Mathilde, Anfang dreißig und Lehrerin an einer Sprachschule in der fiktiven Stadt Bonmark, stürzt nach der Trennung von ihrem Partner Rocco in eine Phase zwischen Stillstand und Neubeginn. Schmerzhafte Erinnerungen, die Erwartungen ihrer Eltern und die Angst, in der eigenen Mittelmäßigkeit zu verharren, bestimmen ihr Denken. Sie ringt mit der Frage, wer sie jenseits von Beziehungen, Rollen und Zuschreibungen ist. Auf dieser Suche verlässt sie ihre Heimatstadt für eine Weiterbildung in der Stadt Perrin und setzt sich dort mit „der Welt der Sprache“ und Kultur auseinander. Die Erkenntnis, dass man durch einen Ortswechsel sein altes Leben nicht hinter sich lässt, führt schließlich zur Rückkehr nach Bonmark. Im Gepäck ihre neuen Erfahrungen und ein Flohmarktschatz aus Perrin, der zum Symbol für Mathildes Suche nach Sinn und Bedeutung wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
14.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein berührendes Buch
Rhythmus der Unbeständigkeit von Stella Tappert hat mich wirklich positiv überrascht. Schon nach den ersten Seiten konnte ich mich sehr gut in die Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Viele Situationen und Emotionen wirken so authentisch beschrieben, dass man sich selbst immer wieder darin wiedererkennt. Genau das macht das Buch besonders nahbar und emotional.
Der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen und verständlich, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Trotz der einfachen Sprache steckt viel Gefühl und Tiefe in den Zeilen.
Besonders schön fand ich, dass das Buch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt und zum Nachdenken anregt. Es ist definitiv eine Art von Buch, von der ich gerne noch mehr lesen würde. Eine klare Empfehlung für alle, die emotionale und ehrliche Geschichten mögen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
20.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Bei sich selbst ankommen
In der Geschichte geht es um Mathilde. Sie ist Anfang dreißig und Lehrerin an einer Sprachschule. Sie sitzt allerdings nach der Trennung von ihrem Partner Rocco in eine Phase zwischen Stillstand und Neubeginn. Da holt die erst einmal alles ein: Schmerzhafte Erinnerungen, die Erwartungen ihrer Eltern und die Angst in der eigenen Mittelmäßigkeit zu verharren. Sie ringt mit der Frage, wer sie eigentlich ist. Sie verlässt ihre Heimatstadt Richtung Perrin für eine Weiterbildung, wo sie sich mit der Welt der Sprache und Kultur auseinandersetzt. Allerdings ändert der Ortswechsel nicht viel an ihrer Situation und sie kehrt nach Hause zurück, mit vielen neuen Erfahrungen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe mich nämlich selbst in der Geschichte wiederfinden können, denn ich ringe auch mit mir selbst, stelle mir viele Fragen und bin auch noch lange nicht bei mir angekommen, wirl meine Depression mein Leben bestimmt. Mir hat allerdings auch sehr gut gefallen, dass es eine sehr musikalische Geschichte ist. Ich liebe je Musik über alles und ich habe auch einiges gelernt aus der Geschichte. Deshalb vergebe ich für diese inspirierende Geschichte sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
17.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Nahbar, ruhig und voller vertrauter Gedanken
In Rhythmus der Unbeständigkeit von Stella Tappert steht Mathilde im Mittelpunkt. Eine Protagonistin, der ich beim Lesen sehr nahegekommen bin. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, wodurch man unmittelbar an ihren Gedanken, Unsicherheiten und Gefühlen teilnimmt. Gerade dadurch wirkt Mathilde sehr greifbar und ehrlich.
Besonders gut konnte ich ihre Sorgen über die Zukunft nachvollziehen. Dieses Gefühl, nicht genau zu wissen, wohin das eigene Leben führt, welche Entscheidungen richtig sind und was als Nächstes kommen soll, begleitet Mathilde auf eine Weise, die mir sehr bekannt vorkam.
Was mir besonders gefallen hat, sind die vielen alltäglichen Beobachtungen. Mathilde macht und denkt Dinge, die ich sofort wiedererkannt habe, zum Beispiel, wenn sie von einer Reise zurückkommt und sich erst einmal wieder in ihrem Alltag zurechtfinden muss. Solche Momente wirken unspektakulär, aber gerade dadurch sehr lebensnah. Sie zeigen, wie sehr das Buch auch von den kleinen Übergängen im Leben erzählt: vom Ankommen, Loslassen, Zweifeln und Weitermachen.
Rhythmus der Unbeständigkeit ist für mich ein ruhiges, nahbares Buch über Unsicherheit, Veränderung und das Gefühl, sich selbst im eigenen Leben immer wieder neu sortieren zu müssen. Stella Tappert erzählt Mathildes Geschichte so, dass viele ihrer Gedanken und Situationen sehr vertraut wirken. Gerade diese Nähe zur Protagonistin hat das Lesen für mich besonders gemacht.
Mirkula
5/5
15.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Aufbruch und Ankommen
Dieses Buch war für mich keine laute oder actionreiche Geschichte, sondern vielmehr eine sehr ruhige, emotionale Reise voller Gedanken, Erinnerungen und kleiner bedeutungsvoller Momente. Genau das hat es für mich aber besonders gemacht.
Die Geschichte lebt weniger von großen Wendungen, sondern von Atmosphäre, Gesprächen, Beobachtungen und Gefühlen, die unglaublich echt wirken. Themen wie Orientierungslosigkeit, Veränderung, Sehnsucht, Freundschaft und die Frage, wohin man eigentlich im Leben möchte, ziehen sich durch das gesamte Buch.
Besonders gefallen hat mir, wie viel Bedeutung in scheinbar kleinen Dingen steckt: Musik, Fotos, Zugfahrten, Sommerabende oder der Tintenfischdruck. Viele Szenen hatten gleichzeitig etwas Warmes und Melancholisches, fast so, als würde man beim Lesen selbst kurz innehalten.
Auch Mathildes Gedanken und Unsicherheiten wirkten auf mich sehr nahbar. Gerade dieses ständige Hinterfragen von Entscheidungen und das Gefühl, manchmal weder richtig bleiben noch gehen zu können, wurde sehr authentisch beschrieben.
Der Schreibstil war dabei ruhig, poetisch und stellenweise fast meditativ, ohne künstlich zu wirken. Manche Passagen fühlten sich eher wie Gedankenströme oder Momentaufnahmen des Lebens an als wie eine klassische Handlung.
Ein stilles, nachdenkliches und atmosphärisches Buch, das weniger von großen Ereignissen lebt, sondern von Emotionen, Erinnerungen und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Bewertung
5/5
28.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Roman, der nachhallt
Rhythmus der Unbeständigkeit trifft einen Nerv. Die Geschichte von Mathilde, die nach einer Trennung nicht weiß, wer sie ohne all ihre Rollen eigentlich ist, fühlt sich überraschend vertraut an. Kein Drama, kein großer Knall – nur diese leise, ehrliche Suche nach sich selbst. Wer Bücher mag, die einen nicht loslassen, sondern einfach still neben einem sitzen, liegt hier goldrichtig. Absolut lesenswert!
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