Mandelplätzchen und Dattelmilch
1190 von Akkon bis Venedig: Die begnadete Delikatessköchin Alkmene hat die Ehre, für die Hochzeit des künftigen Königs von Jerusalem zu kochen.
Inzwischen kehrt Diethelm zum Kreuzritterheer zurück, das unaufhörlich gegen die uneinnehmbaren Mauern Akkons im heutigen Israel anrennt. Zerrissen zwischen der Loyalität zu seinem Lehnsherrn und wachsenden Zweifeln am Kreuzzug, muss er eine Entscheidung treffen.
Alkmene erfährt, dass der Königsanwärter das Heer für Gold verraten hat. Nicht nur sie, sondern auch Kreuzritter Diethelm und ihre gemeinsame Tochter Sophia geraten in tödliche Gefahr.
Zwischen dampfenden Kesseln und duftenden Gewürzen kämpft Alkmene mit der unmöglichen Entscheidung: Kann sie mit ihren Kochkünsten Leben retten – oder muss sie vergiften, um ihre Lieben zu schützen.
Es wird gebraten, gepökelt und gebrüht,
verliebt, vergiftet und vergeben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
21.09.2026
eBook (ePUB 3)
Venusmuscheln in Venedig
Nach dem Vorgänger "Anisbrot in Antiochia" dachte ich, es kann ja gar nicht mehr dramatischer werden und wurde richtig überrascht, wie sehr mich dieses Buch für sich eingenommen hat. Ich glaube ich habe von den drei Bänden die Lektüre von diesem dritten Teil am meisten genossen. Die Figuren sind mir wirklich ans Herz gewachsen und ich wollte mich gar nicht mehr von ihnen trennen.
Nina Albert
5/5
14.01.2026
Buch (Taschenbuch)
„Ein Roman, der nach Liebe, Honig und Gefahr schmeckt.“
Wie ein duftender Schleier legt sich dieser Roman über die Wirren der Jahre 1190, spannt seinen Bogen von Akkon bis nach Venedig und erzählt von einer Frau, deren größte Gabe zugleich ihre gefährlichste Waffe ist. Alkmene, eine begnadete Köchin, steht im Licht der höfischen Pracht: Sie soll die Hochzeit des künftigen Königs von Jerusalem kulinarisch veredeln. Doch während ihre Hände Gewürze mörsern und Kessel zum Singen bringen, zieht jenseits der Mauern Akkons das Grauen des Kreuzzugs herauf.
Dort ringt der Kreuzritter Diethelm mit seinem Gewissen. Zwischen Treue und Zweifel, zwischen Pflicht und Menschlichkeit droht er sich selbst zu verlieren. Als Alkmene erfährt, dass der Königsanwärter das Heer für Gold verraten hat, kippt die Geschichte ins Dunkle. Plötzlich ist nicht nur ihr Leben, sondern auch das Diethelms und das ihrer gemeinsamen Tochter Sophia in Gefahr.
Zwischen dampfenden Kesseln und Kräuterdüften entfaltet sich eine Frage von märchenhafter Grausamkeit: Können ihre Kochkünste Leben retten? Oder muss sie töten, um das Liebste zu bewahren? Alkmenes Küche wird zum Schicksalsort, ihre Rezepte zu Zaubersprüchen, ihre Entscheidungen zu Prüfungen von Herz und Gewissen.
Der Roman verwebt historische Ereignisse mit einer leisen Liebesgeschichte, die durch den Magen ins Herz findet. Jedes Kapitel eröffnet sich einem Hors d’œuvre gleich, gefüllt mit zeitgenössischen Rezepten, die den Leser einstimmen auf das was kommen mag. Man liest mit allen Sinnen: riecht Mandelplätzchen, schmeckt Dattelmilch und glaubt Venus selbst entsteige ihrer Muschel.
Und über allem schwebt ein bittersüßer Geschmack – wie der eines kostbaren Gerichts, das man nicht vergessen kann.
Nina Albert
5/5
14.01.2026
Buch (Taschenbuch)
„Ein Festmahl aus Liebe, List…
„Ein Festmahl aus Liebe, List und Gewürzen“ – eine sinnliche Reise ins Herz des Mittelalters Der zweite Band der Triologie „Anisbrot in Antiochia“ entfaltet sich wie ein leiser Zauber aus Gewürzen, Gefahr und Gefühl. Vor dem Hintergrund der Wirren des Jahres 1190 – Kaiser Barbarossa ist tot, sein Kreuzritterheer zerfällt – begleitet der Roman einen geschwächten Ritter und jene, die ihn nicht aufgeben wollen. Ritter Diethelm, von der Ruhr gezeichnet und vom Glauben an einen Fluch gelähmt, steht am Rand des Lebens. An seiner Seite: die hochschwangere Delikatessköchin Alkmene, deren Herz ebenso groß ist wie ihr kulinarisches Können, ihr Geliebter Pares, ein kluger Eunuch mit scharfem Verstand, und ein treuer Knappe. Gemeinsam wagen sie den gefährlichen Weg nach Antiochia – eine Reise durch lähmende Angst und unermüdliche Hoffnung. Doch Heilung will sich nicht erzwingen lassen. Keine Speise vermag Diethelm zu retten, bis Pares einen ebenso kühnen wie lebensgefährlichen Plan schmiedet. Alkmenes Kochkunst wird dabei zur heimlichen Heldin: Sie ist Trost, Versuchung und letzte Hoffnung zugleich. In ihrer Küche verschmelzen Liebe und Mut, Gewürze und Gebete, und jedes Gericht erzählt mehr als Worte es könnten. Der Roman verwebt historische Ereignisse mit einer sinnlichen Liebesgeschichte, die – im wahrsten Sinne – durch den Magen geht. Zeitgenössische Rezepte eröffnen die Kapitel wie kleine Schatztruhen und stimmen auf das Kommende ein. Man liest mit allen Sinnen, riecht Anis und Granatapfel, schmeckt Honig und Kräuter, hört das Knistern des Feuers und wünscht sich, Alkmene möge auch für einen selbst ihre Kochkünste offenbaren. Sympathische Figuren, feine Intrigen und eine leise, verborgene Liebe verleihen der Geschichte Tiefe und Wärme – und über allem liegt ein bittersüßer Zauber, der lange nachhallt. | 5
Borkum
Thalia Book Circle Community
5/5
31.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Endlich angekommen
Nach Bittermandeln aus Byzanz und Anisbrot in Antiochia ist Venusmuscheln in Venedig bereits der dritte und letzte Teil dieser Reihe und damit geht eine lange Reise zu Ende. Auch wenn es zu Beginn einen kurzen Überblich über das, was bisher geschah, gibt, empfehle ich mit Band 1 zu beginnen.
Ich lese sehr gerne historische Romane und solche mit starken Frauen. Hier wurde mir beides geboten. Alkmene ist ein toller Charakter. Ich habe ihren Mut, ihren Pragmatismus und ihre Findigkeit bewundert. Sie ergibt sich nicht einfach in ihr Schicksal und das meint es nicht immer gut mit ihr und wirft ihr oft genug Knüppel zwischen die Beine, sondern versucht immer die Lage zu verbessern. Dabei denkt sie auch an die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Besonders ihre Kochkünste haben ihr öfters geholfen. Ihre Erfahrungen und ihre Intuition für Zusammenstellungen und Verbesserungen von Speisen waren ein Garant für ihr Überleben.
Auch Kreuzritter Diethelm fand ich gut dargestellt. Seine Entwicklung zu einem liebevollen Vater und einem Beschützer, der ihm anvertrauten bzw. vertrauenden Personen konnte mich überzeugen, genau wie weitere Figuren.
Dorothe Zürcher schreibt anschaulich und bildgewaltig. Oft genug hörte ich das Geschrei auf dem Schlachtfeld, das Klirren der Waffen, das Getrampel der Pferdehufe auf dem Boden, aber auch den Hunger, die Sorgen und die Angst der Menschen konnte ich spüren. Gefreut habe ich mich über die kleinen schönen Auszeiten, wenn Diethelm zum Beispiel seine Tochter Sophia im Arm hielt und bewunderte.
Die Landkarte, das Personenverzeichnis, die Worterklärungen und der Zeitstrahl am Ende sind eine super Ergänzung der Geschichte. Ein gut recherchierter und informativer historischer Roman, bei dem ich einen Blick auf die Kreuzzüge Ende des 12. Jahrhunderts aus der Sicht einer Frau werfen konnte.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
25.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine lange gefährliche Reise geht zu Ende
Alkmene , Diethelm und ihre gemeinsame Tochter Sophia sind in Tyros gelandet. Wieder beginnt die Suche nach einer Unterkunft und der Möglichkeit , Geld zu verdienen ,um die Zeit zu überbrücken, bis sie nach Akkon weiter reisen können, wo Diethelm hofft, auf seine Waffenbrüder zu treffen. Tatsächlich ergibt sich die Gelegenheit dazu, als Konrad von Montferrat beschließt, seine Hochzeit im Lager vor Akkon zu feiern, um so seine Machtansprüche zu untermauern. Wie erhofft, treffen Alkmene und Diethelm auf Pio, Ulrich und die restlichen schwäbischen Kreuzritter. Die Zustände im Lager sind katastrophal . Dreck, Krankheit und Hunger sind ständige Gäste dort. Trotzdem bleibt Alkmene dort aus einer tiefen Verbundenheit heraus zu Diethelm, aber auch zu Pio. Die Suche nach Nahrung beherrscht den Alltag. Als die Schlacht um Akkon endgültig verloren scheint, willigt Diethelm ein, zurück in seine Heimat zu reisen. Alkmene und Sophia begleiten ihn.
Ich liebe diese Trilogie . Zum einen fand ich es interessant, dass eine Frau und Köchin die Hauptperson ist und ich den Kreuzzug aus ihrer Sicht erlebe. Das ergibt eine ganz andere und in meinen Augen realistischere Einblicke als die der Ritter, die nach Ehre und Ruhm streben und davon träumen, Jerusalem zu befreien. Und die Realität ist wirklich nicht heroisch.
Man kann Alkmene nur bewundern, die immer versucht, das gute zu sehen und dabei nicht in Freund-Feind - Kategorien denkt, sondern Dinge sehr pragmatisch angeht. Schön fand ich auch, dass jedem Kapitel wieder ein Rezept aus der damaligen Zeit voran gestellt wurde. Auch Alkmenes Ausführungen zu einigen Speisen fand ich interessant. Ich mochte auch Diethelm , der eine spannende Wandlung erfährt, vom stolzen , auf seine Ehre bedachten Ritter hin zu jemandem, der auf das Wohl der Menschen, die ihm etwas bedeuten, bedacht ist, auch auf die Gefahr hin, eine lächerliche Figur abzugeben.
Auf den ersten Blick war ich vom Ende enttäuscht. Bei näherem Hinsehen kann ich der Autorin nur gratulieren, denn der Schluss wird den Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht. Das Buch hat mich erneut sehr gut unterhalten und mir die Zeit der Kreuzzüge aus ungewöhnlicher Sicht näher gebracht.
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