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Red Ein kurioses Cold-Case-Comic-Kriminalstück

5

26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

15832

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

Kibitz Verlag

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

23,5/17,9/3,6 cm

Gewicht

876 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948690-46-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

15832

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

Kibitz Verlag

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

23,5/17,9/3,6 cm

Gewicht

876 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948690-46-5

Herstelleradresse

Kibitz Verlag
Moorfuhrtweg 9 d
22301 Hamburg
DE

Email: info@kibitz-verlag.de

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  • CorniHolmes

    5/5

    31.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlos gute Krimi-Comic-Unterhaltung vom Feinsten!

    Als der kleine dreibeinige Hund Friedwart Plüschmann von zwei angriffslustigen Waschbären gejagt wird, flüchtet er zu einem abgelegenen Häuschen am Waldrand. Panisch, patschnass und völlig entkräftet versucht er auf sich aufmerksam zu machen. Eine alte Dame öffnet ihm die Tür und will Friedwart erst abweisen. Doch seinem herzerweichenden Flehen und traurigen Hundeblick kann selbst eine so grimmige Person wie Rosa McMill nicht standhalten. Sie gewährt Friedwart Obdach, aber nur für eine Nacht! Doch als sie den Hund am nächsten Morgen wieder vor die Tür setzen will, kommt diesem seine Spürnase zu Gute. Er wittert Blut, eindeutig Menschenblut. Und es kommt aus einem Wandschrank in Rosas Haus. Dort bewahrt sie ein altes Hemd von ihrem verstorbenen Ehemann Red auf. Vor 30 Jahren hatte er einen tragischen Unfall, aber Rose glaubt bis heute nicht daran, dass es ein Unfall war. Laut Polizeibericht soll ihr Gatte 4,2 Promille im Blut gehabt haben – aber Red hat nie Alkohol getrunken. Dieses Rätsel lässt Rosa bis heute nicht los. Gemeinsam mit Friedwart beginnt sie den Cold Case wieder aufzurollen. Darüber sind einige jedoch alles andere als begeistert, angefangen beim Kommissar über den örtlichen Pathologen (der auch Arzt, Tierarzt und Wissenschaftler ist) bis hin zu einem Varieté-Besitzer und seiner eiskalten Bardame. Rosa und Friedwart wird schnell klar: Die Vier versuchen etwas zu vertuschen. Was ist damals nur geschehen? Ob es dem Duo wohl gelingen wird, den rätselhaften Tod von Rosas großer Liebe aufzuklären? Was habe ich mich auf den neuen Comic von Josephine Mark gefreut! Ihre vorherige Werke habe ich geliebt (wenn ihr sie noch nicht kennt: Unbedingt ändern! Es lohnt sich.) Nach einer Westernparodie und einem Road-Trip legt die mehrfach ausgezeichnete deutsche Künstlerin nun einen Krimi vor. Und wie nicht anders zu war, brilliert sie mal wieder auf ganzer Linie. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin in der Geschichte. Alles beginnt mit einer verschneiten Nacht und einer splitternackten Leiche. Danach folgt ein Sprung und wir befinden uns mit einem dreibeinigen Hund auf der Flucht vor wilden Waschbären. Als dann auch noch eine mürrische alte Dame auf der Bildfläche erscheint, gibt es erst recht kein Halten mehr. Die Comics von Josephine Mark entfalten immer eine Sogwirkung, der man sich nicht mehr entziehen kann – und das gilt für Jung und Alt gleichermaßen. „Red“ mag ein Comic für junge Leser*innen ab 12 Jahren sein, allerdings hat man auch als Erwachsener seine helle Freude daran. Mark erzählt gewohnt witzig, knackig und voller schwarzem Humor, ihre Dialoge sind pointiert, die Anspielungen originell und es bleibt bis zum Schluss unklar, was damals wirklich passiert ist. Viele falsche Fährten und skurrile Twists halten einen in Atem und durch die clever eingestreuten Rückblenden ergibt sich erst nach und nach ein genaues Bild der Ereignisse. Krimifans kommen hier ganz auf ihre Kosten, genauso wie Liebhaber*innen von schrulligen Charakteren. Für letzteres hat Josephine Mark zweifellos ein wahres Händchen, was sie hier mal wieder unter Beweis stellt. Wie bereits in „Trip mit Tropf“ könnten die beiden Hauptpersonen auch dieses Mal unterschiedlicher kaum sein: Während Friedwart ein herziges und quirliges kleines Plappermaul ist, ist Rosa schroff und abweisend. Im Laufe ihrer detektivischen Ermittlungen werden die beiden jedoch zu einem eingespielten Team und die verbitterte alte Frau taut langsam auf. Dieser Comic ist nicht nur eine Mischung aus mitreißender Detektivarbeit und köstlich kauziger Gestalten – er bietet auch berührende Einblicke in die Vergangenheit und zeigt, was Einsamkeit mit Menschen machen kann. Optisch ist auch dieses Werk von Josephine Mark ein ganz besonderer Genuss. Ihre Figuren sind gewohnt recht simpel gezeichnet und auf das Wenigste reduziert. So besteht die grimmige Mimik von Rosa meist nur aus zwei schwungvollen waagerechten Linien. Trotz aller Einfachheit sind die Zeichnungen aber enorm ausdrucksstark, hier sitzt jeder Strich und jedes Panel. Viele Worte sind meist gar nicht vonnöten, einige Szenen kommen sogar ganz ohne Text aus. Hier gilt definitiv der Spruch, weniger ist oft mehr. Der Stil von Mark ist einfach unverwechselbar und besitzt jede Menge Charme. Fazit: „Red“ ist ein urkomischer und tragischer Krimi ab 12 Jahren voller spannender Wendungen und herrlich schräger Figuren. Zeitlos gute Krimi-Comic-Unterhaltung vom Feinsten mit einem ungleichen Duo, das man sofort ins Herz schließt. Fesselnd und raffiniert erzählt, liebevoll gezeichnet, sehr gerne mehr davon! Josephine Mark hat hier mal wieder einen echten Volltreffer gelandet! Ich bin begeistert und vergebe gerne 5 von 5 Sternen.

  • Bewertung

    5/5

    28.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lachen, weinen und eine menge lernen. Alles möglich mit RED

    So schnell auch auch mit RED durch war, so lange blieb es mir doch im Kopf. Immer wieder ertappe ich mich dabei, meine "Kommunikation" und meine angeblichen Prioritäten zu durchforsten. "Wir haben doch eigentlich alles was wir brauchen", sollte man sich immer mal wieder bewusst werden. Für Glück braucht es eben manchmal keine roten Steine, sondern nur ein warmherziges weises Buch :-D Ein wunderbares Buch für groß und klein!

  • Bücherhausen

    aus Falkensee

    5/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kurzweiliger Krimi mit Herz und Humor

    In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Comics und Graphic Novels für mich – ein völlig neues Leseerlebnis, das anders ist als klassische Bücher. Die Kombination aus Text, Bild und oft auch Humor oder Spannung macht das Lesen besonders lebendig und intensiv. "Red" von Josephine Mark ist für mich genau so ein Erlebnis: spannend, witzig und gleichzeitig ein bisschen rätselhaft, sodass ich ganz schön viele Vermutungen während des Lesens aufgestellt habe. Nach "Trip mit Tropf" ist dies nun mein zweites Buch der Autorin und es werden sicherlich weitere folgen. Die Autorin und Illustratorin: Josephine Mark (geboren 1981) studierte Kultur- und Medienpädagogik und gestaltete parallel Plattencover, Plakate und Flyer. Sie ist Illustratorin, Comiczeichnerin und Grafikdesignerin. Seit 2004 veröffentlicht sie eigene Comics und Cartoons sowohl auf ihrem Blog puvoproductions Punkt com als auch als Printexemplar. "Tiere sind auch nur Menschen", eine Sammlung ihrer Cartoons, erschien im Verlag Pattloch. Ihr Debütcomic "Murr" wurde 2021 bei Zwerchfell veröffentlicht. 2022 erschien ihr preisgekrönter Comic-Roadmovie "Trip mit Tropf", sowie ihre Comic-Adaption "Bärbeiß" zusammen mit Annette Pehnt und Jutta Baue. In ihren Werken beschäftigt sie sich meist auf humorvolle Weise mit Alltagsdingen und gesellschaftlichen Themen. Josephine Mark lebt und arbeitet in Leipzig. Inhalt: In der Geschichte taucht der dreibeinige Hund Friedwart während eines Gewitters bei Rosa auf und versucht sich seinen Platz in ihrem Haus zu sichern. Als Rosa ihn vor die Tür setzen will, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung, die ihre Aufmerksamkeit weckt. Zusammen stoßen sie auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das noch immer Fragen aufwirft. Gedanken zum Comic: Das Cover ist sofort ein Hingucker: es vermittelt Spannung, Neugier und einen Hauch Humor – man will sofort wissen, was es mit den roten Buchstaben im Schnee auf sich hat. Die Comiczeichnungen im Inneren passen perfekt dazu: klar und detailreich, mit ausdrucksstarken Figuren, die ihre Charakterzüge sofort erkennen lassen. Kleine humorvolle Details, etwa in der Mimik, lockern die Szenen auf und machen das Lesen zu einem richtig lebendigen Erlebnis. Der Stil ist dabei zugänglich und passt sowohl zu den spannenden als auch zu den witzigen Momenten der Geschichte. Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort gepackt – spannend und dabei richtig humorvoll. Anfangs war es ein bisschen knifflig, den Zeitsprüngen zu folgen, aber das macht die Story auch irgendwie lebendig. Die Figuren sind super unterschiedlich gezeichnet: Doc mit seinen kreisrunden Augen. Rosa, die früher freundlich war und jetzt verbittert wirkt. Sowie all die anderen – jeder mit seinen Ecken und Kanten, teils stereotypen Züge, aber genau deshalb auch charmant. Der kleine Krimi hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, ohne dass er die Spannung verliert. Man bekommt nur Häppchenweise Infos und will ständig wissen, was dahintersteckt. Die Illustrationen daneben sind richtig schön bunt sowie klar gezeichnet, mit kleinen Details versehen. Das Ende ist nicht ganz abgeschlossen, ein richtiges Happy End gibt es nicht, aber genau das gefällt mir gut. Denn nicht immer bringen Lösungen von Unklarheiten eine heile Welt mit sich. Fazit: "Red" war eine kurzweilige und mitreißende Geschichte, die mir richtig Lust auf mehr Bücher der Autorin bzw. Illustratorin gemacht hat. Es ist für mich ein absolut lohnenswertes Leseerlebnis innerhalb der noch neuen Welt der Comics und Graphic Novels, die ich für mich entdecke. Die Mischung aus Krimi, Spannung und Humor funktioniert wunderbar. Die Geschichte um die schrulligen Figur Rosa und ihren kleinen Begleiter lässt schleicht sich schnell ins Leser:innenherz.

  • lesenmitausblick

    5/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandiose Comickunst!

    Ich habe meine Liebe zu Comics erst spät entdeckt. Spätestens seit „Trip mit Tropf“ von Josephine Mark bin ich jedoch echter Fan. Nun gibt es Neues aus ihrer Feder/ihrem Pinsel: „RED“, erschienen im Kibitz Verlag. Dabei handelt es sich um einen Krimi, der ab 12 Jahren empfohlen wird. Die Lesenden werden sofort mitten ins Geschehen gezogen. Los geht’s mit Sirenengeheul und der vermeintlichen Leiche im Schnee. Zitat des Kommissars: „Was für ein Tatort! Dieses Licht! Die Details! Einfach wunderschön…“ Bei der Leiche handelt es sich um Red, dem Mann von Rosa, die nun schon seit 30 Jahren nicht über den Verlust hinwegkommt und recht einsam und verbittert im Wald lebt. Rosa lernen wir durch Friedwart Plüschmann kennen, einem kleinen herrenlosen Hund, der auf der Flucht vor fiesen Waschbären vor Rosas Tür landet und um Einlass fleht. Diese Szenen! Herrlich! Es bleibt nicht bei einer Nacht, Friedwart lässt keinen Versuch aus, sich unverzichtbar zu machen. Zuckersüß, wie sich Rosa und der Hund langsam annähern, denn man ahnt, dass hinter Rosas harter Fassade ein verletztes, weiches Herz schlummert. Friedwarts gute Nase rettet ihn, denn er riecht Blut am Hemd des Verstorbenen. Dies bestätigt Rosas Verdacht, sie rollt die alte Geschichte neu auf und macht sich mit ihrem vierbeinigen Begleiter auf Spurensuche…. Wo soll ich anfangen? Ich liebe den Witz und Humor, der zwischen den Dialogen mitschwingt. Details, Szenenabfolgen, die teilweise minutiös in Bildern dargestellt werden, dann wieder temporeiche actiongeladene Szenen, in denen Abfolgen von Bewegungen in einem Bild verschmelzen. Josephine Mark nutzt Lautmalereien ganz gekonnt, um allein mit dem Geräusch Aussagen zu treffen, Gefühle zu vermitteln. Aber am grandiosesten finde ich immer wieder, wie sie es schafft, allein mit einem Strich im Gesicht eines Charakters seine Stimmung darzustellen. Die Mimik der Charaktere spricht Bände, obwohl die Künstlerin hier nur zwei, manchmal tatsächlich nur einen Strich ins Gesicht setzt. Das ist ihr ganz eigener Stil, der für mich die Lebendigkeit und Aussagekraft der Bilder ausmacht. Ich lese Josephine Marks Comics immer auch mit einem Staunen über die Möglichkeiten, die ein Comic in seiner Erzählweise bietet und wie sie mit diesen Möglichkeiten gekonnt spielt und sie einsetzt. Szenenwechsel, Arbeit mit Perspektiven, Mimik und Gestik, Speedlines, Geräusche, schnelle Abfolgen stehen ganz ruhigen Gegenüber. Und dieser liebenswerte Hund! Wer einmal einen Hund hatte, kennt all die hundetypischen Verhaltensmuster und hat seine wahre Freude. Hier merkt man Josephine Mark genau an, dass sie sich mit Hunden super auskennt. Ebenso mit schrulligen Figuren. Ob Rosa, Friedwart Plüschmann oder die in Verdacht geratenen Freunde von Red, einschließlich Red, sie alle haben ihre Eigenheiten und Schrullen, die die Comickünstlerin sehr gekonnt einfängt und in Szene setzt. Eines sei verraten, es gibt eine überraschende Wende in der Geschichte. Ob das auch bedeutet, dass es ein Happy Ende gibt, sei dahingestellt. So oder so, „RED“ hat mich ein weiteres Mal davon überzeugt, dass es genau richtig ist, Fan von Josephine Mark zu sein. Was man mit Bildern und Sprechblasen alles erzählen kann, hätte ich mir früher gar nicht ausmalen können. Zum Glück habe ich Comics noch für mich entdeckt. Ich habe eine wahre Freude an dieser Erzählweise. Sehr empfehlenswert!

  • Fernweh_nach_Zamonien

    aus Buchhaim

    5/5

    18.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ungleiches Duo auf der Suche nach einem Mörder. Spannend und witzig zugleich mit viel Herz und Humor erzählt und gezeichnet.

    Inhalt: Der kleine Hund Friedwart Plüschmann findet auf der Flucht vor zwei Waschbären einen Unterschlupf bei einer alten Dame. Plitschnass und verängstigt und wegen des tobenden Gewitters gewährt die Witwe Rosa McMill dem Streuner Zuflucht. "Aber nur für eine Nacht!" Doch als Rosa am nächsten Morgen versucht, den Hund wieder an die Luft zu setzen, berichtet er von Blut, das seine Spürnase im Wandschrank erschnuppert hat. Gemeinsam rollen die beiden einen alten, ungelösten Kriminalfall wieder auf: Vor dreißig Jahren wurde nachts im Schnee ein Toter entdeckt ... erfroren und nackt, wie die Natur ihn erschuf. Alle im Ort haben es als einen tragischen Unfall angesehen. Doch Rosa ist sich ganz sicher: Die Polizei ist unfähig. Das war Mord! Das Opfer: Rosas Mann Red! Sie verdächtigt die halbe Nachbarschaft. Aber erst Dank Friedwart Plüschmann entdeckt sie eine heiße Spur in diesem Cold Case ... Altersempfehlung: etwa ab 12 Jahre Mein Eindruck: Wer bereits "Murr" und "Trip mit Tropf" gelesen und ein Faible für herrlich schräge Charaktere und Dialoge hat, wird auch bei "RED" voll auf seine Kosten kommen. Auch dieses Mal könnten die beiden Hauptfiguren unterschiedlicher nicht sein: Friedwart Plüschmann hat's nicht leicht. Der Kleine wird direkt zu Beginn von zwei Waschbären gepiesackt und entkommt nur knapp. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass der kleine Streuner nur auf drei Beinen durchs Leben geht. Doch der Winzling ist herzlich, offen, hilfsbereit und liebenswert. Ein quirliges Plappermaul, das auf Anhieb sympathisch ist. Seine kindliche und naive Art weckt Beschützerinstinkte. Hingegen ist die alte Dame schroff und abweisend (auch wenn sie dem kleinen Hund kurzzeitig Unterschlupf gewährt), schnell genervt und ihr mürrischer Gesichtsausdruck spricht Bände. Eigentlich besteht ihre Mimik nur aus zwei waagerechten Linien: eine dicke für die Augenbrauen und eine dünnere darunter für den Mund. Faszinierend, mit wie wenigen Strichen komplexe Emotionen gezeigt werden können. Die Figuren sind durchgängig einfach gezeichnet und immer auf das Wesentliche reduziert. Die Art gefällt mir sehr und bringt einen gewissen Reiz mit. Weniger ist schließlich oft mehr ;-) Das Timing und der Spannungsaufbau durch die Gestaltung der Panels ist hervorragend gelungen. Gleiches gilt für die Wahl der Perspektiven und Szenenwechsel sowie Rückblenden. Ein wunderbares Lesevergnügen. Zudem kommen viele Szenen mit wenig bzw. ganz ohne Text und dafür als ganze Seite daher. Wortwitz, Anspielungen und absurde Dialoge, schräge Verhöre und skurrile Nebenfiguren (ein Kommissar, der lieber malt als ermittelt, und ein vollkommen unfähiger Gerichtsmediziner) sorgen zusammen mit dem mysteriösen Mordfall für ein spannendes Lesevergnügen. Die Geschichte (zum Fortgang werde ich nichts spoilern) ist eine wunderbare Mischung aus mitreißender Ermittlungsarbeit und überraschenden Wendungen. Sie bietet aber auch bewegende Einblicke in die Vergangenheit, insbesondere auf die junge Rosa vor dreißig Jahren (eine faszinierende und zugleich traurige Entwicklung). Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen oder vor Spannung den Atem anhalten soll. Der Comic richtet sich aber nicht ausschließlich an Kinder. An dem schwarzen Humor, den Fargo-Vibes und anderen Anspielungen haben auch Erwachsene ihre Freunde. Ähnlich wie der Film Fargo schafft auch "Red" das Kunststück, gleichzeitig lustig und spannend zu sein und zudem zum Nachdenken anzuregen. Für diesen kniffligen Kriminalfall mit unfassbar pointierten und schrägen Dialogen vergebe ich von Herzen gerne eine Leseempfehlung sowie 5 von 5 Spürnasen! Bewegte Bilder: Wie gewohnt findet sich neben einer Leseprobe zu "Red" auch ein Buchtrailer auf der Homepage des Kibitz Verlags. Eindrucksvoll erlebt man hier in Bild und Ton die erste Begegnung des quirligen Streuners und der mürrischen alten Dame. Fazit: Ein außergewöhnliches Duo ermittelt in einem verzwickten Kriminalfall. Herrlich witzig und schräg mit tragischen Momenten und spannenden Wendungen. Mitreißend erzählt und mit viel Herz und Seele gezeichnet. ... Rezensiertes Buch: "Red" aus dem Jahr 2026

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