Der Teufel als Stimme des Gewissens Spätmittelalterliche Literatur als Medium der Selbstreflexion am Beispiel von 'Des Teufels Netz'
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Sprache:Deutsch
109,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.08.2025
Verlag
Walter de Gruyter GmbH & Co.KGSeitenzahl
375 (Printausgabe)
Dateigröße
33607 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783111560830
An der Figur des Teufels werden im Mittelalter Weltanschauungen und moralische Überzeugungen verhandelt: Der Teufel repräsentiert alle menschlichen Verfehlungen und steht für die Sünde und das Böse. Texte über den Teufel ermöglichen daher bei ihren Rezipient*innen eine ethische Erfahrung, die zu Selbstreflexion, Gewissenserforschung und Verhaltensänderung führen kann. Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen das Gewissen und seine Benennungen in der mittelalterlichen Literatur und der theologischen Auseinandersetzung. Es wird herausgearbeitet, wie das Gewissen geformt wird und welche Bedeutung es für das Individuum hat. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die im 15. Jahrhundert im Bodenseeraum entstandene Reimpaardichtung Des Teufels Netz ein. Hier ist die Konstellation eines Beichtgesprächs gleichsam invertiert: Der Teufel beichtet einem Einsiedler und gibt sein Wissen über Sünden und Gebote preis. Er gibt so Orientierung für die individuelle Gewissensbefragung. Unter Rückgriff auf den Ansatz der narrativen Ethik wird an diesem konkreten Beispiel gezeigt, wie Literatur auf das Gewissen und die Gewissensbildung ihrer Rezipient*innen einwirken und zu einer verantwortungsvollen Reflexion des eigenen Lebenswandels beitragen kann.
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