Agatha Raisin ist empört: Jill Davent, die neue Therapeutin im Dorf, scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, pikante Geheimnisse aus Agathas Vergangenheit hervorzukramen. Und nun bandelt sie auch noch mit Agathas Ex-Mann James an. Als Jill kurz darauf erdrosselt in ihrer Praxis aufgefunden wird, gerät Agatha zunächst selbst unter Mordverdacht. Entschlossen, dem wahren Mörder auf die Spur zu kommen, findet sie heraus, dass mindestens das halbe Dorf ein Mordmotiv gehabt hätte. Und steckt schon bald mitten in einem äußerst bizarren Fall mit mehr als nur einer Leiche ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Bewertung
5/5
26.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Scharade
Die bekannte SPIEGEL- Bestseller-Autorin M.C. Beaton hat mit “Agatha Raisin und die tote Therapeutin” bereits den sechsundzwanzigsten Band ihrer Krimireihe um die clevere Ermittlerin vorgelegt. Da die Autorin bereits verstorben ist, wurde dieser Band posthum veröffentlicht. Das idyllische, ruhige Cover des Buches entführt die Lesenden in das Dorf Carsely in den malerischen Cotswolds.
Agatha Raisin ist empört. Eine neu im Dorf zugezogene Therapeutin, Jill Davent, verbreitet Gerüchte über Agathas einfache Herkunft. Das kann ihrem Ruf als Privatdetektivin mit gut gehender Firma schaden, daher versucht sie, mehr über Jill herauszufinden. Zudem scheint sich Jill an Agathas Ex-Mann James heranzumachen, da kommt Eifersucht auf. Doch Jill, deren Qualifikationen fragwürdig sind, wird ermordet aufgefunden, Agatha gerät unter Verdacht. Während sie mit allen Mitteln versucht, Jills Mörder zu finden, ereignen sich in ihrem Umfeld weitere Gewalttaten, auch Agatha selbst schwebt in höchster Lebensgefahr.
Doch kann sie sich immer auf die Loyalität ihrer Angestellten verlassen, auch ihr Ex- Mann James und ihr Freund Sir Charles Fraith, mit dem sie eine on- off Beziehung führt, unterstützen sie. Trotzdem- in keinem anderen Fall war Agatha so erschüttert und schockiert über die Gefahren ihres Berufs.
In ihrem neuen Kriminalfall hat die Autorin M.C. Beaton wieder eine lange undurchschaubare Geschichte gestrickt. Agatha wird als zähe Person beschrieben, durchaus attraktiv und mit einem Faible für gut aussehende Männer. Auch wenn sie zu Amouren neigt, stellt sie sich immer wieder vor, wie schön es wäre, verheiratet zu sein, kaum dass sie einen weiteren Favoriten kennen gelernt hat. Ihr zur Seite steht Sir Charles, vermögend, aber geizig. Er kommt und geht in Agathas Leben, wie er möchte, so dass Agatha nicht immer gut auf ihn zu sprechen ist. Dennoch unterstützt er Agatha bei der Falllösung und ist im entscheidenden Moment zur Stelle.
Agatha ist ein interessanter Charakter. Arbeitswütig, aber freundlich zu ihren Angestellten, scharfsinnig, aber immer wieder in prekäre Situationen kommend. Sie reagiert oft impulsiv, nimmt kein Blatt vor den Mund und wirkt manchmal sehr direkt und daher unhöflich. Erst spät wird sie, trotz ihres geschulten Verstandes und guter Intuition, erkennen, dass hinter allen Morden eine Person steckt, die sie lange für völlig harmlos hielt. Zu allem Überdruss schnappt ihr ihre Freundin Mrs. Bloxby, eine biedere Vikarsfrau, auch noch einen neu ins Dorf gezogenen, gut aussehenden Mann vor der Nase weg.
“Agatha Raisin und die tote Therapeutin” ist wieder ein gelungener Krimi voll überraschender Wendungen, glaubhafter Indizien und falscher Spuren, bei dem auch der feine Britische Humor und way of life nicht zu kurz kommen. Pointiert werden die kleine Dorfgemeinschaft, der Tratsch und die üblen Gerüchte dargestellt. Ebenso, welche umfassende Neugier Menschen dazu treibt, Verleumdungen in die Welt zu setzen. Die Handlung ist kurzweilig, das Buch hält den Spannungsbogen bis zum Schluss und bietet eine unerwartete, aber durchaus glaubhafte Auflösung der Geschehnisse. Fans von Miss Marple kommen hier voll auf ihre Rechnung. Daher kann ich diesen charmanten Roman gerne allen Lesenden empfehlen, die Cosy- Crime Geschichten mit einer eigenwilligen, aber sympathischen Ermittlerin lieben.
Deidree C.
aus Altmünster
4/5
25.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Hier ist mehr Agatha Raisin als ihr Team am Ermitteln
Es ist nicht mein erstes Buch von M.C. Beaton. Ich lese die Geschichten der leicht chaotischen Detektivin Agatha immer wieder gerne. Sie sind humorvoll und flott in den Handlungen und im Ablauf.
Jedes Buch ist einzeln zu lesen und doch gibt es weiterführende Fäden. Zum Beispiel hat Agatha natürlich auch hier ihr Herz an den falschen Mann verloren. Oder ihre irrwitzigen Ideen, die interessanterweise dann doch zu einem positiven Ergebnis führen, oder ihre Freundin, die Pfarrersfrau, die ihr auch privat zur Seite steht.
In diesem Band „Agatha Raisin und die tote Therapeutin“ hatte ich das Gefühl, dass es mehr Morde gab, als in den Büchern, die ich bisher gelesen habe. Auch war hier eher Agatha und ihre Ermittlungen im Vordergrund. Ihr Team war zwar zur Stelle, doch gefühlt nur unterstützend und blieb eher im Hintergrund. Das finde ich jetzt nicht wertend, es ist mir eben aufgefallen und bildet eine reizvolle Abwechslung.
Der erste Mord zieht weitere nach sich. Doch sind alle vom gleichen Mörder verübt worden? Es bleibt spannend, doch Agatha findet die Lösung.
Ich hatte unterhaltsame und rätselhafte Stunden mit dieser quirligen, aber liebenswerten Frau. Manchmal könnte sie zwar etwas nervig werden, was ihre Männergeschichten betrifft, doch dann ist sie wieder einfach nur direkt und genauso menschlich wie verrückt. Eine einzigartige Mischung, die man mag, oder auch nicht. Mir gefällt ihre Art.
Danshi
4/5
05.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Dorfidylle und tödlichen Geheimnissen
Schon das Cover vermittelt den typischen Agatha Raisin. Diese ländliche Ruhe bildet erneut den reizvollen Kontrast zu einem Mordfall, der es diesmal in sich hat. Inhaltlich dreht sich alles um eine neue Therapeutin im Dorf, die mit unangenehmem Interesse an fremden Geheimnissen für Unruhe sorgt und bald zum Mittelpunkt eines gefährlichen Geschehens wird. Als Agatha selbst unter Verdacht gerät, nimmt die Geschichte rasch Fahrt auf.
Die Handlung entwickelt sich temporeich und hält zahlreiche falsche Spuren bereit, was für Spannung sorgt, stellenweise aber auch etwas überladen wirkt. Für einen Cosy Crime ist die Anzahl der Todesfälle überraschend hoch.
Agatha Raisin zeigt sich erneut als widersprüchliche Hauptfigur mit scharfem Verstand, impulsivem Auftreten und einem ausgeprägten Hang zu emotionalen Verwicklungen. Besonders ihre privaten Turbulenzen nehmen viel Raum ein, während sie bei den Ermittlungen dennoch aufmerksam und ausdauernd bleibt.
Der Schreibstil ist knapp und nüchtern, sehr britisch geprägt und eher berichtend als ausschmückend. Das liest sich flüssig, lässt jedoch wenig Raum für emotionale Tiefe. Die bekannten Nebenfiguren sorgen für Vertrautheit und bringen Humor und Wärme in die Geschichte.
Im Fazit bleibt ein solider Band der Reihe, der nicht zu den stärksten zählt, aber gut unterhält. Ich habe das Buch gerne gelesen und wurde trotz kleiner Schwächen bestens unterhalten.
Bewertung
aus Egg
4/5
04.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsamer Krimi
Als großer Agatha-Fan hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht der beste Band aus der Reihe ist. Wie in einigen Agatha-Bänden hapert es hier und da mit der Logik, aber darüber kann ich hinwegsehen, weil ich die Charaktere einfach zum Piepen finde! Schön finde ich auch, dass sich auch nach zig Bänden noch Neuerungen bei den Figuren ergeben. Für Neulinge könnte es jedoch schwierig sein, mit den ganzen Personen zurechtzukommen. Stellenweise hatte ich nämlich selbst Schwierigkeiten, die Namen den Figuren zuzuordnen, obwohl ich ja immerhin das „Stammpersonal“ schon kannte.
Generell fand ich, dass es recht viele Morde gab, zumal für einen Cosy Crime. Weil diese aber recht knapp und distanziert beschrieben worden sind, fand ich das nicht so arg störend. Immerhin haben sie dafür gesorgt, dass die Geschichte abwechslungs- und temporeich war. Am Ende wurde der Fall auf überraschende Weise aufgelöst.
Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi für vergnügliche Lesestunden für Leser*innen, die über den ein oder anderen Logikfehler großzügig hinwegsehen können.
lesen.hoeren.rezensieren
4/5
31.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Agatha ist und bleibt wie sie ist
Auch in dem 26. Fall von M.C. Beaton ist Agatha wieder in ihrem Element, anfangs wird sie sogar verdächtigt, den Mord begangen zu haben. Ein paar Leichen und Verliebtheiten später, wird der Fall in typischer Agatha Manier gelöst.
Ich gebe ja zu, ich mag die Figur gerne, sie ist schrullig, bestimmend, unverbesserlich, aber das Herz immer am rechten Fleck und hilfsbereit für ihre Freunde. In diesem Band geht Agatha das Ganze ziemlich an die Nieren, sie wird gefühlt ein klein wenig erwachsener (ich weiß, kaum zu glauben).
Das ist sicherlich nicht einer der besten Bände der Reihe, aber ich hatte Spaß, habe mich wieder über Agnatha und ihre Freunde amüsiert und alle waren wieder mit an Bord. Und Gustav (der Butler von Charles) ist wirklich eine Nummer für sich. Ich frage mich ja nur, wann Agatha und Charles endlich heiraten……
Fans der Reihe werden diesen Band sicherlich schwächer einstufen als die Anderen, aber bei der Reihe geht es gefühlt ja schon fast nicht mehr um die Morde, sondern um Agatha und was sie wieder alles verrücktes anstellt oder „intuitiv“ ermittelt. Wer die Reihe nicht kennt, sollte vorne anfangen, damit man die Entwicklung und die Charaktere einfach besser kennt und versteht.
Fazit:
Agatha wie sie leibt und lebt, in einem Fall mit (sehr) vielen Toten und komischen Ermittlungen. Für Fans der Reihe nicht der Beste, aber ein kleiner Hänger im 26. Band ist zu verzeihen. Ich habe mich gut unterhalten und mich gefreut die Truppe aus den Cotswolds um mich zu haben.
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