Die Verfolgung Richard Wagners durch die Juden Eine Dialektik der Paranoia
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Nein
Erscheinungsdatum
12.12.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389170175
In diesem Jahr begehen wir den 200. Geburtstag eines der umstrittensten Musiker und Theaterlegenden, Richard Wagner. Der Begründer der bis heute aufgeführten Bayreuther Festspiele erfreut sich seit dieser Zeit auf der ganzen Welt eines hohen Bekanntheitsgrades, doch dieser Ruhm bleibt stets überschattet. Mindestens genauso bekannt wie seine Opern ist den meisten wohl auch Wagners Hang zum Antisemitismus, dem er erstmals 1850 in seinem Pamphlet "Das Judenthum in der Musik" Ausdruck verlieh. In diesem Text stellt Wagner seine Ansichten über die Rolle "des Juden" in der künstlerischen Welt seiner Zeit, der Mitte des 19. Jahrhunderts, dar, wobei er neutral ausgedrückt "harsche Kritik" an der "jüdischen Kunst" übt. Wagner bedient sich dabei eines exzentrischen Schreib- und Argumentationsstils, der bei seinen Zeitgenossen, genau wie seine Theorien an sich, auf viel kritische Rezension stieß, was sich bis heute keineswegs geändert hat. Kein Wunder, dass der Ritt der Walküren, der sogar bis in die Hollywood Filmstudios vorgedrungen ist, sowie andere Stücke und Opern Wagners, nicht viel Ansehen im heutigen Israel genießen. Wie tief Wagners offenkundiger Antisemitismus reicht, oder was seine speziellen Gründe sein mochten, wird wohl nie ganz geklärt werden können. Es könnte durchaus an der damaligen "jüdischen Konkurrenz" in der Kunst gelegen haben, wie sehr er es auch bestreiten mag, oder aber er entsprang allein einem Aspekt des damaligen Zeitgeistes, in Kombination mit Wagners speziellen Charaktereigenschaften.
Wie auch immer, es soll nicht das Ziel dieser Untersuchung sein, Wagners exakte Gründe für sein Verfechten des Antisemitismus zu erörtern, noch in wie weit dieser ihn und seine Kunst geprägt haben mag, diese Arbeit soll allein Wagners antisemitischer Dialektik, auch im Hinblick auf Sprachpatriotismus und Sprachnationalismus, in seinen zwei veröffentlichten Versionen des "Judentums in der Musik" gewidmet sein. Dieser Text ist trotz brillanter Quellenlage (es existieren sowohl der komplett erhaltene Textcorpus als auch zahllose Rezensionen) bisher offenbar nur wenig untersucht worden.
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