Der Ukraine-Krieg und die eurasische Weltordnung
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.12.2025
Verlag
Mangroven VerlagSeitenzahl
332
Maße (L/B/H)
21,3/15/2,1 cm
Gewicht
500 g
Farbe
Anthrazit / Seidengrau
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-946946-52-6
Der Expansionismus der NATO war ein wichtiger Bestandteil der liberalen Hegemonie, da er die kollektive Hegemonie des Westens als Grundlage für einen von den liberalen Demokratien auferlegten Frieden festigen sollte. Stattdessen demontierte dieser aber die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur und brachte Europa auf den Weg in den Krieg, ohne die Möglichkeit einer Kurskorrektur. Der Ukraine-Krieg ist daher ein Symptom für den Zusammenbruch der Weltordnung. Er hat die Dysfunktion der liberalen Hegemonie in Bezug auf Macht und Legitimität offenbart und einen Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland ausgelöst, anstatt den Frieden, die Quelle seiner Legitimität, zu sichern.
Dieser Stellvertreterkrieg, die beispiellosen Sanktionen und die Bemühungen, Russland in der Welt zu isolieren, trugen zum Niedergang der liberalen Hegemonie bei. Ein Großteil der Welt reagierte auf den Krieg mit einem verstärkten Übergang zu einer eurasischen Weltordnung, die Hegemonie und liberalen Universalismus ablehnt. Die wirtschaftliche Architektur wird neu geordnet, da die Welt sich von der übermäßigen Abhängigkeit von westlichen Technologien, Industrien, Transportkorridoren, Banken, Zahlungs- und Versicherungssystemen und Währungen löst.
Eine Niederlage Russlands gegen den Westen würde die unipolare Weltordnung wiederherstellen, während ein russischer Sieg eine multipolare Ordnung zementieren würde. Das internationale System ist jetzt an seinem gefährlichsten Punkt angelangt, da es keine Aussicht auf einen Kompromiss gibt, was bedeutet, dass der Gewinner alles bekommt. Sowohl die NATO unter Führung der USA als auch Russland sind daher bereit, große Risiken einzugehen und zu eskalieren, sodass eine nukleare Vernichtung immer wahrscheinlicher wird.
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