Ich fühle mich um Jahre zurückversetzt. Die Party, er, der beste Kuss meines Lebens. Ich lasse mich fallen und dann … lässt er mich fallen. Und ich stürze … stürze … stürze … Als Eiskunstläuferin Liv erfährt, dass ihre Karriere zu Ende ist, möchte sie nur eines: einen Neuanfang als Lehrerin an ihrem alten Sportgymnasium wagen. Doch das von ihr gebuchte Chalet gibt es nicht und die einzige Hütte, die in dem abgelegenen Tal steht, gehört ausgerechnet Noah, dem eingebildeten Hockeyspieler und ihrem Erzfeind aus Schultagen. Er will sie loswerden. Sie will nur weg. Aber dann versperrt eine Lawine Liv den Weg aus dem Tal. Eingeschneit in seiner Hütte, müssen sich die beiden ihrer Vergangenheit stellen – und den Gefühlen, die noch immer in ihnen lodern. Ein Winterroman über alte Rivalitäten, verschüttete Gefühle – und eine Liebe, die selbst im tiefsten Schnee nicht erlischt. Der Roman stammt aus der Feder von Mira Frey, dem neuen Pseudonym von Heidi Troi.
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Eine Hütte zu zweit
claudi-1963 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.03.2026
Bewertungsnummer: 3074900
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
“Wenn man dir Steine in den Weg legt: Draufstehen, Balance halten, Aussicht geniessen, Lächeln, Weitergehen.” (Pinterest)
Livs Leben als Eiskunstläuferin scheint beendet zu sein. Sie musste bisher immer fehlerfrei und diszipliniert in ihrem Sport sein und will das nun als Lehrerin im hiesigen Sportgymnasium an die Schüler weitergeben. Doch statt ihres gemieteten Chalets, erwartet sie eine einfache, einsame Hütte in den verschneiten Bergen. Und selbst von Einsamkeit ist hier nicht die Rede. Denn der verletzte Eishockeyspieler Noah und Erzfeind aus ihrer Kindheit hat sich in dieser Hütte breitgemacht. Noah muss sich von seinem Schock erholen, nicht mehr Eishockey spielen zu können. Doch muss es ausgerechnet Livs Unterkunft sein, in der er seinen Frust auslebt? Doch es kommt noch heftiger für Liv. Denn eine Lawine versperrt jegliches Wegfahren, sodass sie sich notgedrungen mit Noah und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Dabei stellt sie fest, dass Noah gar nicht so schlecht aussieht.
Meine Meinung:
Das Cover deutet bereits subtil an, dass es um das Thema Berge und Schnee geht. Doch auch Sport spielt eine große Rolle. Zwei sportliche Hauptfiguren treffen aufeinander, wobei beide ganz verschiedene Charaktere aufweisen, die für eine Menge Abwechslung sorgen. Jeder von ihnen hat einen ganz individuellen Dickkopf, der in dieser Geschichte für viel Streit und Emotionen sorgt. Dort ist die smarte, selbstständige Liv, die schon in jungen Jahren lernen musste, für ihren Sport als Eiskunstläuferin hart zu arbeiten. Dabei wurde ihr nichts geschenkt. Ganz im Gegenteil, sie musste auf sehr vieles verzichten. Noah ist ganz schön angekratzt. Nachdem man ihm deutlich gemacht hat, dass er nach seiner Verletzung nicht mehr mit Eishockey fortzufahren kann. Natürlich ist er deshalb angefressen und wütend. Obwohl er noch immer gut trainiert ist, soll er ausgemustert werden? Wie soll es nun in seinem Leben weitergehen? Er kann doch nichts anderes als Eishockey spielen. Die Autorin beschreibt hier sehr gut, wie es Sportlern ergeht, wenn es mal nicht mehr so rund läuft und man einen neuen Sinn für sein Leben suchen muss. Da ist es vielleicht gar nicht so schlecht, auf jemanden zu treffen, dem es ähnlich ergeht und der mit seinen Fähigkeiten inzwischen einen Neuanfang als Lehrerin gefunden hat. Natürlich darf es an Humor nicht fehlen, der mich in einigen Szenen zum Schmunzeln brachte. Das Setting mit der einsamen Hütte, und dem Wintereinbruch, der sie notgedrungen dort einsperrt, hat mir gut gefallen. Ich konnte mir diesen Winter gut vorstellen, weil ich eine ähnliche Situation selbst schon in Südtirol erlebt habe. Dass sich beide schon als Kinder kannten und man dadurch Einblick in die Vergangenheit bekommt, war sehr aufschlussreich. Wie immer bei dieser Autorin sind das Setting und die Emotionen detailliert beschrieben. Manche unerwartete Situationen waren wirklich einfallsreich, humorvoll und haben mich zum Schmunzeln gebracht. Insgesamt handelt es sich um eine großartige Sportromanze mit einer einzigartigen Kulisse in den schneebedeckten Bergen der Dolomiten, die von mir 5 Sterne erhält.
Liebesgeschichte mit Herz zum Wohlfühlen
MeenzerBuuchMeedsche am 09.02.2026
Bewertungsnummer: 3040363
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich mag die Bücher von Mira Frey bzw. auch die, die sie unter ihrem Klarnamen Heidi Troi veröffentlicht.
Eigentlich wusste ich schon vor dem Lesen, dass mir das Buch gefallen würde, die Frage war nur, wie sehr es mich von sich überzeugen würde können.
Ich fand den Einstieg gelungen und war sogleich gefesselt von der Geschichte. Ein konstanter Spannungsbogen ließ mich Zeile um Zeile lesen, sodass ich eigentlich viel zu schnell durch war.
Wie schon gewohnt, gibt es nicht nur eine Liebesgeschichte, nein, es gibt auch wieder ein ernstes Thema mit Tiefgang. Allerdings wirkt es an keiner Stelle erdrückend.
Der Schreibstil ist lebhaft und einnehmend. Die Handlungsorte sind bildhaft dargestellt und so gelang es mir problemlos, mir die örtlichen Gegebenheiten vorzustellen. Und ja, ich würde auch gerne ein paar Tage in so einer Hütte verbringen. Vielleicht nicht gerade abgeschnitten durch einer Lawine, aber dennoch mag ich das Setting sehr. Dabei ist das Erzähltempo angenehm. Es gibt an den genau richtigen Stellen genug Informationen, aber es wirkt an keiner Stelle überladen oder langatmig.
Erzählt wird aus der Perspektive der beiden Protagonisten in der Ich-Form.
Ich mag es, wie Liv und Noah ausgearbeitet sind. Sie sind authentisch und wirken lebendig. Außerdem besitzen sie genügend Tiefe, um ihre Gefühle und Gedanken glaubhaft zu transportieren. Ein Grund mehr, wieso ich zwischen den Zeilen gefangen war, denn ich fieberte mit den beiden mit.
Mir wurde ein Liebesroman geboten, der mir eine richtig schöne Lesezeit bereiten konnte. Ich glaube, ich hätte noch stundenlang weiterlesen können, so wohl fühlte ich mich. Hier stimmt alles, die Charaktere, das Setting, die Handlung. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und volle fünf Sterne.
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