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Knockemstiff

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Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2013

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,3 cm

Gewicht

347 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

EAN

2710003001758

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Sehr gut

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24.06.2013

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Liebeskind

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,3 cm

Gewicht

347 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

EAN

2710003001758

Herstelleradresse

Liebeskind Verlagsbhdlg.
Tal 15
80331 München
DE

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Der Weg zur Hölle fängt in Knockemstiff an

NiWa am 06.05.2023

Bewertungsnummer: 1936764

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Knockemstiff in Ohio ist ein Kaff im Mittleren Westen der USA und ein Sammelsurium verlorener Seelen, die zwischen dem Wunsch nach Veränderung in einem trostlosen Moloch der Hoffnungslosigkeit versinken. „Knockemstiff“ ist das Debüt von Donald Ray Pollock, der sich daraufhin mit „Das Handwerk des Teufels“ einen Namen machte. In seinem Erstling beschreibt er die Schicksale von Außenseitern, die ineinanderfließen, auseinanderdriften und allein von einer sanften Brise über den Rand gedrängt werden. Der Autor lädt Leserinnen und Leser nach Knockemstiff in Ohio ein. Es handelt sich dabei um einen Ort im Mittleren Westen der USA, wo sich der berüchtigte Fuchs und die berühmte Henne „Gute Nacht“ sagen. In Knockemstiff ist der Fuchs allerdings ordentlich zugedröhnt und hält das Drogenbesteck in der Hand, während die Henne schamlos rülpst und unter ihren verlotterten Federn eine Bierflasche verschwinden lässt. Hier ist es dreckig, es ist versifft. Staub wird aufgewirbelt, worin sich schmierige Gestalten verstecken und im Dreck am Boden wälzen. In Knockemstiff ist die Hoffnung längst gestorben und der Weg zur Hölle ist gebahnt. Bei diesem Werk handelt es sich um keinen Roman, sondern eher um Kurzgeschichten, die manchmal ineinander gehen. Jeder Geschichte liegt eine Figur zugrunde, welche in der Tristesse ihres Daseins gefangen ist. Pollock nimmt hiermit den sogenannten Whitetrash unter die Lupe. Es handelt von Sucht, Gewalt, Inzest, geistige Verwirrung und die Hoffnungslosigkeit, mit der die Charaktere ihrer Situation ausgesetzt sind. Pollock schreibt mit einer Wucht, die wie die Faust in den Magen schlägt. Er beschönigt und verschnörkelt nicht, er setzt an, wo es weh tut, und zeigt den Leser:innen, dass der Bodensatz der Gesellschaft von vornherein keine Chance auf ein würdiges Leben hat. Gleichermaßen hebt er mahnend den Zeigefinger, und verdeutlicht, dass man selbst auf einem guten Weg durch einen falschen Schritt im Abgrund landet, aus dem es kein Entkommen gibt. Pollock urteilt nicht und überlässt es den Leser:innen ihre Schlüsse zu ziehen. Für mich ist „Knockemstiff“ ein Gemälde sozialer Verwahrlosung und Verrohung, welche sich durch den Sumpf der amerikanischen Gesellschaft ziehen. Das Kaff steht meiner Meinung als Appell an die Menschlichkeit, dass man keinesfalls über Existenzen urteilen darf, weil sie häufig niemals die Chance auf das Streben nach Glück hatten. Erneut hat mir Donald Ray Pollock ins Gewissen geredet, meine Seele aufgewühlt und mein Weltbild durch den Schmutz gezogen. Meiner Meinung nach ist es ein äußerst düsteres, brutales und grausames Werk, das vor Dreck steht und sicherlich für zarte Gemüter ungeeignet ist. Wem vor den nach Jauche stinkenden Seiten nicht graust, dem lege ich dieses Werk nahe.

Der Weg zur Hölle fängt in Knockemstiff an

NiWa am 06.05.2023
Bewertungsnummer: 1936764
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Knockemstiff in Ohio ist ein Kaff im Mittleren Westen der USA und ein Sammelsurium verlorener Seelen, die zwischen dem Wunsch nach Veränderung in einem trostlosen Moloch der Hoffnungslosigkeit versinken. „Knockemstiff“ ist das Debüt von Donald Ray Pollock, der sich daraufhin mit „Das Handwerk des Teufels“ einen Namen machte. In seinem Erstling beschreibt er die Schicksale von Außenseitern, die ineinanderfließen, auseinanderdriften und allein von einer sanften Brise über den Rand gedrängt werden. Der Autor lädt Leserinnen und Leser nach Knockemstiff in Ohio ein. Es handelt sich dabei um einen Ort im Mittleren Westen der USA, wo sich der berüchtigte Fuchs und die berühmte Henne „Gute Nacht“ sagen. In Knockemstiff ist der Fuchs allerdings ordentlich zugedröhnt und hält das Drogenbesteck in der Hand, während die Henne schamlos rülpst und unter ihren verlotterten Federn eine Bierflasche verschwinden lässt. Hier ist es dreckig, es ist versifft. Staub wird aufgewirbelt, worin sich schmierige Gestalten verstecken und im Dreck am Boden wälzen. In Knockemstiff ist die Hoffnung längst gestorben und der Weg zur Hölle ist gebahnt. Bei diesem Werk handelt es sich um keinen Roman, sondern eher um Kurzgeschichten, die manchmal ineinander gehen. Jeder Geschichte liegt eine Figur zugrunde, welche in der Tristesse ihres Daseins gefangen ist. Pollock nimmt hiermit den sogenannten Whitetrash unter die Lupe. Es handelt von Sucht, Gewalt, Inzest, geistige Verwirrung und die Hoffnungslosigkeit, mit der die Charaktere ihrer Situation ausgesetzt sind. Pollock schreibt mit einer Wucht, die wie die Faust in den Magen schlägt. Er beschönigt und verschnörkelt nicht, er setzt an, wo es weh tut, und zeigt den Leser:innen, dass der Bodensatz der Gesellschaft von vornherein keine Chance auf ein würdiges Leben hat. Gleichermaßen hebt er mahnend den Zeigefinger, und verdeutlicht, dass man selbst auf einem guten Weg durch einen falschen Schritt im Abgrund landet, aus dem es kein Entkommen gibt. Pollock urteilt nicht und überlässt es den Leser:innen ihre Schlüsse zu ziehen. Für mich ist „Knockemstiff“ ein Gemälde sozialer Verwahrlosung und Verrohung, welche sich durch den Sumpf der amerikanischen Gesellschaft ziehen. Das Kaff steht meiner Meinung als Appell an die Menschlichkeit, dass man keinesfalls über Existenzen urteilen darf, weil sie häufig niemals die Chance auf das Streben nach Glück hatten. Erneut hat mir Donald Ray Pollock ins Gewissen geredet, meine Seele aufgewühlt und mein Weltbild durch den Schmutz gezogen. Meiner Meinung nach ist es ein äußerst düsteres, brutales und grausames Werk, das vor Dreck steht und sicherlich für zarte Gemüter ungeeignet ist. Wem vor den nach Jauche stinkenden Seiten nicht graust, dem lege ich dieses Werk nahe.

Ein gewaltiges Buch!

Bewertung am 02.05.2014

Bewertungsnummer: 268365

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Kaff Knockemstiff liegt irgendwo in Ohio. So sehr seine Einwohner auch versuchen der Öde zu entfliehen, kommen sie doch immer wieder zurück in die „Senke“, wo Gewalt, Missbrauch und Drogen allgegenwärtig sind. In lose miteinander verbundenen Geschichten, die sich über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstrecken, erzählt Donald Ray Pollock von den Einwohnern Knockemstiffs, von denen er selbst einmal einer war. Ein im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Buch, das gleichermaßen erschreckt wie fasziniert.

Ein gewaltiges Buch!

Bewertung am 02.05.2014
Bewertungsnummer: 268365
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Kaff Knockemstiff liegt irgendwo in Ohio. So sehr seine Einwohner auch versuchen der Öde zu entfliehen, kommen sie doch immer wieder zurück in die „Senke“, wo Gewalt, Missbrauch und Drogen allgegenwärtig sind. In lose miteinander verbundenen Geschichten, die sich über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstrecken, erzählt Donald Ray Pollock von den Einwohnern Knockemstiffs, von denen er selbst einmal einer war. Ein im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Buch, das gleichermaßen erschreckt wie fasziniert.

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