Als wäre es damit nicht genug, dass sich David an der Schule outet, weil er schwul ist, finden seine Mitschüler in seinem Vornamen den Bezug zur jüdischen Abstammung. Das reicht aus, um ihn unerträglichen Quälereien auszusetzen. Als sich allerdings Gewalt gegen die beteiligten Schüler und Schülerinnen richtet, stellen sich Polizei und Beteiligte die Frage, wer sogar vor Mord nicht zurückschrecken könnte, um die Schuldigen zu bestrafen. Ein ergreifendes Plädoyer gegen Mobbing und Vorverurteilungen. Menschlichkeit kann sogar bei denen fehlen, von denen man es besonders erwarten dürfte. Davids Weg beschreibt den vieler Schüler nicht nur in Deutschland.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Ramona
aus Wittenberge
5/5
11.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Thriller der nachwirkt und absolut bereichernd ist
Ein starkes Cover , eine bemerkenswerte Geschichte, ein Thriller der nachwirkt. Bei mir hat dieses Buch einen bleibenden , bereichernden Eindruck hinterlassen. Ich finde es klasse, dass der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt und so wie hier sozialkritisch zu Missständen unserer Gesellschaft klar Stellung bezieht. Sie in seinen Thrillern thematisiert.
Mobbing geht uns alle an. Auch Antisemitismus spielt eine Rolle.
David hat sich an seiner Schule geoutet und als wäre das für seine Mitschüler nicht Angriffsfläche genug, verunglimpfen sie ihn wegen seines jüdischen Namens. Als absoluter Außenseiter, den man auf übelste Weise mitspielt. Ich möchte hier nicht zu sehr spoilern , aber die Geschehnisse haben mich emotional tief bewegt. Ich war regelrecht gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Der Autor versteht es herausragend, dich so tief und bildhaft, authentisch in die Abgründe der Seele und daraus resultierende Verletzungen blicken zu lassen.
Die unterschiedlichen Charaktere, allen voran David, und seinen Rächer lernen wir in einer Tiefe kennen, die seinesgleichen sucht. Die MobbingFacetten gehen hier so unglaublich tief, öffnen unsere Augen, lassen uns unweigerlich Partei ergreifen. Mir blutete das Herz, bei den so unglaublichen Reaktionen von Davids Eltern , speziell des Vaters. Da schlucken selbst die ermittelnden Kommissare schwer. Wo ist unsere Menschlichkeit geblieben? Viel stärker gilt es uns einzumischen, da wo Ungerechtigkeit und Fehlverhalten überhand nimmt. Mobbing geht uns alle an. Den Tätern wird es durch soziale Medien oft leicht gemacht. Doch jeder kann mit einer klaren Positionierung etwas dagegen bewirken. Ich spreche da auch aus ganz eigener Erfahrung.
Für mich war dieser Thriller wieder mal ein ausgesprochen bereicherndes Lesererlebnis. Der Autor steht für mich seit ganz vielen Jahren für überzeugende, tiefgründige, tiefgehende, hochaktuelle, bewegende emotionale, überzeugende, spiegelnde, kritisch Position beziehende Roman und ThrillerLiteratur.
Ich werde diese Geschichte nicht vergessen und kann eine klare unbedingte Leseempfehlung aussprechen.
Danke lieber Harald , ich ziehe meinen Hut vor dir, da kann sich so manch Anderer eine Scheibe abschneiden.
Sonne63
5/5
02.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend, emotional und gesellschaftskritisch
H.C. Scherf ist bekannt für seine spannenden und mitreißenden Thriller. Dass er aber auch sozialkritische Themen anpacken und dabei richtig in die Tiefe gehen kann, hat er schon mehrfach bewiesen.
Auch dieses Mal beschäftigt sich der Autor mit einem Thema, dass ihm offenbar sehr am Herzen liegt. Zu erkennen ist das zum einen an den vielen Informationen die der Leser während der Handlung quasi nebenbei erhält, zum anderen aber auch an den Informationen am Ende des Buches im Anhang. Hier listet er Kontakte auf, die Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen weiterhelfen können.
Der Handlung liegt in erster Linie das Thema „Mobbing“ zugrunde. Mobbing in seiner vielschichtigen Art und nicht immer gleich als solches zu erkennen. Beängstigend bildlich und sehr realistisch zeigt Scherf, wie das heutzutage teilweise abläuft. Mit nichts hält er hinterm Berg, angefangen von wüsten Beschimpfungen bis hin zu gewalttätigen, körperlichen und sexuellen Übergriffen. Dabei lässt er den Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen, versucht Gründe aufzuzeigen, wie Täter und Opfer zu dem werden was sie sind, was ihr Handeln und Denken mit ihnen macht bzw. was für Konsequenzen für sie und andere daraus entstehen.
In diesem Buch geht der Autor sehr kritisch mit der Gesellschaft ins Gericht. Er hält uns so etwas wie einen Spiegel vor Augen. Erkennen wir uns wieder? Sind wir intolerant oder schauen weg? Gehen wir den einfachen Weg oder handeln wir, wenn in unserem Umfeld Akzeptanz für Menschen fehlt, die nicht ins „Schema F“ hineinpassen? Können wir persönlich damit umgehen, wenn jemand anders ist als wir glauben, dass er sein müsste? Schreiten wir ein, wenn wir merken, jemand ist Übergriffen und Anfeindungen ausgesetzt?
Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten.
Das Buch stellt ein Kaleidoskop an Gefühlen dar. Man spürt die Angst, die Hilflosigkeit, die Scham der Betroffenen. Aber auch die Wut, die Aggressivität, die Sturheit und Ignoranz ihrer Gegner, die aus den unterschiedlichsten Schichten unserer Gesellschaft stammen.
Fazit:
Ein spannender Thriller mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Hochaktuell. Sicher keine leichte Kost. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Es geht uns schließlich alle an. Wer weiß, schon morgen könnten wir das nächste Opfer sein.
sonne63
aus Blumberg
5/5
02.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend, emotional und…
Spannend, emotional und gesellschaftskritisch H.C. Scherf ist bekannt für seine spannenden und mitreißenden Thriller. Dass er aber auch sozialkritische Themen anpacken und dabei richtig in die Tiefe gehen kann, hat er schon mehrfach bewiesen. Auch dieses Mal beschäftigt sich der Autor mit einem Thema, dass ihm offenbar sehr am Herzen liegt. Zu erkennen ist das zum einen an den vielen Informationen die der Leser während der Handlung quasi nebenbei erhält, zum anderen aber auch an den Informationen am Ende des Buches im Anhang. Hier listet er Kontakte auf, die Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen weiterhelfen können. Der Handlung liegt in erster Linie das Thema „Mobbing“ zugrunde. Mobbing in seiner vielschichtigen Art und nicht immer gleich als solches zu erkennen. Beängstigend bildlich und sehr realistisch zeigt Scherf, wie das heutzutage teilweise abläuft. Mit nichts hält er hinterm Berg, angefangen von wüsten Beschimpfungen bis hin zu gewalttätigen, körperlichen und sexuellen Übergriffen. Dabei lässt er den Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen, versucht Gründe aufzuzeigen, wie Täter und Opfer zu dem werden was sie sind, was ihr Handeln und Denken mit ihnen macht bzw. was für Konsequenzen für sie und andere daraus entstehen. In diesem Buch geht der Autor sehr kritisch mit der Gesellschaft ins Gericht. Er hält uns so etwas wie einen Spiegel vor Augen. Erkennen wir uns wieder? Sind wir intolerant oder schauen weg? Gehen wir den einfachen Weg oder handeln wir, wenn in unserem Umfeld Akzeptanz für Menschen fehlt, die nicht ins „Schema F“ hineinpassen? Können wir persönlich damit umgehen, wenn jemand anders ist als wir glauben, dass er sein müsste? Schreiten wir ein, wenn wir merken, jemand ist Übergriffen und Anfeindungen ausgesetzt? Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten. Das Buch stellt ein Kaleidoskop an Gefühlen dar. Man spürt die Angst, die Hilflosigkeit, die Scham der Betroffenen. Aber auch die Wut, die Aggressivität, die Sturheit und Ignoranz ihrer Gegner, di aus den unterschiedlichsten Schichten unserer Gesellschaft stammen. Fazit: Ein spannender Thriller mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Hochaktuell. Sicher keine leichte Kost. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Es geht uns schließlich alle an. Wer weiß, schon morgen könnten wir das nächste Opfer sein.
Daniela Weigel
4/5
04.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein wichtiges Thema
David outet sich als schwul. Daraufhin mobben ihn seine Mitschüler aufs Übelste und stellen einen Bezug zwischen seinem Namen und seiner jüdischen Abstammung her. Davids Leben gleicht einem Spießrutenlauf. Wirkliche Hilfe erfährt er nirgends, auch zu Hause nicht. Doch plötzlich beginnen den Beteiligten schreckliche Dinge zu widerfahren. Wer rächt David?
Was David durchmachen muss, ist schrecklich. Wie bösartig können Menschen sein? Es ist mir unbegreiflich, dass er nirgendwo Hilfe bekommt. So viele Menschen sind beteiligt oder bekommen es mit, aber niemand hilft. Ist das wirklich das, was gerade hundertfach an unseren Schulen passiert? Warum schauen so viele Menschen einfach weg?
H. C. Scherf hat sich mit diesem wichtigen Thema befasst. Die Geschichte soll aufrütteln und uns dazu bewegen, genauer hinzuschauen, statt wegzuschauen, wenn wir mit Mobbing konfrontiert werden. Es war grausam zu lesen, was David passiert ist. Eine Geschichte, die unheimlich wichtig ist.
Leider hatte ich ein Problem mit dem Schreibstil. Die Protagonisten pflaumen sich ständig an. Gefühlt haben sie keinen einzigen normalen Satz miteinander gesprochen. Es passieren schlimme Dinge, doch niemand spricht darüber. Keinem geht es psychisch schlecht. Das war für mich streckenweise unglaubwürdig. Denn wenn einem solche Dinge widerfahren, geht man nicht einfach am nächsten Tag in die Schule, als wäre nichts gewesen. Auch die Eltern reagieren nicht, obwohl ihre Kinder in Gefahr sind. Ich kann es leider nicht genauer beschreiben, ohne zu viel zu verraten.
Davids Geschichte hat mich berührt, auch wenn mir der Schreibstil nicht gefallen hat.
Leider kann ich nur 3,5 Sterne vergeben, empfehle die Geschichte aber dennoch weiter, da sie ein wichtiges Thema behandelt.
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