Im 19. Jahrhundert erlebt die Adria eine Blütezeit des Reisens. Die Küstenorte verwandeln sich durch den aufstrebenden Tourismus in elegante Treffpunkte der europäischen Gesellschaft. Prunkvolle Kurhotels glänzen im Sonnenlicht, ihre Fassaden spiegeln den wachsenden Wohlstand wider. Anreise per Dampfschiff oder Bahn machen die Adria zu einem erreichbaren Paradies für Adelige, Offiziere und kulturell interessierte Städterinnen und Städter vor allem aus Wien. Der Bau von Villen und teuren Hotels prägt das Stadtbild: breite Promenaden, sepiafarbene Details, glitzernde Glasdächer, geschwungene Balustraden und tropisch anmutende Gärten rahmen die Küstenarchitektur ein. Die Entwicklung setzte sich im 20. Jahrhundert fort, besonders in den 1900er bis 1930er Jahren, als Kur- bzw. Badeorte wie Triest, Grado oder später Rimini und die dalmatinische Küste populär wurden.
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