Die langen heißen Sommer zogen Peter Kurzeck einst ins südfranzösische Uzès. Aber mit den Jahren merkt er, dass die Winter noch viel schöner sind. Von seiner winterlichen Provence erzählt Peter Kurzeck in "Mein wildes Herz": von Ausflügen nach Nîmes und Avignon; Sätzen über Rembrandt; vier Bahnhofsuhren mit vorwurfsvollem Blick, die in der Wohnung ticken, beinahe so wie die seit Monaten vor sich hergeschobene Steuererklärung; von der unter südlichem Licht und Mistral sich endlos ausdehnenden Landschaft und den Menschen, die sie prägt. Ein besonderer Wintertag steht im Zentrum seiner Erzählung: Freitag, der 13. Februar 2004. Es ist der Tag seines Schlaganfalls. Er gibt ihm das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben verloren zu haben. Auf dem Monitor flattern seine Herzklappen wie Flaggen im Wind, existenzbedrohend, aber „man möchte ewig leben, solange der Mistral weht“.Mit "Mein wildes Herz" setzen Peter Kurzeck und Klaus Sander ihre erfolgreiche Reihe frei aus dem Gespräch heraus entfalteter Erzählungen im Wortsinn fort. Nach dem von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeierten und als „Hörbuch des Jahres 2008“ ausgezeichneten Roman "Ein Sommer, der bleibt" und "Da fährt mein Zug" ist "Mein wildes Herz" ihre dritte gemeinsame Produktion. Sie erscheint hier erstmals in gedruckter Form.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Odilie Pressberger
aus Regensburg (Donau EKZ)
5/5
07.02.2011
Hörbuch (CD)
CD, Kurzeck, Mein wildes Herz
Ich klappe die CD-Verpackung auf und denke:"Merkwürdig, Röntgenaufnahmen auf dem Cover? Innen drin Automatenfotos von Kurzeck und einem kleinen Mädchen?" Lege die CD ein und bin von den ersten Sätzen an gefesselt! Kurzeck hat eine ganz eigene Modulation, eine eigene Art, vorzutragen. Und innerhalb kürzester Zeit mutiere ich zum Kind, das ruft:"Weiter! Mehr" Bitte noch eine Geschichte!" Ich begleite ihn auf Bus- und Zugfahrten, sitze mit ihm in Krankenhauswartezimmern, werde zutiefst berührt von seinem "zwanghaften Verhalten" (z.B. Uhren kaufen, ein Buch sofort finden müssen) und wünsche mir am Ende dieser 120 Minuten nur, daß dieser Erzähler und der Suppose Verlag in den nächsten 30 Jahren mir mindestens 30 vergleichbare CDs anfertigen. Heute schon mal ein warmherziges "Dankeschön" dafür!
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