In einer Welt, in der Wegwerfen oft einfacher scheint als Bewahren, fragt Konrad Staisch, was möglich wird, wenn wir anders mit den Dingen umgehen. „Das, was da ist“ lenkt den Blick auf Materialien, die bereits existieren, auf Holzreste, Bauabfälle, Gläser, Stoffe und Metall und darauf, welches Potenzial in ihnen steckt.Das Buch verbindet persönliche Beobachtungen mit handwerklicher Praxis, Materialwissen und gesellschaftlichen Fragen. Es zeigt, wie aus vermeintlichem Abfall schöne, haltbare Dinge entstehen können und warum Verantwortung nicht im eigenen Zuhause endet, sondern auch Unternehmen und Politik betrifft.„Das, was da ist“ ist kein klassischer Ratgeber und keine Anleitung zur Selbstoptimierung. Es ist ein erzählendes Sachbuch, das zum Hinschauen, Ausprobieren und Umdenken einlädt. Mit Humor, Haltung und der Lust am Selbermachen entsteht ein Plädoyer für mehr Wertschätzung, fürs Reparieren, Teilen und für einen Alltag, der nicht auf ständigen Neukauf angewiesen ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Eternal-Hope
aus Österreich
5/5
24.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Macht richtig Lust aufs Wiederverwerten
Mit "Das, was da ist" hat der Künstler und Illustrator Konrad Staisch ein wunderbares, sehr niederschwelliges, persönliches Sachbuch geschrieben, um Menschen wie mir, die nicht viel Erfahrung mit Heimwerken haben, den Einstieg ins Recycling gebrauchter, aber wertvoller Rohmaterialien zu erleichtern.
Nach einer kurzen Einführung in das Thema Nachhaltigkeit und in die Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Glas finden sich viele hilfreich bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen etwa zum Bauen eines Bücherregals, eines Tisches oder eines Sofas aus Materialien, die man schon zu Hause hat oder von Bekannten oder am Schrottplatz finden kann.
Alles ist so einfach erklärt und so gut illustriert, dass es tatsächlich vorstellbar scheint, mit wenig bis gar keinen Vorkenntnissen direkt ins Heimwerken und Recyclen einzusteigen. Am Ende gibt es auch noch Ideen dazu, wie wir gemeinsam unsere Gesellschaft nachhaltiger gestalten können, zum Beispiel durch das Tauschen und Gemeinsam-Nutzen von Dingen, die man nicht jeden Tag braucht.
Ein unglaublich ermutigendes Buch, das einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leistet und dafür sensibilisiert, wie wertvoll all die Dinge sind, die wir schon haben und die sonst schnell ungenützt auf dem Schrottplatz landen.
Anna.Lysis
3/5
05.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Denkanstöße und klare Haltung
„Das, was da ist“ von Konrad Staisch richtet den Blick auf den Wert bereits vorhandener Materialien. Statt Neues zu kaufen, geht es darum, Bestehendes weiterzuverwenden – praktisch und als Haltung.
Das Buch verbindet persönliche Beobachtungen mit grundsätzlichen Überlegungen zu Konsum und Ressourcen. Kapitel 3 widmet sich Materialien und Werkzeugen, Kapitel 4 enthält konkrete Anleitungen für Projekte. Die übrigen Kapitel sind stärker einordnend und reflektierend.
Gestalterisch setzt das Buch überwiegend auf einfache Zeichnungen und Schrittfolgen, die an einen comicartigen Stil erinnern. Die textlastigeren Kapitel sind entsprechend zurückhaltender umgesetzt.
Die Grundidee des Buches ist in sich schlüssig und gut nachvollziehbar. Für mich wirkte sie jedoch stellenweise sehr weit gedacht. Ich hatte eher alltagsnahe Upcycling-Ideen erwartet, während hier ein für mich ungewohnter Umgang mit teils bereits entsorgten Materialien im Mittelpunkt steht.
Gerade darin liegt sicher auch die Stärke des Buches: Es führt den Ansatz konsequent zu Ende und regt zum Nachdenken an. Gleichzeitig blieb es für mich persönlich auf Distanz, weil ich mich mit dieser Herangehensweise nicht wirklich identifizieren konnte.
Insgesamt ist „Das, was da ist“ ein Sachbuch mit klarer Haltung, das interessante Denkanstöße liefert – auch wenn es mich nicht vollständig abgeholt hat.
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