Ein Hungerkünstler Literarische Parabel über Askese, Künstlerexistenz, Entfremdung und die Suche nach Anerkennung im Zirkusmilieu
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- Deutsch ausgewählt
7,70 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.12.2022
Verlag
E-artnowSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
22,9/15,2/0,3 cm
Gewicht
64 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-273-5949-3
Franz Kafkas Erzählung Ein Hungerkünstler, 1922 entstanden und 1924 in dem gleichnamigen Band erschienen, entfaltet die Parabel eines Künstlers, dessen asketische Darbietung einst bewundert, dann aber vom Publikum vergessen wird. In nüchterner, fast protokollarischer Prosa untersucht Kafka das Verhältnis von Kunst, Körper, Markt und Anerkennung. Die knappe Form verbindet groteske Präzision mit existenzieller Mehrdeutigkeit und steht exemplarisch im Kontext der literarischen Moderne. Kafka, 1883 in Prag geboren, schrieb aus der Erfahrung kultureller Zwischenräume: deutschsprachiger Jude in einer tschechischen Stadt, Versicherungsbeamter, Sohn eines dominanten Vaters, lebenslang von Krankheit und Selbstzweifel begleitet. Ein Hungerkünstler spiegelt seine wiederkehrenden Themen: Entfremdung, unerfüllbare Rechtfertigung, die Fragilität des Subjekts und die paradoxe Würde eines Lebens, das sich nur im Scheitern ausdrücken kann. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht als bloße Handlung, sondern als erkenntniskritische Versuchsanordnung verstehen. Ein Hungerkünstler ist kurz, doch von außerordentlicher Dichte: eine scharfsinnige Meditation über künstlerische Integrität, gesellschaftliche Aufmerksamkeit und die tragische Unmöglichkeit, wirklich verstanden zu werden.
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