Trotz ihrer Verbindung zu dem Ignis Rarr ist Secia noch immer nicht bereit, sich für eine Seite zu entscheiden. Als sie auf der Erde abtrünnige Dämonen trifft, die ebenfalls zweifeln, macht sie sich auf die Suche nach dem Sinn ihrer Existenz. Durch das tragische Schicksal Xayas decken Secia und ihre Freunde eine Bedrohung auf, die das Ende aller Welten einleitet. Im Dämonenreich stoßen ihre Warnungen jedoch auf taube Ohren. Der Rat versucht stattdessen, ihre Loyalität mit brutaler Härte zurückzugewinnen. Ausgerechnet Gidean, der mächtige Engel und größter Widersacher aller Dämonen, bleibt ihre letzte Hoffnung für das Überleben der Reiche.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
sarahreadingspace
5/5
13.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Finale voller Gefühl!
Mit »Daimonion 2: Federfarben« gelingt Sylvia Kaml eine tolle Fortsetzung, die die Geschichte rund um Secia noch einmal deutlich zuspitzt. Während sie bereits in Band 1 zwischen den Welten stand, wird dieser Konflikt nun noch stärker. Sie kann sich weder mit den Engeln identifizieren, noch steht sie hinter den Entscheidungen des Dämonenrats. Damit befindet sie sich gemeinsam mit ihren Freunden praktisch zwischen allen Fronten.
Besonders gefallen hat mir, dass die klare Trennung zwischen Gut und Böse zunehmend verschwindet. Die Dämonen wirken nicht mehr automatisch moralisch überlegen, sondern auch innerhalb ihrer Reihen gibt es Konflikte und Abtrünnige. Gleichzeitig wird deutlich, dass auch bei den Engeln nicht alles so eindeutig ist, wie es zunächst scheint. Die verschiedenen Gruppierungen und ihre Interessen sorgen für eine spannende Dynamik.
Secia entwickelt sich als Protagonistin spürbar weiter. Ihre Zerrissenheit wirkt nachvollziehbar und macht sie zu einer sympathischen und gleichzeitig interessanten Figur. Immer wieder steht sie vor Entscheidungen, bei denen es scheinbar keinen wirklich richtigen Weg gibt.
Für mich ist »Daimonion: Federfarben« eine gelungene Steigerung zu Band q und ein würdiger Abschluss der Dilogie. Die Geschichte geht in eine Richtung, mit der ich nicht unbedingt gerechnet habe, konnte mich dadurch aber gerade sehr überraschen.
Eine klare 5-Sterne-Leseempfehlung für alle, die Teil 1 mochten und wissen möchten, wie Secias Geschichte weitergeht.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
18.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Abtrünnigen
Secia und ihren neuen Freunden fällt es schwer, sich eindeutig zu positionieren. Von den Engeln, die sie als Versuchsobjekte missbraucht haben, wollen sie nicht wissen, mit den Entscheidungen des Ältestenrats der Dämonen können sie sich aber auch nicht anfreunden. Eine unverhoffte Entdeckung könnte Engel und Dämonen allerdings zwingen, für ihr Fortbestehen zusammenzuarbeiten.
In Band 1 („Essenz“) ihrer Urban-Fantasy-Dilogie „Daimonion“ zeichnete Sylvia Kaml ein Bild, dass die Dämonen den Engeln moralisch überlegen erscheinen ließ. In diesem abschließenden 2. Band relativiert sich dieser Eindruck allerdings. Plötzlich werden die Dämonen oder konkreter gesagt deren Anführer doch recht negativ dargestellt. Besonders als die weitere Existenz beider Seiten plötzlich infrage gestellt erscheint, zeigen diese wenig Verständnis. Zudem wird enthüllt, dass es schon länger eine ganze Gruppierung abtrünniger Dämonen gibt und diese sogar mit ebenfalls abtrünnigen Engeln zusammenarbeitet. Zwischen all diesen Gruppierungen sitzen die Protagonistin und ihre Freunde quasi zwischen allen Stühlen. Eine wirklich überraschende Auflösung zu den Zusammenhängen, wie ich sie nach Band 1 ehrlich gesagt erwartet hätte, erfolgt allerdings nicht. So bietet dieser Band zwar eine durchaus interessante Handlung, erfüllt meine Erwartungen auf ‚einen großen Hammer‘ aber leider nicht. In dieser Hinsicht kann die ‚Schuld‘ aber natürlich auch einfach nur an meinen Erwartungen liegen.
Stilistisch bleibt alles wie vom Vorgänger gewohnt, wobei diesmal aber auch deutlich wird, wie viel Zeit nach menschlicher Zeitrechnung indessen verflossen ist.
Fazit:
Diese a-typischen Urban-Fantasy-Dilogie um Engel und Dämonen entwickelt sich in eine (von mir) unerwartete Richtung weiter.
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