August 1975: Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehört. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Was wissen die anderen Kinder im Camp, und was verheimlichen die Angestellten? Und welche Geheimnisse hütet die Familie selbst? Mit «Der Gott des Waldes» hat Liz Moore nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben, der an die Abgründe sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch führt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
05.05.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Spannung pur
Dieser Thriller hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Besonders gefallen hat mir der ständige Wechsel zwischen den Charakteren und Zeitebenen, der für durchgehende Spannung sorgte. Bis zur letzten Seite blieb die Geschichte packend und unvorhersehbar.
Julia
5/5
23.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Klare Leseempfehlung
Auf der Suche nach einem spannenden Roman, abseits „klassischer Liebeslektüre“ für meinen Urlaub wagte ich mich an „Gott des Waldes“ von Liz Moore heran. Was soll ich sagen? Das Buch hat es nicht bis in den Urlaub geschafft. Aus „ich lese schon einmal kurz rein“ wurde ein unaufhaltbarer Lesefluss, der mich von Anfang an in seinen Bann zog. Das Buch war also gelesen, bevor der Urlaub anfing. Der Fall wird aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Jahren erzählt. Moore gelingt es dabei, den Lesefluss aber nicht zu unterbrechen, sondern im Gegenteil höchste Spannung zu erzeugen. Etliche Cliffhanger machen neugierig auf die weitere Lektüre. Als Leserin habe ich bis zum Ende mitgefiebert, Theorien aufgestellt und immer weitere Geheimnisse und Zusammenhänge entdeckt.
Von mir ist das Buch eine klare Leseempfehlung!
shizu_reads
5/5
21.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Hat mich zuverlässig auf jede falsche Fährte gelockt.
Hochgelobt, oft erwähnt und überall zu sehen – an manchen Büchern kommt man einfach nicht vorbei. Trotz der vielen positiven Stimmen bin ich ohne große Erwartungen an die Geschichte herangegangen.
Sie führt in ein Sommercamp, das einer wohlhabenden Familie gehört. Als Barbara, die Tochter der Familie, zum ersten Mal am Camp teilnimmt, verschwindet sie plötzlich spurlos.
Gemeinsam mit den verschiedenen Figuren begibt man sich auf die Suche nach Barbara und stößt dabei auf so manches Geheimnis. Gleichzeitig rückt auch das Verschwinden ihres Bruders Bear in den Fokus, der bereits seit 14 Jahren vermisst wird.
Die Perspektivwechsel haben mir besonders gut gefallen. Sie eröffnen immer neue Blickwinkel, lassen Theorien entstehen und zeichnen nach und nach ein immer klareres Bild der Figuren und ihrer Verbindungen zueinander.
Überraschungen und falsche Fährten gibt es reichlich. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat – drückend wie ein schwüler Sommertag und kaum loslassend.
Besonders mochte ich das Erzähltempo. Das Buch kommt für mich ohne Längen aus und wechselt immer wieder geschickt zwischen Bears und Barbaras Verschwinden. Ständig habe ich nach Parallelen und Unterschieden gesucht und mir dieselben Fragen gestellt: Leben sie noch? Hängen die Fälle zusammen? Wer steckt dahinter – und warum?
Ein unglaublich spannendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Für mich ist absolut nachvollziehbar, warum es so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Eine klare Leseempfehlung.
Kukka
5/5
17.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Ganz klare Empfehlung!
Normalerweise enttäuschen mich Bücher, die von allen Seiten in den Himmel gelobt werden, maßlos. "Der Gott des Waldes" Ist aber wirklich so gut wie alle sagen! Eine gelungene Mischung aus Thriller und Gesellschaftsroman.
Im Laufe der Geschichte verdächtigt man immer wieder jemand anderen. Und am Ende ist nichts so, wie man es erwartet hat, sondern noch viel tragischer.
Es geht ums Frauenbild von den 50er bis 70er Jahren, um mutige Vorreiterinnen, um soziale Ungerechtigkeit, um Wohlstands Verwahrlosung...
Buechervorhersage
aus Dortmund
5/5
16.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein ruhiger gesellschaftskritischer Thriller mit Sogwirkung
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da es seit Erscheinen gefühlt überall gelesen und besprochen wird. Meine Erwartungen waren schon etwas gedämpft, da ich zuerst das neue Buch der Autorin, der andere Arthur, gelesen habe, das mich nicht zu 100 % mitgerissen hat. Dennoch hatte ich durch die Thrillerelemente Hoffnung auf eine spannende Geschichte.
Durch die verschiedenen Kapitelperspektiven und den Zeitsprüngen zwischen 1950 und 1975 habe ich anfangs etwas gebraucht, um mich in der Geschichte zurecht zu finden und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Personen zu erfassen. Doch je mehr Einblicke man in die Leben der betroffenen Personen erhält, desto größer wird die Sogwirkung der Geschichte, da die Neugierde auf die Auflösung steigt. Doch es ist keine nervenzerreißende Anspannung, wie bei vielen Thrillern üblich, die einen unruhig die Seiten umblättern lässt, sondern es handelt sich um eine ruhige, unterschwellige Spannung, die sich nach und nach mit jeder Enthüllung und jedem genaueren Einblick langsam und stetig aufbaut. Gleichzeitig werden in der Geschichte einige gesellschaftliche Schiefstände thematisiert, die dafür gesorgt haben, dass man mit einigen Personen mitgefühlt hat, während einem andere Personen hochgradig unsympathisch wurden. Besonders getroffen haben mich sowohl die sozialen Ungleichheiten und das daraus entstehende Machtgefälle als auch der Umgang von Männern mit Frauen und die damalige Stellung der Frau.
Die Adirondack Mountains mit dem Camp und dem allgemeinen Thema des Lebens und Überlebens in der Natur waren für mich ein neues und interessantes Setting, das Ruhe und Ordnung in eine scheinbar undurchschaubare Situation gebracht hat.
Das Ende war nicht vorhersehbar und lässt einen mit einem bunten Strauß an Gefühlen zurück. Diese Geschichte wirkt auf jeden Fall nach und ist eine positive Überraschung für jeden, der eine Mischung aus ruhigem Thriller und gesellschaftskritischem Roman mag.
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