Drei Autoren aus unterschiedlichen Erfahrungswelten widmen sich der anspruchsvollen Aufgabe, Studierenden bessere Bachelor- und Masterarbeiten zu ermöglichen. Dass man hier von einem gelungenen Konzept sprechen kann, zeigt sich auch daran, dass Juliette Fritz ihre eigene Masterarbeit als Orientierung für die Mustertexte zur Verfügung stellt. So wird keine trockene Theorie vermittelt, sondern praxisnah gearbeitet.
Der Ratgeber folgt chronologisch dem gesamten Prozess einer Abschlussarbeit. Die Autoren betonen jedoch, dass sich während der Recherche und des Schreibens vieles verändern kann. Das Inhaltsverzeichnis des erwähnten Mustertexts, der empirischen Arbeit von Juliette Fritz, wird so kommentiert, dass es Studierenden leichtfallen dürfte, ein eigenes Verzeichnis zu erstellen. Zudem werden Varianten für eine Literaturarbeit und für Aktionsforschung aufgezeigt.
Im Kapitel „Lesen“ gehen die Autoren auf die Recherche von Texten sowie auf die verschiedenen Phasen bis hin zur Vertiefung ein. Wenn es dann ans Schreiben geht, empfehlen sie, die Arbeit in kleinere Schreibeinheiten zu gliedern. Für die Projektskizze erweisen sich das „Planungsfünfeck“ sowie der „Zeitplan“ als hilfreich. Was eine gute Fragestellung auszeichnet, wird im nächsten Kapitel erläutert. Da man zu diesem Zeitpunkt bereits weit genug für ein „Abstract“ sein sollte, werden hierzu passende Strategien und Techniken vorgestellt. Entsprechende Hinweise gibt es auch für die Kapitel „Einleitung“, „Theorieteil“ und „Methodenteil“.
Bevor es im letzten Kapitel zum «Schlusscheck» geht, wird daran erinnert, wie Ergebnisse sachlich präsentiert werden und wie eine Diskussion mit Fazit und Ausblick gestaltet sein kann; stets unter Zuhilfenahme des Mustertexts.
Fazit: Das Konzept, einen realen Mustertext als Orientierung zu nutzen, macht die Theorie anschaulich und greifbar. Die eher knappen Anmerkungen zur Rolle von KI können meinen positiven Eindruck nicht schmälern. Es handelt sich im besten Sinne um einen handlungsorientierten Ratgeber, wie ihn sich viele Studierende wünschen dürften. Mit der verwendeten Gendersprache wird die jüngere Generation vermutlich weniger Schwierigkeiten haben als ich.
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