausdrucksformen findet. Er wurde damit zum Vorreiter heutiger Verhältnisbestimmungen von Kirche und Welt. Die vorliegende Studie dokumentiert den bewegten Lebensweg dieses christlichen Apostels und fragt nach seiner Missionstheologie in ihren Begrenzungen und ihrer Eröffnung neuer Horizonte.
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