Wie lässt sich die ökologische Transformation realisieren – nicht als spontane Anpassung, sondern als bewusster, gemeinschaftlich gesteuerter Prozess? In »Das Prinzip Verzweigung« fordern Durand und Keucheyan gesellschaftliche Planung, um Produktion, Energie und Konsum im Rahmen der planetaren Grenzen demokratisch zu organisieren. Sie zeigen, dass die ökologische Krise nicht auf einen Mangel an Ideen, sondern auf einen Mangel an Koordination zurückgeht. Sie knüpfen an historische Erfahrungen der Wirtschaftsplanung in Krisenund Kriegszeiten an – und sie denken radikal neu: dezentral, partizipativ und ökologisch. Gegen die Ideologie des freien Marktes formulieren sie die Prinzipien einer planbaren Zukunft, in der gesellschaftliche Bedürfnisse und ökologische Realitäten wieder zur Deckung kommen. Ihr Plädoyer gilt einer neuen Kultur der Verantwortung, die Planung nicht als Zwang, sondern als kollektive Gestaltung begreift – als Voraussetzung für Freiheit, Gleichheit und Nachhaltigkeit. Ein eindringliches, kämpferisches Buch über die Kunst, das Kommende zu gestalten.
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