Das Kind isst nur Pasta, es hagelt Ernährungstipps und der Stress rund um das Essen in der Familie wird immer heftiger? Ronia Schiftan, Ernährungspsychologin und Mutter, hilft, das Essverhalten von Kindern zu verstehen und es bindungsstark zu begleiten. Denn Eltern können viel mehr zur Entspannung beitragen, als sie denken: Der angeborenen Essenskompetenz der Kinder zu vertrauen sowie die eigenen Prägungen und gesellschaftliche Einflüsse zu reflektieren, sind wichtige Schritte zu mehr Freude und Gelassenheit am Familientisch.
Mit Hintergrundwissen, berührenden Einblicken in den Familienalltag sowie Denkimpulsen und Übungen, auch zu ADHS, Autismus & Co. macht dieses Buch Eltern mit Kindern vom Baby- bis zum beginnenden Jugendalter Mut zum Umdenken. Dabei zählt nicht, ob alles perfekt läuft, sondern dass wir in Kontakt bleiben. Die Autorin zeigt, warum Hunger, Appetit und Sättigungsgefühl bei Kindern oft anders funktionieren, informiert über Zucker, Salz und die Geschmacksentwicklung von Kindern und darüber, wie soziale Medien und gesellschaftliche Normen das Essverhalten prägen. Einfühlsam fördert ihr Buch die Gesundheit der ganzen Familie, unterstützt bei Prävention und Erkennen von Essstörungen und ebnet Kindern den Weg zu einem positiven Körperbild sowie einem unbeschwerten Essverhalten.
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sehr informativ
Bewertung aus Saarburg am 21.06.2026
Bewertungsnummer: 3173669
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein sehr interessantes Buch über die kindliche Ernährung und besondere Essgewohnheiten. Vielfach bringen einseitig durchs Kind bestimmte Ernährungsweisen enormen Stress für die betroffene Familie. Man macht sich selber Druck und bekommt jede Menge Druck von Außen gemacht. Es hagelt meist regelrecht an Vorwürfen.
Das Buch hilft, mehr Entspannung an den familiären Esstisch zu bringen. Es gibt wertvolle Tipps und zeigt Übungen auf, die die eigene Situation verbessern helfen. Im Vordergrund steht ein positives Körperbild und ein unbeschwertes Essverhalten. Auch auf besonders kritisch zu betrachtende Essgewohnheiten und auch Krankheiten wird eingegangen und diese werden verständlich erklärt.
Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend und zeitgemäß. Man fliegt durch die Zeilen und kann es kaum aus den Händen legen. Es ist wirklich sehr nützlich und hilfreich. Das komplexe Thema wird wirklich verständlich erklärt und für den Laien heruntergebrochen. Gerne empfehle ich es weiter!
Zwischen Brotdose und Bauchgefühl – warum Essen mehr ist als nur satt werden
SeverusNyssen aus Rhein Neckar Kreis am 19.06.2026
Bewertungsnummer: 3172473
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Ratgeber Wie Kinder essen – Kindliches Essverhalten verstehen, Prägungen reflektieren und Familie entspannen hat bei mir viele persönliche Gedanken ausgelöst, weil er ein Thema aufgreift, das oft unterschätzt wird und gleichzeitig unglaublich alltagsnah ist. Wie Kinder essen beschäftigt sich nicht nur mit Ernährung, sondern vor allem mit Prägungen, Emotionen und dem oft sehr unterschiedlichen Umgang mit Essen in Familien.
Besonders angesprochen hat mich, dass das Buch sehr verständlich aufgebaut ist. Die Inhalte sind kompakt erklärt, ergänzt durch Infoboxen und kleine Piktogramme, die die wichtigsten Punkte auf einen Blick zusammenfassen. Dadurch wirkt alles nicht überladen, sondern eher wie ein ruhiger Leitfaden, den man auch zwischendurch gut lesen und direkt im Alltag anwenden kann. Gerade wenn man selbst Kinder hat oder sich mit dem eigenen Essverhalten auseinandersetzt, hilft diese Struktur sehr.
Viele Fallbeispiele aus dem Alltag machen die Themen greifbar. Situationen, die vermutlich viele kennen: Kinder, die nicht essen wollen, Eltern, die sich Sorgen machen, oder das Gefühl, ständig zwischen Druck und Gelassenheit zu schwanken. Genau diese Beispiele sorgen dafür, dass man sich nicht allein fühlt, sondern erkennt, wie unterschiedlich Familien mit dem Thema umgehen.
Beim Lesen musste ich auch viel über meine eigene Kindheit nachdenken. Essen war damals oft kein „Thema“, sondern eher etwas, das funktionieren musste. Wenn man nicht aufgegessen hat, wurde teilweise auch Druck aufgebaut oder man wurde sogar zum Essen gedrängt. Heute sieht man vieles anders, und genau dieser Perspektivwechsel wird im Buch gut angestoßen: Was früher normal war, wird heute hinterfragt – ohne zu verurteilen, sondern mit dem Ziel, bewusster damit umzugehen.
Was mir besonders gefällt, ist die ruhige, nicht belehrende Art des Buches. Es will nicht perfekt machen, sondern verständlich begleiten. Man wird nicht mit Regeln überhäuft, sondern bekommt Denkanstöße, die helfen können, das eigene Familienleben entspannter zu gestalten. Gleichzeitig bleibt genug Raum für unterschiedliche Meinungen und Lebensrealitäten – es gibt nicht den einen richtigen Weg.
Insgesamt ist es ein sehr alltagsnaher und reflektierender Ratgeber, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch dazu einlädt, die eigene Haltung zu Essen und Erziehung zu hinterfragen. Gerade durch die Mischung aus einfachen Erklärungen, echten Beispielen und einer beruhigenden Tonalität wirkt das Buch nicht nur informativ, sondern auch entlastend.
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