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Schwanentage Roman | Preisgekrönte chinesische Literatur | Einzigartiger, authentischer Einblick in den Klassismus in China | »Lebendig, intelligent, fesselnd.« - Mo Yan, Nobelpreisgewinner

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2025

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,4/13,2/2,7 cm

Gewicht

326 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Swan Hotel

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

EAN

2710002947460

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Zhang Yueran (...) hat mit ›Schwanentage‹ ein wirklich lesenswertes, böses Buch geschrieben.« ("Bunte")
»(...) poetisch, präzise und voller Zwischentöne.« ("rbb Radioeins")
»(...) ein leiser, aber eindringlicher Roman (...).« ("rbb Radioeins")
»(Zhang Yueran) erzählt grausam und weich zugleich, prägnant und zärtlich, hart und gefühlvoll.« ("Buchkultur")
»Ein Roman mit erstaunlichen Wendungen, der hinter so manche Kulisse blickt!« ("Buchkultur")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2025

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,4/13,2/2,7 cm

Gewicht

326 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Swan Hotel

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

EAN

2710002947460

Herstelleradresse

Ecco
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    22.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grosses Herz in einer kalten Welt

    Mich hat dieser Roman ziemlich überrascht. Die Sprache ist klar, fast schlicht, nichts wirkt überladen oder kompliziert – und trotzdem hat das Ganze eine starke literarische Wirkung. Man versteht alles sofort, aber genau darin liegt auch die Kunst. Zhang Yueran erzählt so ruhig und präzise, dass man einfach dranbleibt. Im Mittelpunkt steht Yu Ling, ein Kindermädchen, das sich um ein wohlhabendes Kind kümmert. Sie wirkt zuerst unscheinbar, fast still, aber je länger man liest, desto mehr merkt man, wie viel in ihr steckt. Ihre Art zu handeln ist nicht laut oder reflektiert, sondern direkt und menschlich. Das macht sie zu einer sehr besonderen Figur. Der Roman beschäftigt sich klar mit Klassismus, aber nicht auf eine einfache Weise. Es ist nicht dieses typische Schema von „oben schlecht, unten gut“. Vielmehr zeigt Zhang, dass die Unterschiede zwar brutal sind, aber die Wirklichkeit komplexer ist. Auf beiden Seiten bleiben Wünsche offen, Hoffnungen unerfüllt – nur auf ganz unterschiedliche Art. Was mir besonders gefallen hat: Das Buch urteilt nicht. Es zeigt einfach. Und genau dadurch entsteht diese ruhige, fast zärtliche Atmosphäre, obwohl die Themen eigentlich hart sind. Der Schluss kam für mich recht plötzlich, und vieles bleibt offen. Ich hätte gerne noch weitergelesen und gewusst, wie es mit den Figuren weitergeht. Für mich ist das genau die Art von Literatur, die nicht laut sein muss, um zu wirken. Klar, ruhig, aber mit Tiefe. Und gerade deshalb sehr stark. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • Bewertung

    5/5

    03.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll!

    Schon auf den ersten Seiten hat mich die Sprache beeindruckt. Sie ist klar und gleichzeitig poetisch. Es ist so eine Art Schreiben, bei der man merkt, dass jedes Wort mit Bedacht gewählt ist. Die Atmosphäre ist dicht, fast still, und genau das macht den Text für mich so besonders. Zhang Yueran schafft es, viel unausgesprochen zu lassen und trotzdem eine starke emotionale Wirkung zu erzielen. Das Buch hat eine Intensität, die mich immer wieder in ihren Bann gezogen hat. Ich mag, wie subtil Macht, Abhängigkeit und gesellschaftliche Unterschiede mitschwingen, ohne dass es belehrend wirkt. Ich freue mich darauf noch weiteres von der Autorin zu lesen, weil ich das Gefühl habe, dass es da noch viel zu entdecken gibt. Das Cover ist wunderschön und ich habe mir das Buch mittlerweile als Dekoration in mein Zimmer gestellt. Insgesamt kann ich nur sagen: klare Kaufempfehlung von mir!

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    25.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die engen Grenzen der Freiheit

    Was wie ein Kriminalfall beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem psychologischen Porträt der Protagonistin Yu Ling und einer Auseinandersetzung mit dem Begriff der Freiheit. Yu Ling arbeitet als Kindermädchen bei einer sehr vermögenden Familie in Peking. Das soziale Gefälle zwischen ihr und ihren Arbeitgebern ist offensichtlich, aber sie profitiert von deren privilegierten Wohn- und Lebensverhältnissen. ‚Ein Kindermädchen unterstellt ihr eigenes Leben dem eines anderen, wie ein Bild in einem Bild.‘ (203) Zusammen mit ihrem Freund Donghu plant Yu Ling die Entführung des ihr anvertrauten siebenjährigen Kuan Kuan, für den sie eine wichtige Bezugsperson ist. Sie will Geld erpressen, um sich ein eigenes Leben aufzubauen. Unterwegs mit dem Auto sieht Kuan Kuan einen Gänsetransporter, er hält die Tiere für Schwäne und nötigt Yu Ling, dem Fahrer eines der Tiere abzukaufen. Als Yu Ling bemerkt, dass Dhongu dem Kind offenbar etwas antun wollte, gibt sie ihren Plan auf. Im Autoradio erfahren sie zudem, dass gegen den Schwiegervater des Hausherrn wegen ‚schwerer Vergehen‘ ermittelt werde. Der Hausherr und seine Frau sind verschwunden, Yu Ling kehrt in ein leeres Haus zurück. Sie merkt mehr und mehr, dass sie eine starke Bindung zu Kuan Kuan entwickelt hat. Sie bringt ihn auch nicht zu seinen Großeltern, wie sie es nun vorhatte. Freiheit ist ihr wichtig, sie hat bisher ungern für die Familie gearbeitet, weil sie sich in ihrer Entscheidung dazu nicht frei fühlte, da die Hausherrin von einer Vorstrafe erfahren und sie damit zum Bleiben genötigt hat. Andererseits empfindet Yu Ling die Tatsache, dass Dhongu ihr Bankkonto plündert und sich aus dem Staub macht, als Befreiung, da sie ihm nun nichts mehr schuldig ist. Als sie merkt, dass sie nicht als einzige unfrei in das Leben hineingeraten ist, das sie führt, kann sie eine eigene Entscheidung treffen. Ihre Freiheit ist es, im Rahmen ihrer engen sozialen Grenzen eine Wahl zu haben. Sie entscheidet sich, bei Kuan Kuan zu bleiben. Der Roman ist spannend. Der lakonische Stil, die Art, wie Yu Ling die Geschehnisse akzeptiert und für sich immer wieder einordnet, führt sie Stück für Stück in einen Erkenntnisprozess, der sie, trotz der widrigen Umstände ihrer Herkunft, in eine persönliche Freiheit führt. Der Junge Kuan Kuan hängt an seinem ‚Schwan‘, hofft, dass er fliegen kann. Doch das Tier bleibt eine Gans, die seine Mutter zum Schluss tötet. Den Jungen lässt Yu Ling in dem Glauben, dass sie weggeflogen sei, was den Jungen tröstet. Er weiß intuitiv zu schätzen, was Freiheit bedeutet.

  • Adele

    aus Bremen

    5/5

    20.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Träume gehören zu den Privilegien der Reichen

    In Schwanentage eröffnet Zhang Yueran einen seltenen und oft verborgenen Blick in die chinesische Gesellschaft, ihre Oberschicht und die ungeschriebenen Regeln des sozialen Miteinanders, ebenso wie des mächtigen Einparteienstaats. Protagonistin Yu Ling ist seit vielen Jahren Kindermädchen des 7 Jährigen Kuan Kuan in einer wohlhabenden, einflussreichen chinesischen Familie: die Mutter Künstlerin und Tochter eines einflussreichen Funktionärs, der Vater erfolgreich in der Wirtschaft, nicht zuletzt dank der Kontakte des Schwiegervaters. Als Yu Ling sich unter Einfluss ihres Partners auf eine Entführung Kuans Kuans einlässt, um selbst am Wohlstand zu partizipieren, wird zeitgleich der mächtige Großvater und mit ihm die ganze Familie in einen Korruptionsskandal verwickelt und Yu Lings Plan nimmt eine vollkommen unerwartete Wendung. Über Yu Lings Leben in der Familie vermittelt der Roman Einblicke in die Welt der (städtischen) chinesischen Oberschicht, und der besonderen Rolle von Angestellten, oft aus ländlichen Regionen, darin. Eine Illusion von Zugehörigkeit umgibt Yu Ling durch ihre Partizipation am Lebensstil der Familie, Limousinen, teuere Theaterplätze und doch ist nichts davon ihre eigentliche Welt und kann ihr jederzeit mit einem Schlag genommen werden. Die Illusion von Zugehörigkeit zerplatzt so regelmäßig, wenn Angestellte wie Yu Ling auf sich selbst und ihre Herkunft im Klassensystem zurückgedrängt werden. Wie ein falsches Leben in Widersprüchen wirkt Yu Lings Existenz: Nähe und vollständige Abhängigkeit, in Verbindung mit dem Klassensystem ein Leben in unbegreiflicher Fallhöhe, vermeintlicher Luxus, jedoch ohne echte Freiheit. Die Klassenunterschiede werden dabei insbesondere auch im Kontrast von Yu Lings Familie und der der Hausherrin überdeutlich. Die Rolle als Frau der Arbeiterschicht ist gezeichnet von (männlicher) Gewalt und Entbehrungen, und dies über Generationen hinweg, sodass dies in Yu Lings Umfeld bereits als völlige Normalität gilt. Am Beispiel der Hausherren zeichnet Yueran wiederum den Aufstieg von Funktionären nach und gibt Einblicke in die Mechanismen von Macht und Herrschaft im modernen China. Seite für Seite arbeitet die Autorin so in der Geschichte um Yu Ling und ihre Arbeitgeber heraus, wie Klassenschranken im Einparteienstaat China wirken und wie gleichzeitig Frauen in jeder Klassenlage in dem patriarchal geprägten System diskriminiert werden. Besonders erhellend sind dabei die Narrative, die Yueran pointiert aufdeckt und mit denen sowohl Frauen der Arbeiterklasse als auch der Funktionärseliten ihre Rolle im System internalisiert haben und diese kaum in Frage stellen. Dass all dies so eindrucksvoll gelingt, ist auch der besonderen, schnörkellosen Sprache der Autorin zu verdanken, die distanziert und zugleich mit Tiefe und analytischem Blick die Abhängigkeiten, Zwänge und Möglichkeiten nach Herkunft, Klassenlage und Geschlecht ausleuchtet. So wird der Roman, der als Entführungsgeschichte beginnt, zu einem Lehrstück über die Funktionsweise der chinesischen Gesellschaft und der Rolle von Frauen darin. Absolute Empfehlung!

  • Loreley

    5/5

    18.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Gans wird zum Schwan

    Eine Geschichte über ein chinesisches Kindermädchen, eine geplante Entführung und wie alles doch ganz anders kommt. Worum geht es? Yu Ling ist das Kindermädchen einer gutsituierten chinesischen Familie. Eines Tages plant sie mit Kuan Kuan, dem siebenjährigen Sohn, einen "Frühlingsausflug". Geplant war eigentlich eine Kindesentführung, um die Familie finanziell zu erpressen. Es kommt jedoch ganz anders, denn der Vater und Großvater des Jungen müssen ins Gefängnis und die Mutter setzt sich einfach ab. Yu Ling hat plötzlich die alleinige Verantwortung für Kuan und Kuan. Mein Leseeindruck: Zunächst ist es befremdlich, dass der Junge während des Ausflugs einen Schwan (in Wirklichkeit eine Gans) kauft, der dann künftig mit im Haus lebt. Zhang Yueran wählt dieses Stilmittel, um die Umbruchsituation zu verdeutlichen. Das Kindermädchen wechselt die Rollen, wird vom abhängigen Dienstboten zu einer Person, die selbstständig entscheidet und nachher die Hausherrin in der Hand hat. Gezeichnet wird ein Bild der chinesischen Gesellschaft, die sich noch immer nicht vom Kommunismus erholt hat. Yu Ling gehört einer Gesellschaftsschicht an, die abhängig ist, dienen muss, devot im Hintergrund bleiben soll. Ihr Versuch der Kindesentführung ist der Wunsch nach Veränderung und Umbruch. Ich vermute, dass Zhang Yueran diesen Wunsch nicht laut aussprechen, sondern geschickt lieterarisch verpacken wollte, und das ist ihr mit dieser Geschichte gelungen.

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