Antisemitismuskritik im Handgemenge Beiträge zur politischen Bildung
-
- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
-
Sprache:Deutsch
26,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.09.2026
Verlag
NeofelisSeitenzahl
300
Maße (L/B)
21/15 cm
Gewicht
477 g
Farbe
Wollweiß / Grau
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95808-525-1
Die antisemitische Enthemmung seit dem genozidalen Massaker vom 7. Oktober 2023 legt lang gehegte Ressentiments und diskursive Ratlosigkeit frei. Denn die öffentlich geführten Diskussionen zur Aufklärung antisemitischer Ressentiments sind erschreckend: Während die immergleichen Formen antisemitischer Propaganda und Übergriffe die Straßen und Sozialen Medien fluten, rätselt die interessierte Öffentlichkeit zuverlässig, ob es sich dabei tatsächlich um Antisemitismus handele. Es klafft ein Abgrund zwischen dem theoretischen Wissen über Antisemitismus und seiner Vermittlung.
Von politischer Bildungsarbeit wird erwartet, diesen Abgrund zu überbrücken, und dennoch scheitert sie notwendig an ihren Bedingungen. Ihre institutionellen Begrenzungen, staatliches Misstrauen und auch ihre pädagogische Unbestimmtheit zeigen sich hilflos gegenüber dem wilden Irrationalismus der antisemitischen Denkform. Die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit politischer Bildung ist jedoch kein Grund zur Resignation, sondern als Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Ohnmacht gegenüber Antisemitismus zu reflektieren. Noch in ihrem Scheitern kann sie die Konflikt- und Psychodynamiken gesellschaftlicher Widersprüchlichkeit im Umgang mit Antisemitismus auf den Begriff bringen.
In Antisemitismuskritik im Handgemenge versucht Tom Uhlig, Klarheit über die eigene politische Bildungsarbeit zu gewinnen, den Blick auf Widersprüche zu schärfen, Frustrationen zu kompensieren, Argumentationsweisen zu entwickeln und in öffentliche Debatten und Fachdiskurse zu intervenieren. Dabei geht es um Verschwörungsideologien, Israelhass, die Neue Rechte, christlichen Antijudaismus, die documenta , Lisa Eckhart, Erinnerungspolitik und die DDR. Im Nachvollziehen dieser Debatten zeigen sich die Widersprüche, Aporien und Herausforderungen politischer Bildung und öffentlicher Positioniertheit gegen Antisemitismus. Denn es lässt sich etwas lernen aus dem gescheiterten Umgang mit Antisemitismus in der Vergangenheit.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice