Wie leben Frauen heute? Wie gehen sie um mit Schicksalsschlägen, dem gesellschaftlichen Wandel, dem Älterwerden, der Erschöpfung? Dies ist der Versuch einer Bestandsaufnahme, in der die Frauen selbst zu Wort kommen. Frauen, die wütend sind, die alleinerziehend sind, die ihre Heimat verloren haben, ihre Eltern, ihre Nerven. Sie haben kleine oder große Kinder, die sie lieben, aber sie sind zerrissen. Es geht ihnen gut, sagen sie. Sie hatten Glück im Leben, sagen sie. Sie brauchen ihre Freundinnen mehr denn je, sagen sie.33 Sprachnachrichten von Frauen, die in der Mitte des Lebens stehen, in denen sie offen, intim und halb anonym über all das sprechen, was man mal abfällig Frauenprobleme nannte. Ein Chor weiblicher Stimmen, der unbeschönigt zeigt, wo eine ganze Generation steht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
01.07.2026
eBook (ePUB)
Aus dem Leben gegriffen
Diese gesammelten Sprachnachrichten von 33 Frauen, die mitten im Leben stehen, sind unterhaltsam, berührend, echt. Jede Frau kann sich in diesen Themen wiederfinden und erkennen. Auch ein schönes Geschenk für die beste Freundin, Schwester oder Mutter.
V
aus München
5/5
05.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch
Nachrichten, wie von den eigenen, besten Freundinnen. Geschichten, in denen man sich als Frau wiedererkennt, egal ob mit Kindern oder ohne, als Single oder in einer Partnerschaft. Ein ideales Buch, um es von Freundin zu Freundin weiterzugeben und über die darin notierten Nachrichten zu sprechen.
maison.tania
Thalia Book Circle Community
5/5
03.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
33 Stimmen – und plötzlich fühlt man sich nicht mehr allein
Frauenprobleme ist keine klassische Erzählung. Kein Roman mit Plot, kein Sachbuch mit Analyse. Es ist ein Chor. Ein kollektives Porträt. 33 Sprachnachrichten von Frauen in der Mitte des Lebens – roh, ehrlich, wütend, müde, hoffnungsvoll.
Und ja: Es ist krass.
Ich habe das Buch gehört – und es war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Diese Stimmen. Diese Offenheit. Dieses halb anonyme, intime Erzählen über das, was man früher abfällig „Frauenprobleme“ nannte. Vereinbarkeit. Erschöpfung. Verlust. Älterwerden. Heimat. Mutterschaft. Wut. Schuld. Sehnsucht. Freundschaft.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die Vielstimmigkeit. Unterschiedliche Biografien, unterschiedliche Hintergründe – und doch ziehen sich verbindende Linien durch alles:
Das Gefühl, zerrissen zu sein.
Das Funktionieren.
Das „Es geht mir gut“, obwohl es nicht immer stimmt.
Das Bedürfnis nach Freundinnen, mehr denn je.
Man fühlt sich beim Hören immer wieder verstanden. Man nickt. Man schluckt. Man denkt: Ja. Genau so ist es.
Und das über Generationen hinweg. Es ist, als säße man mit Freundinnen am Tisch. Keine Filter. Kein Schönreden. Aber auch kein Selbstmitleid.
Der Ton ist direkt, ungeschönt, radikal ehrlich – und gerade dadurch tröstlich. Weil er zeigt: Du bist nicht allein mit deinen Gedanken. Nicht allein mit deiner Erschöpfung. Nicht allein mit deiner Wut oder deinem Zweifel.
Es ist eine moderne Bestandsaufnahme – nicht theoretisch, sondern emotional. Kein Manifest, kein Ratgeber, sondern ein Raum. Ein Raum, in dem weibliche Realität nebeneinanderstehen darf.
Fazit:
Ein starkes, kluges, berührendes Projekt.
Wie ein langes Gespräch mit Freundinnen.
Wie ein Spiegel.
Wie ein kollektives Ausatmen.
Ein Buch – oder besser: ein Stimmenchor – der bleibt.
Bewertung
5/5
08.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Sammlung, spannende Idee
33 Sprachnachrichten von insgesamt 27 Frauen in Buchform und das unter dem Thema „Frauenprobleme“ – eine so spannende wie gelungene Idee, herausgegeben von Lina Muzur.
Alle Frauen stehen laut ihrem Alter in der sogenannten Mitte des Lebens, sie sind zwischen Ende dreißig und Mitte fünfzig.
Ihnen allen wird die so simpel wirkende Frage „Wie geht es dir?“ gestellt. Heraus kommen dabei so unterschiedliche wie fesselnde Antworten hinter denen vielseitige Erfahrungen und Lebensentwürfe stehen. So sprechen die Frauen über das Muttersein, Geld und Finanzen, (Peri-)Menopause, soziale Medien, Ängste und Zukunftssorgen vor dem Hintergrund multipler Krisen. Mich haben viele Nachrichten berührt, die Form der Sprachnachrichten geben ein Gefühl von Nähe und Verbundenheit zu den Frauen und ihren Erzählungen.
Fazit: Ein tolles Buch und eine tolle Idee. „Frauenprobleme“ wirkt irgendwie unaufgeregt und dabei spannend, ehrlich und nahbar – unbedingte Leseempfehlung!
seitenmusik
4/5
07.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Erschöpfung, Wut & Hoffnung
„Frauenprobleme“ von Lina Muzur ist am 27.01.2026 bei Hanser Berlin erschienen (224 Seiten). In 33 Sprachnachrichten erzählen Frauen zwischen 40 und 50 von ihrem Leben, ihren Ängsten, ihrer Wut, ihrer Müdigkeit und den Fragen, die sie nachts wachhalten. Herausgeberin Lina Muzur schafft daraus ein kollektives Porträt einer Generation, die zwischen Selbstverwirklichung, Care-Arbeit, gesellschaftlichem Druck und dem Wunsch nach Freiheit steht.
Meine Meinung
Schon die Idee hinter dem Buch fand ich unglaublich spannend: Frauen sprechen scheinbar ungefiltert, tastend, manchmal widersprüchlich über Dinge, die oft als „Frauenprobleme“ abgetan werden. Genau darin liegt die Stärke des Buches. Es entsteht eine Nähe, die sich weniger wie klassische Essays anfühlt, sondern eher wie lange Gespräche mit Freundinnen. Besonders mochte ich den dokumentarischen Charakter und die Offenheit vieler Stimmen.
Um einen Eindruck vom Buch zu geben: „Vielleicht liest man dieses Buch in zehn, zwanzig Jahren und denkt sich: So also war das Leben für Frauen damals, im Jahr 2025.“ (S. 10) Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das gesamte Buch. Es ist eine Momentaufnahme weiblicher Lebensrealitäten unserer Zeit — voller Mental Load, gesellschaftlicher Erwartungen, Überforderung, aber auch Solidarität.
Viele Aussagen haben mich direkt abgeholt, vor allem die Themen Care-Arbeit und Erschöpfung. Besonders hängen geblieben ist mir: „Ich bin ganz gut im Kümmern um andere, aber ich bin sehr schlecht im Kümmern um mich selbst.“ (S. 57) Oder auch: „Immer wenn mich Einsamkeit überkommt, mache ich mir bewusst, dass es eine ganze Galaxie von Frauen wie mir gibt.“ (S. 132) Das sind genau die Dinge, die ich selbst im Alltag auch nur allzu gut kenne.
Gleichzeitig muss ich sagen, dass mir 33 Stimmen stellenweise fast zu viel waren. Einige Perspektiven haben mich emotional gut erreicht, andere wirkten eher wie Wiederholungen. Etwas weniger Umfang oder stärkere Verdichtung hätten dem Buch für mich gutgetan. Trotzdem fand ich spannend, wie unterschiedlich Frauen ähnliche Themen erleben — (un-)abhängig von Herkunft, Mutterschaft, Beziehungen oder beruflicher Situation.
Fazit
„Frauenprobleme“ ist für mich ein literarischer Resonanzraum für all die Gedanken, die Frauen oft mit sich allein ausmachen und die allzu gern als sogenannte "Frauenprobleme" abgetan werden, obwohl es gesamtgesellschaftliche Themen sind. Zugegeben: Nicht jede Stimme wird gleichermaßen in Erinnerung bleiben und einige Gedanken haben sich wiederholt. Ein Buch besonders für alle, die feministische Literatur, gesellschaftliche Beobachtungen und dokumentarische Erzählformen mögen. Definitiv nichts für Leser:innen, die eine klassische Romanhandlung erwarten. Danke an netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
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